Mindestens zwei Jahre: Dorstfelder Hannibal-Komplex wird zum Geisterhaus!

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Rund einen Monat nach der umstrittenen Räumung des Hannibal-Komplexes durch die Stadt Dortmund zeichnet sich ab, dass das Gebäude noch viele Jahre leerstehen wird. Mindestens (!) zwei Jahre würden die notwendigen Renovierungsarbeiten dauern, heißt es von Seiten der des Hausbesitzers „Intown Property“, nach oben scheint deutliche Luft zu sein. Statt einer Übergangslösung, dürfte für sämtliche Hausbewohner ein Fortzug aus dem Hannibalkomplex der einzige Ausweg sein. Was für die Mieter dramatisch ist, könnte den Hausbesitzer dagegen erfreuen: Er kann eine Grundsanierung des Komplexes betreiben, um anschließend z.B. auch finanzstärkeres Publikum durch eine neuangepasste Mieterstruktur anzuwerben. Doch nicht nur diese düstere Prognose sorgt momentan für Wirbel: Die Verstöße gegen den Brandschutz, die von der Stadt Dortmund als Grund für eine Räumung binnen weniger Stunden herhalten mussten, waren bereits beim Verkauf des Komplexes vor rund 8 Jahren bekannt, sie wurden sogar in einem Gutachten festgehalten, wie die „Ruhr Nachrichten“ mitteilen. Es erscheint unwahrscheinlich, dass die Stadt Dortmund von diesen Umständen nicht bereits früher Kenntnis erhalten hat.

Schlüssel in Kürze wieder beim Eigentümer

Doch es gibt noch eine dritte Neuigkeit, die am Montag (16. Oktober 2017) im Rahmen einer weiteren Bürgerversammlung bekannt wurde: Ab kommender Woche liegt die Schlüselgewalt beim Eigentümer, der zukünftig ebenso darüber entscheiden muss, wie seine Häuser am Vogelpothsweg gegen unbefugten Zutritt gesichert werden, als auch, wie die Mieter in ihre Wohnungen gelangen, um auf ihr Hab und Gut zuzugreifen. Nachdem der Eigentümer bisher nicht durch ein nennenswertes Engagement in Erscheinung getreten ist und sich mit der Stadt Dortmund juristisch über die Rechtmäßigkeit der Räumung streitet, scheint es nicht unwahrscheinlich, dass sich die Situation für die betroffenen Mieter weiter verschlechtern könnte. Während ein Großteil der Mieter bemüht ist, eine neue Wohnung außerhalb der städtischen Notunterkünfte zu finden, scheinen einige, ehemalige Mieter mittlerweile jedoch völlig verzweifelt: Sie haben sich der linksextremistischen „Sozialistischen Alternative (SAV)“ angeschlossen und lassen sich von dieser Organisation, die am Mittwoch (18. Oktober 2017) ins „Latino Sol“ (Schützenstraße 46) lädt, zu Propagandazwecken instrumentalisieren.

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3 Kommentare

  1. Abriss und Neubau !
    Selbst nach einer Sanierung wird dieses Objekt von geltungssüchtigen Wesen für Politzwecke benutzt .Also bleibt die beste Lösung der Neubau mit anschließender Ansiedlung vernünftiger Leute .

  2. Kleinholthauser on

    Ob der ‘Brandschutz’ nur ein vorgeschobener Grund war, um das Gebäude leerzuziehen? Das Ganze riecht streng nach einer konzertierten Aktion zwischen (noch) Eigentümer, Feuerwehrführung und der Stadtverwaltung. Man darf gespannt sein, was demnächst geschieht. Vielleicht ist ja ein Ankauf mit anschließender Luxussanierung zum Illegalenheim geplant? Die nächste ‘Welle’ rollt im Frühjahr an…

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