Abteilung Doppelmoral: CDU in Wambel gegen Bau von Asylwohnungen

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Gut ein Jahr zu spät, greift die CDU ein städtisches Vorhaben auf, wonach im Bereich des Niedersten Feldweges (in der Nähe der Hannöverschen Straße) auf einer Fläche von 27.760 m² insgesamt 250 Wohneinheiten entstehen sollen (das „DortmundEcho“ berichtete seinerzeit bereits ausführlich) – diese Wohnungen sollten nicht etwa für Sozialschwache Dortmunder bereitgestellt werden, die häufig erfolglos nach bezahlbarem Wohnraum suchen, sondern zur Eingliederung von Asylbewerbern in den regulären Wohnungsmarkt dienen. Diese Pläne stieß die Stadt zumindest Anfang 2016 an und seitdem hat sich nicht viel ergeben. Mit einiger Verspätung, hat sich auf dem Bürgerportal „Lokalkompass“ jedoch die örtliche CDU zu Wort gemeldet und beklagt, dass die dörfliche Struktur des Stadtteils Wambel mit seinen rund 7000 Einwohnern gefährdet sei, wenn 250 neue Wohneinheiten mit rund 500 neuen Bewohnern entstehen würden – diese Erkenntnis ist zweifellos richtig, wenn davon ausgegangen wird, dass in diesen Wohnungen ausnahmslos Menschen aus einem anderen Kulturkreis leben und es ist zu begrüßen, dass sich diese (späte) Einsicht zumindest bei einigen Stadtteilpolitikern der CDU ausbreitet. Fraglich ist jedoch, wo solche Maßstäbe bei den zahllosen, ähnlichen Situationen geblieben sind, in denen die Stadtverwaltung – unterstützt von SPD und eben auch jener CDU, die sich in Wambel über die neuen Baupläne empört – große Wohnanlagen in dörflichen Stadtteilen errichtet hat. Zu erinnern ist beispielsweise an das Erdbeerfeld in Mengede, die Bebauung des ehemaligen Sportplatzes in Lütgendortmund / Holte oder das Asylcontainerdorf an der Wickeder Morgenstraße, in direkter Nachbarschaft zur Wambeler CDU. Und so scheint es, als würde die CDU – wieder einmal – ein Ablenkungsmanöver starten, um sich in der Stadtteilpolitik als Vertreter der einfachen Bevölkerung aufzuspielen, auf städtischer Ebene jedoch Großprojekte gegen die eigene Bevölkerung durchzusetzen. Die jüngste Entscheidung um das Dorstfelder Westbad lässt grüßen.

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7 Kommentare

  1. Wieso sollen Asylbewerber überhaupt in den regulären Wohnungsmarkt “integriert” werden, wenn über deren Asylanträge noch gar nicht entschieden wurde?

    Schluss mit der genozidalen Siedlungspolitik!

  2. Ghettoisierung ist nie gut… Aber das hat der deutsche Michel ja schon immer so gewollt. Damals, die Judenghettos, später dann die Ghettos für die Gastarbeiter und dann die Sozialbauten. “Überall hin, nur nicht hier bei uns…”

    • Die ändern ihre Ansichten nicht und bleiben bei ihrer Ausrichtung. Das kann man von vielen anderen Parteien wie z.B. die CDU nicht behaupten. Die sagen das eine und machen dann (oder später) genau das Gegenteil.

    • Nein, das geht nicht! Das sind zu weite Wege für die Asylanten zum einkaufen und zum Kino. Außerdem könnten die Asylanten neidisch werden.

      Wambel ist ein richtiger Standort für Asylwohnungen, weil es noch zu deutsch ist. Die Ansiedlung von Asylanten kann hier Abhilfe schaffen.

      Alerta Alerta Antifa

  3. Das ist doch in einem Mehrfamilienhaus eine reizvolle Bereicherung:
    Die sitzen dann nicht selten mit mehreren,Mucksmäuschenstill wie die Vögel auf der Stange in den Wohnungen und interessieren sich fortan intensiv für das Privat-und Intimleben der Nachbarn und sind mit den so gewonnenen Erkenntnissen auch in der Öffentlichkeit nicht gerade Mundfaul.
    Wenn dann noch gefühlter Verfolgungsdruck
    bei oft nicht legaler Unterhaltsbeschaffung dazu kommt,kann es auch rasch Gefährlich werden.
    Eine wirklich delikate Suppe,dieman uns da angerichtet hat…

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