Korruptionsskandal in der Stadtverwaltung: Ehemalige Angestellte muss ins Gefängnis!

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Vier Jahre, nachdem aufgeflogen war, dass eine Angestellte der Bezirksverwaltung Hombruch über viele Jahre hinweg städtische Gelder veruntreut und sich selbst angeeignet hatte, ist klar: Die heute 61-jährige Renate H. muss ins Gefängnis. Wie die „Ruhr Nachrichten“ berichten, wurde das Urteil von drei Jahren Haft ohne Strafaussetzung zur Bewährung höchstrichterlich bestätigt – bis zu 658.692,20 soll sich H. angeeignet haben, teilweise waren ihre Taten strafrechtlich bereits verjährt. Während die Stadt Regressansprüche geltend machen möchte, sorgte das Auffliegen der Bargeldaffäre für scharfe Kritik an den mangelnden Überprüfungen innerhalb der Stadtverwaltung, auch SPD-Oberbürgermeister Ullrich Sierau geriet in die Kritik: Niemanden war offenbar aufgefallen, dass H. zwar Geldeingänge per Quittung bestätigte, das Geld aber niemals auf den dazugehörigen Bankkonten eingezahlt worden war. Nachdem die Unterschlagungen aufflogen, wurde im Rahmen von Symbolpolitik nahezu der gesamte Bargeldverkehr bei der Stadt Dortmund abgeschafft – dass sich jedoch einige korrupte Mitarbeiter, die in der Stadtverwaltung scheinbar nicht selten sind, auf anderen Wegen bereichern können, wurde jüngst im Falle eines Mitarbeiters bekannt, der über Jahre hinweg in der Kfz-Zulassungsstelle Schmiergelder entgegengenommen hatte (das „DortmundEcho“ berichtete). Schon lange fordern oppositionelle Parteien deshalb, den roten Filz in der Stadtverwaltung auszumisten und unabhängige Prüfungen durchzuführen.

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