NRW

Ursula Haverbeck: 500 Demonstranten setzen vor der JVA Brackwede starkes Zeichen der Solidarität

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„Freiheit für Ursula Haverbeck“ hallte es am Donnerstag (10. Mai, Christi Himmelfahrt) immer wieder durch die Straßen von Bielefeld – Quelle und Brackwede. 500 Demonstranten waren gekommen, um auf die skandalöse Inhaftierung der politischen Dissidentin Ursula Haverbeck hinzuweisen, die drei Tage zuvor von der Polizei inhaftiert wurde und für Meinungsäußerungen eine mutmaßlich lebenslange Haftstrafe absolvieren soll. Binnen kürzester Zeit war es gelungen, dieser staatlichen Repression eine gut besuchte Protestversammlung entgegenzusetzen, die von der Partei DIE RECHTE organisiert wurde und an der sich erfreulich viele, verschiedene Gruppierungen und Spektren beteiligten – sogar die Polizei kommt nicht umher, die Teilnehmerangaben der Medien, welche die Zahl der Gegendemonstranten hoch (und die der Nationalisten runter) lügen, zu korrigieren. Diszipliniert und mit wehenden schwarz-weiß-roten Fahnen, zogen die Demonstranten zur JVA Brackwede, in welcher Haverbeck seit Mittwoch inhaftiert ist, nachdem sie aus dem unmittelbar benachbarten, offenen Vollzug der JVA Senne in die geschlossene Haft verlegt wurde. Während der gesamten Demonstration kam es zu keinerlei Störungen und auch die Gegenproteste waren nur am Rande zu vernehmen, auch die Polizei verhielt sich erfreulich neutral, unterließ Provokationen und musste bei der rechten Versammlung zu keinem Zeitpunkt eingreifen – im Gegensatz zur linken Gegenversammlung, bei der rund 100 Personen nach Ausschreitungen festgesetzt wurden.


Klare Worte fand wie üblich der Düsseldorfer Sven Skoda


In Niedersachsen häufig mit Redeverboten belegt: Auch Dieter Riefling ergriff das Wort


Auf der Gegenseite: Israel-Fanatiker und Deutschenhasser

Während die bekannten Nationalisten Dieter Riefling und Sven Skoda, beide sowohl repressions-, als auch hafterfahren, bereits bei der Auftaktkundgebung am Bahnhof Bielefefeld – Quelle scharfe Worte in Richtung des Systems richteten, das eine 89-Jährige für das freie Wort einkerkert, folgten unmittelbar vor der Justizvollzugsanstalt Brackwede Redebeiträge von Thomas Wulff, Nikolai Nerling (besser bekannt als der „Volkslehrer“) und dem eigens aus der Schweiz angereisten Bernhard Schaub. Ob Ursula Haverbeck die Versammlung akkustisch vernehmen konnte, ist unklar, angesichts der Schallrichtung und der durchaus soliden Lautsprecheranlage aber nicht unwahrscheinlich. Als besonderes Zeichen der Solidarität und Verbundenheit wurde zudem bei der Kundgebung vor dem Justizvollzugskomplex das Lied „Die Gedanken sind frei“ von den Teilnehmern gesungen, ehe der Rückweg zum Bahnhof angetreten wurde. Auch der zweite Teil der Wegstrecke, die nur zum Teil durch Wohngebiete führte, was jedoch angesichts des Ziels der Demonstration, dem Gefängnis, in dem Ursula Haverbeck sitzt, nur bedingt relevant gewesen ist, verlief störungsfrei – lediglich der Fahrplantakt der Bahn, die den Vorortbahnhof Quelle angesichts einer solchen Demonstration nur unzureichend bediente, sorgte im Nachgang für Verzögerungen.


Zahlreiche Banner forderten die Freilassung von Ursula Haverbeck


Vertreter verschiedener Organisationen – auch mehrere Aktivisten der NPD – fanden sich ein


Gegen staatliche Repressionen: Nationale Solidarität!

