Staatsanwaltschaft fordert mildere Strafe für Kinderschänder, weil DIE RECHTE vor seinem Haus demonstrierte!

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Es grenzt an einen Justizskandal, was sich am vorletzten Verhandlungstag (Montag, 6. November 2017) im Prozess gegen den Hörder Kinderschänder Voldemar M. zugetragen hat: Nachdem sich der Angeklagte in den letzten Prozesstagen schrittweise geständig zeigte, standen die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung im Mittelpunkt. Und die hatten einige Überraschungen parat. Von den über 250 angeklagten Missbrauchsfällen, sollen 134 Taten Gegenstand der Verurteilung sein, zudem räumte M. auch den Besitz von rund 6000 kinderpornographischen Bildern und Videos ein, die unter anderem Szenen von Vergewaltigungen zeigten. Doch wer gedacht hätte, dass der Staat gegen einen solchen Sex-Verbrecher seine Härte zeigt, wurde eines „Besseren“ belehrt: M. befindet sich nicht nur, trotz Erwartung einer hohen Freiheitsstrafe, auf freiem Fuß, sondern kann auf einen Strafrabatt hoffen, weil Anhänger der Partei DIE RECHTE vor seinem Wohnhaus im Hörder Bruch demonstrierten und die Nachbarschaft auf die Taten des Voldemar M. Hinwiesen. Dies sei strafmildernd zu berücksichtigen, erklärte die Staatsanwältin, die insgesamt eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 10 Monaten forderte, was angesichts der gravierenden Vorwürfe von Beobachtern als gering empfunden wird und durchaus nicht dem Gerechtigkeit trägt, was dem misshandelten Mädchen, das zu Beginn der Übergriffe erst 8 Jahre alt gewesen ist, widerfahren ist. Ein Mädchen, das nach Angaben der Nebenklage, die sich ansonsten den Forderungen der Staatsanwaltschaft anschloss, regelmäßig in Therapie ist und schon mehrere Aufenthalte in einer LWL-Klinik hinter sich hatte.

Verteidigung spielt die „Opfer“-Karte

Sichtlich angestachelt von den Ausführungen der Verteidigung, eine mildere Strafe für die „erlittene“ Outingaktion der Partei DIE RECHTE erhalten zu können, drückte der Anwalt von M. auf die umgangssprachliche Tränendrüse und führte aus, wie schwer der Prozess für seinen Mandanten gewesen sei. Während der Anwalt die anfänglichen Leugnungen und Lügengeschichten des Angeklagten, die er bei seiner polizeilichen Vernehmung machte, als „typisches“ Verhalten von Sexualstraftätern rechtfertigte, wurden die Vorgänge, mit denen M. seiner Nachbarschaft vorgestellt und von dieser im Anschluss kritisch begleitet wurde, hinterfragt. So sei M. Nicht nur „bloßgestellt“ worden, auch würde er von Nachbarn „bepöbelt“, sogar bei den Gerichtsverhandlungen will er sich verfolgt sehen (wobei Beobachter feststellten, dass der Angeklagte als solche Verfolgung offenbar bereits den Weg zur nächsten Straßenbahn ansieht, der nach Verhandlungsende häufig in unmittelbarer Nähe mit nationalen Prozessbeobachtern erfolgt ist). Auch das Haus von M. wäre sowohl innen, als auch außen mit Graffitis besprüht worden, die auf einen Kinderschänder hinweisen, zudem wären die Reifen des Fahrzeuges, welches der Angeklagte nutzt, zerstochen worden. Diese Umstände wären es, die M. schwer zugesetzt hätten, weshalb die Strafe nach Ermessen des Gerichtes gemildert werden sollte. Tatsächlich handelt es sich, zumindest bei der „Vorstellung“ des Angeklagten durch Flugblätter der Partei DIE RECHTE, sowie die Teilnahme an einer spontanen Protestkundgebung vor den Wohnhaus von M., um gesetzlich konforme Umgangsformen, die ein Sexualstraftäter durchaus verkraften muss, immerhin hat er sich selbst zum Gegenstand der öffentlichen Berichterstattung gemacht. Ob in der Sowjetunion, aus welcher der 66-Jährige gebürtig stammt, Flugblätter und eine Spontankundgebung ebenfalls die größten Schwierigkeiten gewesen wären, denen sich sein überführter und geständiger Sexualstraftäter ausgesetzt gesehen hätte, darf stark bezweifelt werden.

