Gerüchteküche: Sierau soll bis 2020 parteiintern abgesägt und zum BVB „befördert“ werden

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Hinter vorgehaltener Hand wird in Dortmund schon lange über die Zukunft von SPD-Oberbürgermeister Ullrich Sierau spekuliert. Nachdem sich Sierau bei der Stichwahl 2014 nur denkbar knapp gegen seine CDU-Herausforderin durchsetzen konnte, gilt ein erneuter Wahlsieg als keinesfalls gesichert und für die SPD wäre eine Niederlage in ihrer Herzkammer ein Offenbarungseid. Im Jahr 2018 sollen deshalb, so heißt es aus gut unterrichteten Kreisen innerhalb des Dortmunder Rathauses, die Weichen für die Kommunalwahl 2020 gestellt werden. In den Hinterzimmern der Genossen wurde offenbar bereits ein Drehbuch entworfen, das schrittweise umgesetzt wird. Zunächst soll demnach beim SPD-Unterbezirksparteitag am 28. April 2018 der bisherige Leiter der Wirtschaftsförderung, Thomas Westphal, in den lokalen Vorstand gewählt und somit im politischen Licht verstärkt etabliert werden. Anschließend soll Sierau aus seinem Posten, der dem Sozialdemokraten bisher durchaus gut gefällt, gelockt werden – hier kommt Borussia Dortmund ins Spiel, wo der derzeitige Präsident Reinhard Rauball 2019 altersbedingt aus dem Amt ausscheidet. Auch Rauball ist Genosse, er war sogar für ganze sieben (!) Tage nordrhein-westfälischer Justizminister, ehe er nach einem bekanntgewordenen Skandal seinen Hut nehmen musste. Wenn Rauball schließlich 2019 als Präsident ausscheidet, soll Sierau sein Amt bekleiden und zukünftiger BVB-Präsident werden. Was einerseits ein Schlag ins Gesicht für die vielen Borussiafans wäre, die ausgerechnet den Mann, der für die Überfremdung und den Niedergang unserer Stadt mitverantwortlich ist, auch noch im sportlichen Bereich vorgesetzt bekämen, klingt für Kenner der Lokalpolitik durchaus nicht unwahrscheinlich. Als BVB-Präsident könnte Sierau weiterhin im Rampenlicht stehen, eine Art Führungsposition in Dortmund ausüben und müsste nicht von der Bevölkerung, die zusehens das Vertrauen in die rote Politik verliert, gewählt werden.

SPD-Kandidat 2020 soll Thomas Westphal werden

Wenn Sierau schließlich wegbefördert wurde, steht einer öffentliche Proklamation des neuen Kandidaten, Thomas Westphal, nichts mehr im Wege. Auch er müsste freilich noch von der Dortmunder Bevölkerung gewählt werden, doch wird bereits jetzt versucht, Westphal als eine Art Umschwung innerhalb der SPD zu verkaufen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Versuche, der sozialfeindlichen SPD-Politik eine andere Maske zu geben, schnell durchschaut werden. Denn: Ob mit Sierau oder Westphal, der rote Filz bleibt gleich, es stehen nur andere Namen drauf. Es ist jedoch bezeichnend, mit welcher Selbstverständlichkeit die SPD-Führung Drehbücher über die Politik in unserer Stadt schreibt. Dieses Drehbuch zu durchkreuzen, ist Aufgabe aller, die mehr sind, als stumme Abnicker!

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