“Kaput Krauts”: Offizieller Twitter-Account der Stadt Dortmund verhöhnt Bombenterror gegen deutsche Städte

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Es ist die nächste Geschmacklosigkeit der Stadt Dortmund. Nachdem die rechte Ratsgruppe eine offizielle Anfrage eingereicht hatte, weshalb die Stadt auf ihrer offiziellen Internetpräsenz einen Auftritt der linksextremen Band „Feine Sahne Fischfilet“ bewirbt, reagierte die Stadt auf „ihre“ eigene, offenbar ebenfalls linksextreme Art und twitterte am Samstag, dem Tag des FSF-Auftritts „Besonders gerne weisen wir darauf hin, dass @feinesahne heute ein ausverkauftes Konzert in der Phoenix Halle spielt #nonazisdo“. Als wäre diese Verherrlichung von Linksextremismus durch die Stadtverwaltung nicht genug, wird auch ein Foto der Musiker abgebildet. Mitten drin: Ein Bandmitglied, welches ein Shirt mit der Aufschrift „Kaput Krauts“, sowie einem Bombenflieger trägt. Offenbar findet es die städtische Pressestelle lustig, dass deutsche Städte in der Endphase des 2. Weltkrieges in Schutt und Asche gelegt worden sind, allen voran der alliierte Bombenterror gegen Dresden, aber auch die Dortmunder Innenstadt wurde am 12. März 1945 zu mehr als 90 Prozent bei einem der schwersten Luftangriffe des gesamten Krieges zerstört. Wohlgemerkt, zu einem Zeitpunkt, als die Alliierten vor den Toren der Stadt standen und es keine militärische Notwendigkeit für einen solchen Luftschlag gegeben hat, bei dem vor allem Frauen, Kinder und Greise ermordet wurden.

DIE RECHTE kündigt parlamentarische Aufarbeitung an

Gegenüber dem „DortmundEcho“ erklärte Stefan Reuters, Pressesprecher der Partei DIE RECHTE in Dortmund: „Auch die jüngsten Entgleisungen der Stadt Dortmund werden wir Aufarbeiten und Oberbügermeister Ullrich Sierau direkt damit konfrontieren, ob er es als Humor, als ein paar „kaputte Krauts“, bezeichnet, dass Frauen, Kinder und Greise durch alliierten Luftterror ermordet wurden. Wir werden dafür sorgen, dass Sierau Verantwortung für seine Pressestelle übernehmen muss. Eine solche Anspielung, die keine andere Auslegung zulässt, als die deutschen Bombenopfer zu verhöhnen, ist wenige Tage vor dem 12. März, dem Jahrestag der Bombardierung unserer Stadt, an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten. Statt gegen die Opfer unseres Volkes zu hetzen, wird es endlich Zeit füreine würdige Erinnerungskultur!

Unklar ist bisher im Übrigen, welcher der drei städtischen “Social-Media-Betreuer”, Soeren Spoo, Nadja Lucas und Elena Hesterkamp, den Tweet abgesetzt hat. Auch dies wird jedoch von der rechten Ratsgruppe aufgeklärt werden. Bei dieser Gelegenheit wird dann ebenfalls untersucht, weshalb die Stadt ohne Namenskürzel des jeweiligen Autors twittert und wie im Streitfall eine Zuordnung des Beitrages zu einem der drei Verantwortlichen möglich sein soll.

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