Abteilung Größenwahn: Sierau will „Hafen-Riviera“ in der Nordstadt errichten

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Jedes vierte Dortmunder Kind wächst in Armut auf, in der Nordstadt fast jedes zweite – gleichzeitig gerät die öffentliche Sicherheit immer weiter aus den Fugen, Diebstähle und Raubüberfälle sind an der Tagesordnung, gerade in der Nordstadt sind ganze Straßenzüge ghettoisiert worden. Doch Dortmunds SPD-Oberbürgermeister Ullrich Sierau verfolgt einen eifrigen Plan: Er möchte eine „Hafen-Riviera“ schaffen, die mediteranen Flair mitten in der Nordstadt vermittelt, als Zentrum soll ein sogenannter „Heimathafen“ dienen, der zur Integration von Asylbewerbern verwendet werden soll, die häufig nicht einmal ein Recht haben, dauerhaft in Deutschland bleiben zu dürfen. Was auf den ersten Blick absurd klingt, ist traurige Realität in Dortmund: Statt endlich in den einzelnen Vierteln Politik für die Menschen zu betreiben, setzt die SPD wieder einmal auf Symbol- und Leuchtturmpolitik. Statt einer Flaniermeile am Dortmunder Hafen, die durch die hohe Kriminalitätsrate in der Nordstadt ohnehin von vielen Dortmundern gemieden werden dürfte, braucht es endlich eine soziale Politik, die Menschen aus ihren Notlagen hilft. Die dazu beiträgt, Langzeitarbeitslosigkeit und Verarmung entgegenzuwirken. Denn selbst, wenn Sieraus ambitioniertes Vorhaben gelingen sollte, das Hafenviertel um eine „Riviera“ aufzuwerten, wäre das Resultat ähnlich verheerend, wie seine bisherige Politik: Die schlechter verdienenden Bewohner des Hafenviertels würden weiter in Richtung Nordmarktghetto verdrängt, während sich die besserverdienenden Schichten in der ruhigeren Hafenlage ansiedeln würden. Eine Entwicklung, die sich in Ansätze schon heute beobachten lässt. Letztendlich würde die soziale Spaltung weiter vorangetrieben, statt endlich die Voraussetzungen zu schaffen, damit alle (!) Dortmunder ein Leben unter angemessenen Umständen in einer lebenswerten Stadt führen können!

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