Silvesternacht: Afrikaner belästigen Frau, Attacke auf Polizisten in der Nordstadt, friedliche Feiern in Dorstfeld

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Seit den Ereignissen der Kölner Silvesternacht 2015 / 16 herrscht am letzten Tag des Jahres in deutschen Großstädten Ausnahmezustand. Auch in Dortmund hatten sich Polizei und Stadt intensiv auf den Jahreswechsel vorbereitet, es gab mehrere Feuerwerksverbotszonen in der Innenstadt, außerdem waren Einsatzhundertschaften und Unterstützungseinheiten aufgefahren worden. Während im Vorjahr ein rund tausendköpfiger Mob – überwiegend fremdvölkischer Herkunft – rund um den „Platz von Leeds“ in der Dortmunder Innenstadt randalierte, Polizisten Angriff und auch die Reinoldikirche mit Pyrotechnik beschoss, blieb es zu Silvester 2017 / 18 überwiegend friedlich, die Polizei setzte innerhalb des Wallbereiches auf massive Präsenz und konnte so aggressiven Menschenansammlungen im Ansatz begegnen. Es ist zwar positiv zu begrüßen, dass dieses Konzept aufgegangen ist, alleine der Umstand, an Silvester sämtliche Hundertschaften Nordrhein-Westfalens im Einsatz zu habenn, sowie darüber hinaus allgemeine Bereitschaft anzuordnen, ist bezeichnend für die allgemeine Unsicherheit, die in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch die anhaltende Masseneinwanderung, zu genommen hat. Ganz friedlich blieb es jedoch auch in Dortmund nicht, insgesamt wurden 15 Strafanzeigen geschrieben, außerdem konnten im Rahmen des Einsatzes mehrere Drogendealer festgenommen werden.

Afrikaner nach Sexattacke am HBF-Nordausgang festgenommen

Erneut hat es jedoch auch mindestens eine Sexattacke gegeben: Wie die Polizei mitteilt, beobachteten zivile Beamte gegen 1.30 Uhr, wie zwei Männer eine 32-jährige Frau im Bereich der Steinstraße, nördliches des Hauptbahnhofes, sexuell belästigen. Die Polizisten eilten der Frau zuhilfe und konnten einen 18-jährigen Tatverdächtigen festnehmen, der auf dem afrikanischen Guinea stammt. Sein Mittäter ist noch flüchtig.

Polizisten in der Nordstadt mit Gaspistole bedroht

Wenige hundert Meter weiter, vor einer Gaststätte an der Bornstraße, kam es zudem zu einem weiteren, herausragenden Einsatz der Silvesternacht: Zunächst wurden Polizisten zu einer Schlägerei alarmiert, die sich auf der Straße zutragen würde. Als die Polizisten die etwa 15 Kontrahenten, die u.a. mit Glasflaschen aufeinander einschlugen, ansprachen,richtete sich die Aggression gegen die Beamten selbst. Es kam zu Beleidigungen, Bedrohungen und Angriffen, sogar eine Gaspistole wurde auf die Polizisten gerichtet. Erst durch den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray gelang es, drei Angreifer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren festzunehmen. Die Nationalität wird in der polizeilichen Veröffentlichung nicht explizit erwähnt, es liegt jedoch angesichts des Tatortes nahe, dass es sich bei den Beteiligten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um Deutsche handeln wird.

Friedliche Silvesterfeierlichkeiten in Dorstfeld

Ein gänzliches anderes, deutlich friedlicheres Bild ergab sich aus dem nationalistisch geprägten Stadtteil Dorstfeld, wo es in den vergangenen Jahren nach polizeilichen Provokationen mehrmals zu Auseinandersetzungen mit Anwohnern gekommen war, die z.T. größere Polizeirepressionen nach sich zogen, erwähnt sei beispielsweise die Silvesternacht 15 / 16, als es zunächst am Wilhelmplatz zu einer direkten Konfrontation kam, ehe Polizisten anschließend ein Wohnhaus in der Thusneldastraße stürmten und wenige Wochen später bei einer daraus resultierenden Razzia sogar einen Hund erschossen (das „DortmundEcho“ berichtete seinerzeit ausführlich). Während die Polizei im vergangenen Jahr mit einem Großaufgebot rund um den Wilhelmplatz präsent war und offenbar nur auf einen Anlass wartete, Nationalisten erneut kriminalisieren zu können (und bei größeren, feiernden Menschenmengen, egal welcher politischen oder gesellschaftlichen Herkunft, findet sich irgendwann immer ein Anlass zum Einschreiten, wenn nur lange genug gesucht wird, woraus sich durch Solidarisierungseffekte beider Seiten usw. schnell eine angespannte Situation entwickeln kann), wurde 2017 offenbar eine andere Taktik angewandt, die tatsächlich unter dem Stichwort „Deeskalation“ stehen könnte. Die sichtbare Präsenz der Polizei beschränkte sich um Mitternacht lediglich auf einen Wagen der „szenekundigen Beamten“ des polizeilichen Staatsschutzes, statt wie in den Vorjahren den Wilhelmplatz regelrecht zu umstellen. Im Bereich der Emscher- und Thusneldastraße wurde ausgiebig und fröhlich gefeiert, zu Straftaten oder sogar Gewalttaten kam es nicht, im Gegenteil: In Dorstfeld wurde eine gänzlich ruhige Silvesternacht verbracht. Auch die Reste eines Silvesterfeuers, welches auf öffentlich zugänglichen Privatgelände zwischenzeitlich brannte, wurden im Nachgang durch rechte Anwohner selbst entfernt, nachdem die Feierlichkeiten beendet waren. Ob die polizeiliche Taktikänderung lediglich auf einen Mangel an Kräften in der Silvesternacht zurückzuführen ist oder tatsächlich ein bewusster Versuch der Deeskalation und der Wahrung von Verhältnismäßigkeit gewesen ist, lässt sich lediglich spekulieren. Die Feststellung „Weniger ist manchmal mehr“ dürfte aber durchaus zutreffend gewesen sein!

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3 Kommentare

  1. “konnten einen 18-jährigen Tatverdächtigen festnehmen, der aus dem afrikanischen Guinea stammt.”

    Der Afrikaner wird ja jetzt wohl umgehend abgeschoben ?

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