Das Urteil, welches sich nach Einschätzung von Prozessbeobachtern und der Erfahrung vergangener Prozess gegen Kinderschänder in Dortmund, nahe an den Forderungen der Staatsanwaltschaft liegen dürfte, wird bereits am kommenden Dienstag (14. November 2017) um 16.30 Uhr in Saal 24 des Landgerichtes verkündet. Wie der gesamte Prozess, ist auch die Urteilsverkündung öffentlich!

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den WhatsApp-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

13 Kommentare

  1. Manchmal denke ich, dass diese Chimäre namens Justiz nur noch herausfinden will, wie weit selbige das deutsche Volk noch kirre machen kann bevor es diese aus Steuerzahlers abgepressten Geldern viel zu üppig bezahlten Lumpen aus dem Land vertreibt.
    Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass diese Justiz FÜR das Allgemeinwohl und damit das korrekte gegenseitige Verhalten zuständig ist und was tut sie???

    “Denn ein Justiz-Collegium, das Ungerechtigkeiten ausübt, ist gefährlicher und schlimmer, wie eine Diebesbande, vor die kann man sich schützen, aber vor Schelme, die den Mantel der Justiz gebrauchen, um ihre üblen Passiones auszuführen, vor die kann sich kein Mensch hüten. Die sind ärger, wie die größten Spitzbuben,
    die in der der Welt sind, und meritiren eine doppelte Bestrafung.“
    — Friedrich der Große —

  2. ZUletzt wurde ein NPD-Mitglied wegen Kinderpornos verurteilt.

    Ist der jetzt als erster dran für eure Hinrichtung?

    Kinderpornografie: Ex-NPD-Abgeordneter muss vor Gericht – WELT
    https://www.welt.de › Politik
    19.10.2007 – Auf seinem Computer wurden Kinderporno-Videodateien gefunden. Jetzt muss sich der ehemalige sächsische NPD-Abgeordnete Matthias …
    Missbrauch, Stalking, Kinderpornos: NPD-Mann Dominique O. in U …
    http://www.endstation-rechts.de/…/missbrauch-stalking-kinderpornos-npd-mann-dominique...
    01.02.2010 – Neben Vergewaltigung und Besitz von Kinderpornografie könnte Dominique O. zudem auch wegen Stalking belangt werden. In der …
    NPD-Sympathisant handelte mit Kinderpornos: Franziskas Mörder …
    http://www.focus.de › Panorama › Aus aller Welt
    19.02.2014 – NPD-Sympathisant handelte mit Kinderpornos: Franziskas Mörder lebte in einer Welt aus Sex und Gewalt. NPD-Sympathisant handelte mit …
    Kinderpornos und Weltverschwörung: Die krude Welt im Kopf von …
    http://www.focus.de › Panorama › Aus aller Welt
    19.02.2014 – Auf Facebook bewegte sich der mutmaßliche Täter im Umfeld rechtsextremer Gruppen, sympathisierte mit der NPD und den „Patrioten …
    Kinderpornos: NPD-Sprecher unter Verdacht – Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de › Printarchiv › Politik (Print)
    25.11.2006 – Gegen den Dresdner NPD-Abgeordneten Matthias Paul läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Besitzes von Kinderpornografie.
    Kinderporno-Ermittlungen: NPD-Politiker tritt zurück – n-tv.de
    http://www.n-tv.de › Politik
    24.11.2006 – Sachsens NPD-Landtagsfraktion zerfällt immer weiter: Nach Vorwürfen wegen des Verdachts der Kinderpornografie legte der Abgeordnete …
    NPD-Skandale – Betrug und Kinderporno – YouTube
    https://www.youtube.com/watch?v=3qOYjjJzqh0
    09.04.2007 – ARD-Panorama (11.01.2007) Panorama über den Zerfall der NPD im sächsischen Landtag. September 2004 zog die NPD in den sächsischen …
    Die größten Straftäter der NPD – YouTube
    https://www.youtube.com/watch?v=y9iI71a9dBk
    11.01.2010 – Ein Beitrag von Xtra3 über die Verbrecher der NPD. … Matthias Paul fehlt da aber noch, der, der Kinderpornos hatte… zwar nicht der …
    Matthias Paul (Politiker) – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Paul_(Politiker)
    Matthias Paul (* 24. Februar 1977 in Meißen) ist ein deutscher Politiker der NPD. Im Jahr 2004 wurde er für die NPD in den Sächsischen Landtag gewählt, legte sein Mandat aber 2006 wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie nieder.
    Kinderporno-Verdacht: NPD-Landtagsabgeordneter legt Mandat …
    http://www.tagesspiegel.de › Politik
    24.11.2006 – Der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Matthias Paul hat einem … gegen Paul wegen des Verdachts der Kinderpornografie ermittelt wird.

