Dortmunder Tafel: Linksextremisten stören Podiumsdiskussion mit AfD-Teilnahme

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Für Donnerstagabend (7. September 2017) hatte die Dortmunder Tafel – in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche – für eine Podiumsdiskussion geworben, die sich schwerpunktmäßig dem Themenaspekt Sozialpolitik widmen sollte. Eingeladen in die Räumlichkeiten der Hilfsorganisation, die sich in Zeiten zunehmender Verarmung immer größeren Andrangs „erfreut“, waren alle Parteien, die nach aktuellen Umfragen in den deutschen Bundestag einziehen werden – mit Matthias Helferich nahm daher auch der Direktkandidat der AfD für den Wahlkreis Dortmund 2 an der Veranstaltung teil. Erwartungsgemäß erschienen auch Linksextremisten und Gutmenschen an der Osterlandwehr (Borsigplatzviertel), welche den Veranstaltungsverlauf – wie bereits bei einer ähnlichen Diskussionsveranstaltung im Februar 2017 an der TU Dortmund – durch Zwischenrufe störten. Während die Wortmeldungen der etablierten Politiker nicht durch das Publikum hinterfragt wurden, ertönten bei der Vorstellung des AfD-Kandidaten antifaschistische Parolen und Sirenengeräusche, mit denen eine sachliche Diskussion bereits akkustisch verunmöglicht wurde, diese war aber offenbar ohnehin von den inkonsequenten Veranstaltern nicht vorgesehen.

Tafel-Vorstand lässt Störungen der Versammlung zu

Zwar drohte der Tafel-Vorstand, welcher über das Hausrecht verfügte, mehrmals mit einem Entfernen von linken Störern, diese Worte blieben aber folgenlos – obwohl die Polizei mit einem größeren Aufgebot vertreten war und es unproblematisch durchsetzbar gewesen wäre, Linksextremisten gezielt zu entfernen. Letztendlich kapitulierten die Veranstalter und brachen die Diskussion mit der Ankündigung ab, eine Wiederholung ohne Teilnahme der AfD durchzuführen. Damit mögen die Linksextremisten ihr Ziel, der AfD die Bühne zu stehlen, zwar erreicht haben, aber auch die AfD dürfte zufrieden sein: Zur Taktik der Partei gehört es, aufzuzeigen, mit welchen Mitteln der politische Gegner Diskussionen verhindert und auf die immergleichen, herausgeschrieenen Parolen zurückgreift, um „Nazis“, „Rechtspopulisten“ oder ähnliche „Feinde der befreiten Gesellschaft“ anzugehen. Gut möglich, dass die Antifaschisten deshalb unfreiwillig Wahlkampfhilfe für die rechts-konservative AfD betrieben haben, die mit Presseberichten über eine gestörte Veranstaltung wohl eine wesentlich größere Reichweite erzielt haben dürfte, als mit einer Podiumsdiskussion vor etwa 120 Anwesenden, die sich zu einem größeren Teil ohnehin aus AfD-Gegnern zusammensetzten.

Deutlich konsequenter als die Veranstalter, die sich von den Linksextremisten umgangssprachlich „auf der Nase herumtanzen“ ließen, war im Übrigen die anwesende Bereitschaftspolizei, welche im Nachgang die Personalien linker Störer aufnahm. Ob die Staatsanwaltschaft den Anfangsverdacht einer Versammlungsstörung bejaht und weitere Ermittlungen einleitet, bleibt nach den Erfahrungen der Vergangenheit jedoch zweifelhaft, wenngleich ein Vorgehen gegen antifaschistische Schreihälse durchaus – auch im Hinblick auf zukünftige Diskussionen – zu begrüßen wäre.

Spontane Stellungnahme des AfD-Vertreters Matthias Helferich:

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