Lindenhorst: Stadt erteilt Baugenehmigung für Moschee und vergleicht Minarett mit Kirchturm

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Offenbar soll es bei der Errichtung einer umstrittenen Moschee an der Lindenhorster Straße im gleichnamigen Dortmunder Stadtteil schnell gehen: Nachdem das „DortmundEcho“ Mitte Februar 2018 über das Vorhaben berichtete, liegt der zuständigen Bezirksvertretung Eving für ihre Sitzung am kommenden Mittwoch (14. März 2018) eine Kenntnisnahme vor. In dem Schreiben, für das sich Bauderzernent Ludger Wilde verantwortlich zeigt, heißt es lapidar, „Die Bezirksvertretung Eving nimmt die Entscheidung der Verwaltung, eine Baugenehmigung nach § 34 BauGB zu erteilen, zur Kenntnis“. Statt die Öffentlichkeit einzubinden oder gar auf die deutliche Ablehnung aus der Bevölkerung zu reagieren, hat die Verwaltung ohne Einbindung politischer Gremien eine Baugenehmigung für den Moscheekomplex erteilt, der nicht nur Kuppel und ein knapp 20 Meter hohes Minarett beinhaltet, sondern auch einen eigenen Kindergarten, sowie ein externes Gebäude mit 18 Wohneinheiten. Ob ein solches Verhalten der Stadtverwaltung jedoch geeignet ist, die Proteste aus der Bevölkerung im Keim zu ersticken, darf bezweifelt werden: Gerade das ignorante Vorgehen sollte Anlass genug sein, die Stimme gegen die Lindenhorster Großmoschee zu erheben!

Verwaltungsvorlage täuscht über Nutzung des Gebäudes

In der Verwaltungsvorlage, die der Evinger Bezirksvertretung vorliegt, wird die Errichtung eines „Gemeindehauses in behindertengerechter Ausführung mit Gebetsräumen in Erd- und Obergeschoss sowie einem Treff für Gemeindeangehörige nebst Sozialräumen im Kellergeschoss“ mitgeteilt, ohne dass dabei in einem Wort erwähnt wird, dass es sich bei dem Gebäude um eine Moschee heißt. Dreisterweise wird behauptet, „Angaben über den zukünftigen Nutzer liegen nicht vor“, obwohl selbst der Presse zu entnehmen war, dass die Moschee durch eine bosnische Islamgemeinde betrieben werden soll, die derzeit noch in Derne beheimatet ist. Während die Vorlage auskommt, ohne ein einziges Mal das Wort „Moschee“ zu verwenden, wird in Nebensätzen mitgeteilt, das ein 19,70 m hohes Minarett, sowie eine rund 17 Meter hohe Glaskuppel errichtet werden sollen. Lediglich Durchsagen des Muezzins seien (noch) nicht geplant. Aus den Bauunterlagen geht hervor, dass bereits im Juli 2017 Planungen durch ein Architektenbüro aufgestellt worden waren, rund ein dreiviertel Jahr später scheinen die Planungen für das Grundstück Lindenhorster Straße 80 – 82 in trockenen Tüchern zu sein.

Kirchturm-Vergleich lässt politisches Feingefühl vermissen

Wie gleichgültig der steigende, islamische Einfluss im öffentlichen Raum hingenommen wird, durch den eine schrittweise Landnahme in Mitteleuropa erfolgt, zeigen die weiteren Ausführungen des Bauderzernenten Wilde: „Gemäß eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts (4 C 50.89 v. 27.02.1992) gehören Betsäle und Koranschulen zu den Anlagen für kirchliche Zwecke im Sinne der
Baunutzungsverordnung. Somit ist auch das beantragte Vorhaben zu den kirchlichen,
kulturellen und sozialen Einrichtungen zu zählen, die ausnahmsweise im Gewerbegebiet
zulässig sind
“. In aller Deutlichkeit wiederholt Wilde mit der Feststellung „Das Minarett ist einem Kirchturm gleichzusetzen“ zudem, dass es keine Bedenken gegen die Errichtung eines 20 Meter hohen Minaretts gibt, welches nicht nur in einem Gewerbegebiet deplaziert ist, sondern auch als Symbol einer politischen Religion begriffen wird. Während Kirchtürme jedoch eher bei Abrissplanungen thematisiert werden, steigt die Zahl der Minarette und repräsentativen Großmoscheen immer weiter an, wodurch der arabisch-islamische Einfluss auch im öffentlichen Raum deutlich sichtbar wird.

Auch, wenn die Verwaltung die Entscheidung gefällt hat, gilt es Widerstand gegen die Moscheeerrichtung in Lindenhorst zu organisieren und Proteste durchzuführen. Es wäre nicht das erste Projekt, das durch Anwohnerklagen, Straßenproteste und deutlichen Druck au die dafür verantwortlichen Politiker ins Stocken gerät. DIE RECHTE hat bereits angekündigt, allen Lindenhorstern zur Seite zu stehen und dabei durch die lokalpolitische Verankerung im Viertel selbst Initiative zu ergreifen. Letztendlich wird die Frage sein, wie hoch der politische Preis für eine weitere Moscheeeröffnung wird und ob die etablierten Parteien angesichts immer größerer Vertrauensverluste, nicht zuletzt durch den Fall Anis Amri, der in mehreren Evinger Moscheen ein und ausging, bereit sind, eine noch größer Zahl Evinger Bürger gegen sich aufzubringen. Die Forderung, die sie erfüllen müssen, um auf die Bürger zuzugehen, ist eindeutig und nicht zu verhandeln: Keine Moschee in Lindenhorst!

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