NRW

Die Wut wächst: Über 1200 auf spektrenübergreifender „Mütterdemonstration“ in Bottrop!

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Am Samstag (3. März 2017) demonstrierten etwa 4000 Bürger, die sich aus den verschiedensten, politisch rechtsgerichteten Spektren zusammensetzten, durch Kandel (Rheinland-Pfalz), um an die Ermordung der 15-jährigen Mia zu erinnern und die politischen Verantwortlichen anzuprangern. Gleichzeitig fand in Berlin die quartalsmäßig durchgeführte „Merkel muss weg“-Demo statt,bei der sich etwa 400 Teilnehmer einfanden. Während Kandel eine erfreulich große Masse auf die Straße gebracht werden konnte, bei deren Mobilisierung jedoch auf eine bundesweite Resonanz zurückgegriffen werden konnte, fand das bemerkenswerteste Ereignis des Wochenendes am Sonntag (4. März 2018) mitten im Ruhrgebiet, in Bottrop, statt: Zwischen 1200 und 1500 Teilnehmer fanden sich bei einer regional beworbenen Demonstration, die unter dem Motto „Mütter gegen Gewalt“ stand, ein – fast alle stammten aus Nordrhein-Westfalen, viele davon aus dem Ruhrgebiet. Es könnte der Anfang sein, endlich das Potential des größten, deutschen Ballungsraumes abzurufen und Massenproteste zu organisieren. Doch nicht nur die Teilnehmerzahl ist positiv zu werten, auch das Teilnehmerspektrum der explizit parteiunabhängig organisierten Demonstration war durchaus vielfältig, vielleicht so vielfältig, wie bei selten einer Veranstaltung zuvor. Neben unorganisierten „Wutbürgern“ fanden sich Islamkritiker, “Pegidianer” und einige AfD-Politiker ebenso ein, wie organisierte Fußballfans, in größerer Zahl vor allem von Rot Weiß Essen, aber auch aus Duisburg, die „Identitäre Aktion“ und einige „Identitäre“, mehrere NPD-Vertreter und eine große Delegation der Partei DIE RECHTE. Vom bundesrepublikanischen Patrioten über Nationalisten, bis hin zu offen systemfeindlichen Kräften, war ein Querschnitt „rechts der CDU“ vertreten. Distanzierungen oder unnötige Provokationen, die in der Vergangenheit beispielsweise durch das Zeigen von Israel-Fahnen aus dem islamkritisch-zionistischen Spektrum immer wieder begonnen wurden, blieben aus. Im Mittelpunkt stand der kleinste, gemeinsame Nenner, die Kritik an der unkontrollierten Asyleinwanderung und der zusammenbrechenden, öffentlichen Ordnung. Trotz – oder gerade – wegen dieser gemeinsamen Agitation ist es jedoch aus nationaler Sicht wichtig, die eigenen Standpunkte offensiv zu vertreten und sich nicht um der Anbiederung Willen weichspülen zu lassen.

Nationaler Widerstand: In die Offensive gehen!

Während die Organisatoren ähnlicher Veranstaltungen regelmäßig gegenüber der Presse eine Zusammenarbeit mit nationalen Kräften leugnen, sich aber ansonsten gerne über steigende Teilnehmerzahlen freuen, müssen sich auch Nationalisten die Frage stellen, wie sie bei bürgerlichen Veranstaltungen angemessen agieren. Einerseits bedarf es Respekt für das gemeinsame Ziel, wodurch gegenüber Verhaltensweisen, die auf einer nationalen Demonstration nicht hingenommen würden, zwangsläufig eine gewisse Toleranz gezeigt werden muss – gerade diejenigen, die gebetsmühlenartig auf das schlechte Auftreten nationaler Demonstrationen verweisen, müssten bei manch einer „bürgerlichen“ Demonstration in Schockstarre verfallen, nicht selten lassen sich solche Veranstaltungen in Teilen durchaus als „Freakshow“ bezeichnen. Gleichzeitig darf diese Toleranz aber nicht dazu führen, eigene Inhalte aufzugeben. So sollte gerade die nationale Opposition durch ein ordentliches Auftreten den vielen, zumeist unorganisierten Demonstranten ein Vorbild sein, um bereits auf diesem Wege Barrieren abzubauen und den persönlichen Kontakt fördern, bei dem – wie auch das Beispiel in Bottrop gezeigt hat – die inhaltlichen Positionen manch eines vermeintlich „bürgerlichen“ Demonstranten nicht allzu weit von denen der nationalen Bewegung entfernt lagen. Zukünftig muss ein gesundes Mittelmaß gefunden werden, um die eigenen Positionen, auch in Form von Flugblättern, Bannern und Parolen zu vertreten und deutlich zu machen, dass es um mehr als ein gebetsmühlenartig wiederholtes „Merkel muss weg“ geht, ohne aber Konflikte, die sich kein Veranstalter wünscht und die unter der Teilnehmerschaft nicht förderlich sind, unnötig zu entfachen. Wenn dieser Mittelweg konstruktiv umgesetzt wird, gelingt es der nationalen Bewegung auch, Einfluss auf deutlich größere Veranstaltungen zu nehmen, die zwangsläufig kommen müssen, wenn weitere Bevölkerungsteile aufwachen. Das Ziel muss dabei immer vor Augen sein: Nationale Strukturen stärken, Menschen mit einer fundamentalen Systemkritik, die über wahltechnische Geplänkel und tagespolitische Ablehnung von CDU, SPD und Co hinausgeht, zu erreichen und letztendlich aus Kritikern unversöhnliche Feinde dieses Systems werden zu lassen!

Die Veranstaltung in Bottrop verlief im Übrigen ohne Störungen, der Gegenprotest bewegte sich mit etwa 200 Personen angesichts der hohen, rechten Teilnehmerzahl in einem verschwindend geringen Bereich und auch ein Demonstrationszug durch die Innenstadt wurde problemlos durchgeführt. Eine gute Vorlage, um im Ruhrgebiet anzuknüpfen und den Protest in weitere Städte zu tragen, vor allem in die sozialen Brennpunkte der Großstädte!

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