Nach Terrorplakat auf Südtribüne: Türkische Ultras kündigen Vergeltung bei BVB-Anhängern an

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Borussia Dortmund ist in einen politischen Konflikt geschlittert, der es in sich hat. Nachdem einige Linksextremisten am Sonntag (11. März 2018) beim Heimspiel der Borussia gegen Eintracht Frankfurt auf der Südtribüne ein Plakat hochhielten, das Solidarität mit kurdischen Terroristen um die YPG, eine PKK-nahe Organisation fordert (das „DortmundEcho“ berichtete), gibt es jetzt ein Antwort türkischer Nationalisten. Vor dem BVB-Mannschaftsbus, der sich derzeit anlässlich des heutigen Spiels bei RB Salzburg in Österreich befindet, posieren mehrerer Mitglieder der als nationalistisch geltenden, türkischen Ultra-Gruppierung „Ultras Aslan“, die zwar in erster Linie den Verein Galatasaray begleitet, jedoch insgesamt als politisch und AKP-nah gilt. Gegenüber den Dortmunder Anhängern kündigten Ultras Aslan an: „Wir warten auf euch, kommt alle! Wir werden eure Gelbe Wand zum einstürzen bringen!“. Offenbar wird die Banneraktion auf der Südtribüne, die einmal mehr der kleinen, aber aktiven und öffentlichkeitssuchenden Gruppe Ballspielvereint um Stephan Daiber und Kolja Saalfeld zuzurechnen ist, auf die gesamte Fanszene projiziert.

BVB-Fans müssen entschieden gegen Vereinnahmung vorgehen

Dass die BVB-Vereinsführung angesichts der angespannten Lage zwischen Türken und Kurden schweigt und eine Sympathiebekundung für Terroristen auf der Südtribüne offenbar toleriert, überrascht nicht, auch in der Vergangenheit galt für die Mitglieder von „Ballspielvereint“ Narrenfreiheit, schließlich handelt es sich um wichtige Verbündete im „Kampf gegen Rechts“, denen der gesamte BVB-Vorstand den Rücken gerne freihält. Alle anderen Fans der Borussia wären aber gut beraten, entschieden gegen die Instrumentalisierung von Spielen der Borussia vorzugehen: Weder eine Sympathiebekundung für die eine, noch die andere Seite, hat in einem deutschen Fußballstadion von deutschen Fans etwas zu suchen, ganz unabhängig davon, dass die Symbole der YPG in der Bundesrepublik ohnehin verboten sind und es bereits die Durchsetzung der Rechtsordnung gebieten würde, dagegen vorzugehen. Wenn jedoch ein gesamter Verein mit seiner Anhängerschaft in den Ruf gebracht wird, kurdische Terrormilizen zu unterstützen, die auch im syrischen Bürgerkrieg für eine Destablisierung verantwortlich sind und lange Zeit gegen den legitimen Präsidenten Bashar Al-Assad kämpften, wurde eine Grenze überschritten. Es bleibt mittelfristig abzuwarten, wie sich zuküntige Spiele gegen türkische Mannschaften gestalten und es ist kurzfristig von Interesse, ob es eine Gegendarstellung der Fangruppierungen gibt, um ich dem Verdacht zu entziehen, als Unterstützer der PKK zu gelten. Auf die BVB-Führung können die Fans dabei offensichtlich nicht hoffen, denn die schweigt und toleriert damit das gezeigte Banner.

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