Amtsgericht: Linker Demonstrant nach Laserpointer-Attacke verurteilt

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Am 23. Januar 2017 demonstrierten Aktivisten der Partei DIE RECHTE vor dem linksextremen Szenetreff „Black Pigeon“ in der Scharnhorststraße gegen eine dortige Veranstaltung mit bulgarischen Antifaschisten. Am Rande blendete ein Gegendemonstrant mehrere Personen, sowohl Veranstaltungsteilnehmer, als auch Polizisten, mit einem Laserpointer. Vor Ort konnten die Personalien festgestellt werden, später wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Letztendlich fand sich der Anti-Rechts-Demonstrant am Mittwoch (18. Oktober 2017) auf der Anklagebank des Amtsgerichts Dortmund wieder.

Geldstrafe: 60 Tagessätze wegen Körperverletzung

Der Angeklagte beteuerte vor Gericht, er hätte niemanden mit dem Laserpointer im Augenbereich blenden wollen, sondern hätte lediglich die Fahnen angeleuchtet – weshalb ein solches Anleuchten erfolgt sein soll, konnte er auf Nachfrage nicht erklären, auch ansonsten blieb seine Schutzbehauptung unglaubwürdig. Er wurde letztendlich wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 10 Euro, insgesamt demnach 600 Euro, verurteilt. Strafverschärfend wurde berücksichtigt, dass der Angeklagte, der aktuell Hartz 4 bezieht und ab dem 1. November 2017 einen Job beim neuen Amazon-Lager an der Westfalenhütte antreten will, zweifach vorbestraft ist. Auch das Bild, das der Mann vor Gericht abgab, dürfte sich nicht sonderlich positiv ausgewirkt haben: „Ich wollte mit dem Laserpointer nur die Fahnen anleuchten und keine Bullen ermorden“, äußerte er wörtlich. Letztendlich ist die Attacke wohl auch nur deshalb überhaupt vor Gericht angeklagt worden, weil Polizisten betroffen waren – wären es nur Nationalisten gewesen, wäre das Verfahren wohl wegen eines fehlenden, öffentlichen Interesses eingestellt worden.

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