Heizung abgeschaltet: Geräumten Hannibal-Komplex droht der Verfall!

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Was zunächst noch als Spekulation galt, ist seit Jahresbeginn 2018 Gewissheit: In dem seit September 2017 durch die Stadt Dortmund geräumten Hannibal-Hochhauskomplex im Stadtteil Dorstfeld wurde die Heizung zunächst abgeschaltet, sie wird mittlerweile sogar demontiert – dies berichtet der Lokalsender „Radio 91.2“. Auch die Wasserzufuhr sei mittlerweile eingestellt worden. Ohne ein weiteres Beheizen droht dem Komplex ein schneller Verfall, sowie eine dauerhafte Unbewohnbarkeit – ob jemals wieder neue Bewohner einziehe werden oder irgendwann die Abrissbirne anrollt, ist deshalb zum aktuellen Zeitpunkt gänzlich unklar. Fest steht jedoch, dass Wohnraum für rund 1000 Menschen leichtfertig zerstört wird, bis heute ist es der Stadt und dem Eigentümer, der „Intown Property“, offenbar nicht gelungen, ein gemeinsames Konzept zu entwerfen bei dem die Menschen im Mittelpunkt stehen, die den Hannibal eigentlich bewohnen sollten. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass beide Seiten ihr Süppchen Kochen und auf ihren Positionen verharren – Leidtragende sind vor allem die ehemaligen Hannibalbewohner, die z.T. noch immer in Notunterkünften leben müssen.

Bildquelle: de.wikipedia.org / CC BY-SA 2.0 de

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6 Kommentare

    • Immobilienj.... on

      @ Profiteur

      Ganz genau so ist es, Kollege.-
      Was interessieren uns die “Hartzer” und andere arme Abgebrannte in diesem ( vorsorglich absichtlich herbeigeführten, … aber PSSST ;-)) runtergekommenen Zustand des “Hannibal”, … einen feuchten Dreck. … HA, … wenn diese Deppen nur wüßten … ;-)).-
      Die bisherigen Mieter passen leider nicht mehr in das Profil unserer aktuellen Klientel, … tja, so ist das eben, … fressen und gefressen werden, … Geld regiert die Welt, … das Leben ist kein Ponyhof, … etcetera, etcetera,pepe.-
      Anschließend bauen wir eine schönes und profitables Eigentumswohnungs-Ghetto mit ein paar Kaninchenstall-Reihenhäusern garniert auf das Baugrundstück, verkaufen einen Teil nach und nach und den anderen Teil bringen wir mit horrenden Mieten an den Mann/die Frau, … die Investitionskosten für Abriss und Neubau haben sich nach kurzer Zeit schon amortisiert und wir verdienen uns auf jeden Fall dumm und dämlich ( … die Zuschüsse von der öffentlichen Hand fallen da schon gar nicht mehr ins Gewicht ), … es ist fast wie eine Lizenz zum Gelddrucken 😉

  1. Ein Schelm wer da etwas politisches erkennt ! Da wird ein Gebäude geräumt ,weil die Feuerwehr
    sich passen geäußert hat . Aber der Gebäude Zwilling an der Bornstrße ist weiterhin bewohnbar . Komisch,bei gleicher Konstruktion und den selben Materialien ist es unbedenklich??? Seltsam ,ist da eine Gesinnung am Werke ?

  2. Ja, ein Horrorszenario für alle Betroffenen. Korrupte und geldgierige Vermieter können hierzulande das Geld einkassieren, sich ungestraft aus der Verantwortung ziehen, und trotz der bereits über Jahre festgestellten Mängel fehlt es sogar den Verantwortlichen des Beschlusses dieser Zwangsmaßnahme der Stadt an Organisations- und Fachkompetenzen. Was schon Jahre früher vom Bau-, Sozial- und Wohnungsamt hätte bedacht und entsprechend Hilfemaßnahmepläne strukturiert und vorgeplant werden MÜSSEN, ist zum Leid der Bewohner, Familien, ehrlichen Steuerzahlern bisher NICHT erfolgt. Akute, wirksame Unterstützung oder finanzielle Entschädigung kriegen wir nicht, ggf. verlieren wir (und davor hab ich als alleinerziehende Mutter am meisten Angst), auf solchem unmenschlichen Wege neben unserer Bleibe, unserem sozialen Netzwerk auch unsere Arbeitsplätze und können uns bald nach längerer Krankmeldung auch gleich HarzIV melden.

    Für all diese und noch weitere körperlichen und psychischen Folgen hab ich mir in den letzten acht Jahren in dieser Stadt gemeinsam mit meiner Tochter versucht eine Existenz aufzubauen, herzlichen Dank Intown, danke Dortmund, danke Deutschland!

  3. Manuela Berger on

    Der Eindruck, dass beide Seiten ihr Süppchen kochen, drängt sich auch in der Godefriedstrasse auf. Dort hat der Rat der SPD Dortmund die Luxussanierung des Investors Berke zulasten 128 Sozialwohnungen durchgewunken. Jetzt wird massiv, und mit Drückermethoden entmietet.

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