Muss Westbad schließen, weil die Stadt das Grundstück verkaufen will?!

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Von Beginn der Debatte über eine mögliche Schließung des Dorstfelder Westbades am bisherigen Standort im Kortental, die im Juli 2013 durch die etablierten Parteien, sowie die AfD-Fraktion im Dortmunder Rat besiegelt wurde, ließ die Stadtverwaltung keinen Zweifel an ihrem Ziel, das Bad aus Dorstfeld zu entfernen. Trotz verschiedenen Gutachtern, die keinen Kostenvorteil an einem neuen Standort, angegliedert an den Revierpark Wischlingen, zeigten, ließ sich keine Verhandlungsbereitschaft erkennen und es schien, als wolle die Verwaltung die Schließung gegen jeden Widerstand durchsetzen. Neben einer Aufwertung des Revierparks – auf Kosten der Dorstfelder Bürgerschaft, die zukünftig auf ein Schwimmbad im Nahbereich verzichten muss – könnte jedoch ein weiterer Aspekt eine Rolle gespielt haben: Wie die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt-West in einer Anfrage mitteilt, sei ihr aus vertraulichen Quellen zugetragen worden, dass es vor rund zwei Jahren Gespräche zwischen der unmittelbar neben dem Westbad ansässigen Firma Caterpillar, sowie der Stadtverwaltung gegeben habe. Angebliches Thema: Ein möglicher Erwerb des Grundstückes, dessen Zukunft seinerzeit völlig unklar war. Die CDU-Fraktion, dessen Ratskollegen im Übrigen selbst die Schließung des Westbades besiegelt haben, möchte deshalb von der Stadt wissen, ob, wann und mit welchem Inhalt solche Gespräche stattgefunden haben, was ein neues Licht auf den gesamten Vorgang werfen dürfte.

Caterpillar mit besten Kontakten in die Dortmunder Verwaltung

Ergänzend zur Frage nach einer bisherigen Kommunikation der Verwaltung mit dem Baumaschinenhersteller Caterpillar, hat die CDU-Fraktion in einer zweiten Anfrage nachgeforscht, ob es bereits Gespräche über eine potentielle Nachnutzung des Grundstückes am Kortental gegbeen hat, für das die Stadt explizit eine Nutzung als Verwaltungs- und Bürogebäude festgeschrieben hat – gut möglich, dass bereits ganz konkrete Pläne vor Augen schweben, welche den Entscheidungsprozess über eine Westbad-Schließung beeinflusst haben könnten. Dass Caterpillar über beste Kontakte in die Dortmunder Verwaltung verfügt, insbesondere auch zu SPD-Oberbürgermeister Ullrich Sierau, zeigte sich erst im Mai 2017, als der rote Politiker (begleitet vom Grünen-Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß) die „Caterpillarstraße“ einweihte, jene Straße im Dorstfelder Gewerbegebiet, an welcher sich das Firmengelände von Caterpillar befindet und die erste ihrer Art in der Westfalenmetropole ist, die nach einem privaten Unternehmen benannt ist.

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