Hörde: Nationale Aktivisten holen Kinderschänder aus der Anonymität!

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Todesstrafe für Kinderschänder“ schallte es am Dienstagabend (5. September 2017) durch die Straße „Hörder Bruch“ im gleichnamigen Dortmunder Stadtteil: Vor dem Wohnhaus des 66-jährigen Voldemar M. hatten sich etwa 30 Aktivisten der Partei DIE RECHTE, sowie Anwohner versammelt, um über den bisher unauffälligen und zumeist unbekannten Nachbarn zu informieren. M. muss sich derzeit vor dem Dortmunder Landgericht verantworten, ihm wird vorgeworfen, die Enkelin seiner Lebensgefährtin zwischen 2009 und 2016 über 250 Mal sexuell missbraucht, sowie rund 4000 kinderpornographische Fotos angefertigt zu haben (das „DortmundEcho“ berichtete ausführlich über den Prozessauftakt). Der spontanen Protestversammlung vorausgegangen war eine Flugblattaktion, mit welcher eine hohe, dreistellige Zahl von Hörder Haushalten über M. und die ihm vorgeworfenen Taten, die er bereits teilweise eingeräumt hat, informiert wurden. Nachdem M. in seinem Hausflur von einem Aktivisten mit den Taten konfrontiert wurde und dort behauptete, er hätte dieses niemals begangen (obwohl er vor Gericht seine Schuld bereits eingeräumt hat!), entwickelte sich aus der Verteilaktion eine spontane Kundgebung, die nach einigen Minuten um ein Transparent + Megaphon erweitert wurden, mit welchem nicht nur die direkte Nachbarschaft erreicht werden konnten.

Überzogener Polizeieinsatz gegen Spontanversammlung

Während sich die meisten Anwohner schockiert sowohl über die Taten schockiert zeigten, als auch das Schweigen der lokalen Presse über den Prozess, rückten nach etwa 30-Minuten mehrere Polizeifahrzeuge an – eigentlich waren die meisten Aktivisten bereits im Begriff, den Hörder Bruch zu verlassen und die Versammlung schien in Auflösung begriffen. Übereifrig sprangen die Polizeibeamten jedoch aus ihren Fahrzeugen und setzten mehrere Personen fest, die anschließend einer Personenkontrolle unterzogen wurden, ein nationaler Aktivist musste dieses Prozedere sogar in Handschellen über sich ergehen lassen. Letztendlich stellten wohl auch die Polizeibeamten fest, dass eine spontane Versammlung grundgesetzlich geschützt ist und die Teilnahme daran keine Straftat darstellt, sondern elementarer Bestandteil des Grundgesetzes sind, auf welches die Beamten doch einst vereidigt worden sind. Mit Platzverweisen für den „Hörder Bruch“ endete die Kontrolle für die Betroffenen, während die meisten Anwohner und zahlreiche Aktivisten ihren Heimweg störungsfrei antreten konnten.


Nationale Aktivisten vor dem Haus von Kinderschänder Voldemar M.


Nach Ende der Flugblattverteilung fand eine friedliche Spontanversammlung statt

Prozess wird am Donnerstag (7. September 2017) fortgesetzt

Es lässt sich darüber streiten, ob „Outingaktionen“ durch Flugblätter und / oder Versammlungen das richtige Mittel politischer Auseinandersetzung ist – wenn ein solch massives Verbrechen jedoch durch die etablierte Presse verschwiegen wird und kein Nachbar weiß, wer dort wenige Meter entfernt wohnt, ist das Beenden der Anonymität Zivilcourage. Niemand kann verantworten, dass ein Mann, der sich trotz 250 vorgeworfenen Übergriffen nach wie vor auf freiem Fuß befindet und zunächst seine rechtskräftige Verurteilung abgewartet werden muss, noch einmal an einem Kind vergehen könnte, das ihm beispielsweise Nachbarn oder Bekannte überlassen könnten.

Fortgesetzt wird der Prozess am Donnerstag (7. September 2017) um 9.15 Uhr am Dortmunder Landgericht, aller Voraussicht nach in Saal 129. Die Verhandlung ist öffentlich und kann von jedermann mitverfolgt werden – auch und gerade von betroffenen Anwohnern, die in verteilten Flugblättern zu einer Prozessbeobachtung aufgefordert wurden. Auch diejenigen, welche die Vorwürfe bisher nicht glauben wollten, haben dann die Möglichkeit, sich selbst von den massiven und bestialischen Straftaten, die Voldemar M. begangen hat, zu überzeugen!

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