    • Zuletzt = 2007.

      Wenn Sie schon soweit in die Vergangenheit gehen müssen, ist das doch ein Eingeständnis, welchen Schwachsinn Sie verzapfen. Und um die Frage zu beantworten: Für Pädophile in den Reihen rechter Organisationen sollten keine anderen Regeln gelten, als für den Rest der Bevölkerung!

      • NEIN, Pädophile die sich in rechten Zusammenhängen tummeln und als solche einwandfrei überführt werden sollten sogar WESENTLICH härter bestraft werden als die BRD Systemlinge. Wer sich in unseren Reihen bewegt und so ein heuchlerisches Dreckschwein ist, an dem sollte man ein Exempel statuieren.

    • Ich finde das einfach schlimm!
      Warum macht dieser NPD-Sympathisant Dinge die bei uns Grünen 10 Jahre lang im Parteiprogramm stand? Kann der nicht lieber mit B90/Grüne sympathisieren?

    • Ist da nicht eher die Staatsanwältin verantwortlich?
      Es liegt nicht im Einflussbereich von Aktivisten, die auf einen Sexualstraftäter hinweisen, welches Urteil gefällt wird. Zumal gerade jene Aktivisten, eine viel höhere Strafe für angebracht halten.

      “Beglückwünsche” also die Staatsanwältin für ihr mildes Urteil.

      Auf die Idee, daß die Aktivisten durch ihre Enttarnungsaktion, evtl. weitere Taten verhindert haben, bist du wohl auch noch nicht gekommen. Aber deiner Meinung nach, hätten sie sich ja besser zurück halten sollen, damit die Nachbarschaft nicht Bescheid weiß…
      Würdest du wissen wollen, ob so ein Sextäter in deiner Nachbarschaft wohnt oder nicht?
      Schon mal an die Kinder gedacht?

    • Propaganda Panda on

      @Lucas

      Ein Juwelier hat eine Platinuhr für eine halbe Million Euro ins Schaufenster gelegt. Ein Räuber kommt und überfällt den Juwelier mit vorgehaltener Waffe und raubt die Uhr. Finden sie das die Polizei erst mal den Juwelier ins Gefängnis stecken sollte weil er schuld ist das die Uhr geraubt wurde , da er sie ja ins Schaufenster gelegt hat? Sollte man den Räuber straffrei entkommen und die Uhr auch noch behalten lassen?
      Wenn nein, warum nicht? Diese Geschichte flogt nämlich ihrer Logik beim vorherigen Artikel……..

    • “Glückwunsch ihr Vollspacken, habt mal so ganz dezent ein höheres Urteil durch Aktion und Anwesendheit verhindert.”

      Wenn ich das recht verstehe wird in der BRD also ausschließlich nach politischen und nicht strafrechtlichen Gesichtspunkten geurteilt? Die BRD ist also kein “Rechtsstaat” nach üblicher Definition?

  3. Bei den milden Richtern brauch der eh keine Angst zu haben.
    Derzeit wird ja der Sprengstoffanschlag auf offener Strasse gegen Passanten am letztem Sylvester in Datteln verhandelt.
    Der Attentäter drückte auf die Tränendrüse und ging mit einem gehörigen ‘Du,Du,Du’ Grinsend und laut auf die Schenkel klopfend wieder nach hause.

Hinterlassen Sie einen Kommentar