Kein Freitagsgebet in der JVA Dortmund: Imame verweigern Sicherheitskontrolle!

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Nicht zuletzt, weil ein hoher Anteil von Gefängnisinsassen muslimischen Glaubens ist, genießt das Freitagsgebiet in Justizvollzugsanstalten einen hohen Stellenwert – doch in Dortmund ist damit zunächst einmal Schluss. Wie die „Ruhr Nachrichten“ melden, finden seit mehreren Wochen keine Gebetsstunden statt. Hintergrund ist eine Verweigerungshaltung der praktizierenden Imame, die der „Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion“, kurz Ditib, nahestehen: Um einer Radikalisierung von Moslems entgegenzuwirken, sollen Imame einer Sicherheitskontrolle unterzogen werden, bei der die Imame auf einem Formular bestätigen, keinen Kontakt zu radikalen Islamisten zu haben – diese Versicherung wird jedoch verweigert. Und zwar auf Anordnung von ganz oben: Nachdem eine NRW-weite Neuregelung der Sicherheitsüberprüfung veranlasst worden war, empfahl Ditib, die als verlängert Arm der türkischen Regierung gelten und jüngst wegen Spitzelvorwürfen zum Nachteil türkischer Oppositioneller ins Visier deutscher Behörden gerieten, ihr nahestehenden Imamen, die Abgabe einer Unbedenklichkeitserklärung zu verweigern. Ob und wann die Freitagsgebete wieder angeboten werden, ist deshalb offen. Bedenklich ist jedoch bereits der Umstand, dass die Abgabe einer einfachen Erklärung zu solchen Zerwürfnissen führt – sie wirft wahrlich kein gutes Licht auf die Haltung der Ditib-Imame, bei denen sich durchaus der Verdacht aufdrängt, dass diese radikalislamistischen Positionen nicht abgeneigt sein könnten.

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