Lindenhorst: Wie die Polizei Zivilcourage bestrafen will

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Erneut sorgt eine „Geschichte“ mit Beteiligung der Dortmunder Polizei für Kopfschütteln: Bereits am Abend des 8. Julis 2017, gegen 20.15 Uhr, wurde ein Zeuge auf einen Raser aufmerksam, welcher in der Herreckestraße im Stadtteil Lindenhorst mit geschätzten 100 kmh durch eine 30er-Zone raste, an einer Straßenecke ereignete sich fast ein Unfall mit dem fremdvölkischen Fahrer. Zufällig – oder vielleicht, weil dort ein nationaler Aktivist wohnhaft ist – stand ein Polizeifahrzeug in der Nähe, welches der Zeuge aufsuchen wollte, um dort eine Anzeige gegen den Raser zu erstatteten und die Polizisten auf den Vorfall aufmerksam zu machen. Die dortigen Polizisten reagierten aber wenig professionell, zeigten kein Interesse an eine Aufnahme des Vorfalls und fuhren den Betroffenen harsch an, er solle doch „den Mund halten und verschwinden“. Gesagt, getan – der Zeuge verließ den Ort um einige Meter und alarmierte per Notruf die Leitzentrale der Polizei, um auf den Vorfall aufmerksam zu machen und selbstredend auch die Untätigkeit der Polizisten zu beklagen, gegen die sich ggf. sogar ein Verdacht der Strafvereitelung ergeben könnte. Und damit nahm die „Geschichte“ ihren Lauf.

Aggressive Polizisten bedrängen Dortmunder an Wohnungstür

Die beiden Polizisten, die sich im Streifenwagen befanden (ein Mann und eine Frau, beide jüngeren Jahrgangs) hatten offenbar mitbekommen, dass ein Notruf gesendet würde und suchten das wenige Meter entfernt gelegene Haus des Zeugen auf. Vor dem Haus pöbelten sie in unfreundlichem Tonfall „Sie rufen doch nicht den Notruf an“, ehe sie sich Zugang zum Treppenhaus verschafften, an der Wohnungstür des Betroffenen klingelten und offenbar versuchten, diese zu öffnen. Nachdem der Betroffene sich weigerte, seine Wohnung freiwillig zu öffnen, rückten die Polizisten ab, ein Einschreiten der Polizei gegen den Raser, der andere Verkehrsteilnehmer gefährdete, erfolgte bezeichnenderweise auch nach Alarmierung der Leitstelle nicht.

Vorladung wegen angeblichen Missbrauch von Notrufen

Doch die Dortmunder Polizei wäre nicht die Dortmunder Polizei, wenn sie mit Gegenanzeigen versuchen würde, ihr eigenes Fehlverhalten zu überspielen: Rund drei Wochen nach dem Vorfall, hat der Betroffene eine polizeiliche Vorladung per Post erhalten, die ihn zu einer Beschuldigtenvernehmung zum Polizeipräsidium einlädt. Vorgeworfen wird ihm ein angeblicher Missbrauch von Notrufen, die Ermittlungen werden durch das Kommissariat Staatsschutz geführt. Es drängt sich der Verdacht auf, als solle einmal mehr ein politisch unbequemer Zeitgenosse kriminalisiert werden, während gleichzeitig die Zahl der „rechten Straftaten“ durch dieses Verfahren erhöht wird. Denn was bei näherer Betrachtung wie Realsatire wirkt, ist für den Betroffenen ein lästiges Ermittlungsverfahren und für die Statistik eine „rechte“ Straftat mehr. Irgendwie muss dieses System, allen voran die lokale Repressionsbehörde „Polizeipräsidium Dortmund“, schließlich eine „Gefahr von Rechts“ suggerieren…

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den Telegram-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar