Dortmund: Linksextremisten mit Outing-Plakaten in die Öffentlichkeit gerückt!

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Gesicht zeigen: Dieses Motto haben sich offenbar unbekannte Plakatierer zu Herzen genommen und in den vergangenen Tagen an mehreren Stellen im Dortmunder Stadtgebiet Plakate verbreitet, auf denen diverse Protagonisten der antifaschistischen Szene benannt werden. Nachdem DIE RECHTE Dortmund auf ihrem Twitter-Account bereits am Freitag (18. August 2017) darüber berichtete, dass Anwohner Outingplakate im Bereich der Nordstadt entdeckt hatten, wurden auch auf dem Campus der TU-Dortmund, sowie in mehreren Vororten, identische Plakate im öffentlichen Raum entdeckt. Auf den Plakaten mit Bild zu sehen sind 16 Personen, weiterhin werden 40 weitere Personen genannt, bei denen es sich ebenfalls um Antifaschisten handeln soll, deren Abbildung jedoch aus Platzgründen nicht möglich gewesen sei, wie dem dazugehörigen Beschreibungstext zu entnehmen ist. Erklärtes Ziel der Plakataktion soll es sein, „ Licht ins Dunkel“ zu bringen und über antifaschistische Strukturen aufzuklären, die sich fernab der linken Parteien organisieren und der Öffentlichkeit zumeist gänzlich unbekannt sind, aus deren „Szene“ jedoch immer wieder Straftaten gegen politisch Andersdenkende begangen werden. Überschrieben ist das Plakat zudem mit der Losung „Linksextremisten aus der Anonymität holen“. Outings sind in der Regel ein beliebtes Mittel der linken Szene, politische Gegner in der Öffentlichkeit bloßzustellen und gesellschaftlich zu ächten – neu ist dagegen, dass die Linksextremisten selbst näher vorgestellt werden. Ob eine solche Form der politischen Auseinandersetzung zielführend ist, darf durchaus kritisiert werden, sie ist aber zweifellos eine Art vorgehaltener Spiegel an diejenigen, die seit vielen Jahren auf Outingkampagnen setzen. Erst in der vergangenen Woche kam es in Bodelschwingh und der Nordstadt zu Outingaktionen bei Nationalisten, es erscheint nicht unwahrscheinlich, dass es sich bei dem „Gegenouting“ um ein Antwort handeln könnte.

Akteure verschiedener Antifa-Gruppen vorgestellt

Unter den abgebildeten und namentlich aufgelisteten Personen befinden sich Mitglieder verschiedenster, linker Gruppierungen – mit dabei sind die „Antifa Union“, eine seit 2005 aktive Antifagruppe, deren „harter Kern“ mittlerweile im Durchschnitt das dreißigste Lebensjahr erreicht hat, als auch der „Antifa 170“, einer deutlich jüngeren Gruppe, die seit wenigen Jahren in Erscheinung tritt, sich für zahlreiche Outings und Sachbeschädigungen verantwortlich zeigt, ihr Mitglieder sind zumeist Anfang oder Mitte 20. Erwähnung finden auch Protagonisten der linksextremen BVB-Fangruppierung „Ballspielvereint“, die als Schnittstelle zur gewalttätigen Antifa-Szene dient, ebenfalls zu sehen ist ein Mitglied einer Dortmunder Ultragruppierung, das in den vergangenen Jahren nicht nur an mehreren Übergriffsversuchen beteiligt, sondern auch zum festen Teil der linksextremen Sprayer-Szene zählt, die beispielsweise im Vorfeld des TddZ 2016 mehrere Bahnen mit Parolen zur Verhinderung der angemeldeten Demonstration besprüht hatte. Nicht abgebildet sind auf dem Plakat inhaltliche Beschreibungen zu den einzelnen Personen, diese lassen sich nur bei einer gewissen Kenntnis der Materie erlangen oder sind durch persönliche Recherchen herauszufinden. Dennoch ist die Plakataktion durchaus informativ – auch, wenn die Art, auf solche Outings zurückzugreifen, zumindest kritikwürdig, vielleicht sogar fragwürdig, ist. Andererseits gibt es auch immer wieder die alte Volksweisheit von den Rufen in den Wald und dem erzeugten Echo.


In verschiedenen Vierteln, hier am Hafen, tauchten die Plakate auf

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