Mit der kurzfristig organisierten Demonstration wurde ein notwendiges Zeichen gesetzt, dass Repressionen den Widerstand auf der Straße nur stärken und sich Meinungen nicht verbieten lassen. Auch – und gerade – die unmittelbare Solidarität vor der JVA, die Ursula Haverbeck sicherlich nicht nur durch Erzählungen des Personals und hunderter Inhaftierter, die vor allem an den Fenstern des offenen Vollzuges der Kundgebung folgten, erreichen wird, war ein wichtiges Signal. Ursula Haverbeck weiß, dass sie zwar eingekerkert ist, ihr Widerstandswille aber nicht zu brechen ist, solange mutige Deutsche für die Abschaffung des Volksverhetzungsparagraphen auf die Straße gehen und auf ihr Schicksal hinweisen.


Auch der bekannte Youtube-Aktivist Nikolai “Volkslehrer” Nerling unterstütze die Demonstration


Thomas Wulff, langjähriger Aktivist der nationalen Bewegung, sprach vor der JVA


Extra aus der Schweiz angereist: Haverbecks langjähriger Wegbegleiter Bernhard Schaub

Für die kommenden Wochen und Monate gilt es, weitere Aktionen vorzubereiten: Durchdacht, öffentlichkeitswirksam und immer mit dem Ziel, Solidarität zu zeigen, aber auch den Fokus auf den Fall Haverbeck und den Kampf für das freie Wort zu lenken. Die Spitzenkandidatur für die Partei DIE RECHTE bei der Europawahl 2019 ist dabei eine Möglichkeit, denn nie zuvor saß die Spitzenkandidatin einer nationalen Partei während des Wahlkampfes in Haft – eine Situation, die ggf. vergleichbar mit dem irischen Revolutionär Bobby Sands ist, der sogar inhaftiert in ein britisches Parlament gewählt wurde, dieses Mandat durch seine Haft jedoch nie antreten konnte. Es gilt aber auch, über Partei- und Organisationsgrenzen Hinweg das Thema Ursula Haverbeck aufzugreifen, denn die Kandidatur ist nur eine von vielen Möglichkeiten, das zu schaffen, was Ziel jeder politischen Agitation ist: Öffentlichkeit. Der 10. Mai 2018, an dem für den ein oder anderen die Vatertagstour durch dem Widerstand auf der Straße ersetzt wurde, war ein guter Auftakt, der zwar aus traurigem Anlass notwendig wurde, aber Hoffnung gibt, die Proteste für die sofortige Freilassung von Ursula Haverbeck auf eine breite Ebene zu stellen.

Freiheit für Ursula Haverbeck:
Unsere Solidarität ist stärker, als ihre Repression!

Quelle: DIE RECHTE – Bundesverband

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10 Kommentare

  1. So großartig die Aktion auch ist, muß man sich trotzdem die Frage stellen, wie es um die

    viel beschworene “nationale Solidarität” bestellt ist, wenn die Anzahl der Teilnehmenden Aktivisten”nur”bei ca.500

    Aktivisten liegt. Zu Rockkonzerten strömen Tausende und mimen den “Rechten”, wenn es aber um politische

    Konsequenz geht, sucht man sie vergebens. Es hätten Tausende sein müssen!! Auch die mit Vorliebe auf der

    nationalen Klaviatur spielenden”Populisten ” sind nichts anderes als Systemnarren .

    Das “Deutsche” Normalvolk, dem Ursulas Opfergang ja in erster Linie gilt, übt sich derweil in nichtssagenden Freizeitaktivitäten und Bollerwagenballern.

    Mein Dank gilt allen Teilnehmern!!!

  2. Erich Manstein on

    Danke “Paul”- das ist genau mein Denken und das seit Jahren!
    ABER- ich BITTE trotzdem folgendes anbringen zu dürfen und mit auf die “Urteils”-Waagschale zu werfen!.
    man hat den Deutschen (leider) so kleinlaut gemacht mit drakonischen Strafen (bin selbst betroffen) das man(n), gerade bei Vorhandensein einer Familie, gezwungen ist, sich kleinlaut(er) zu verhalten. Nicht jeder, ich eingeschlossen, hat den Mut seine Existenz also den Job zu riskieren und auch zu verlieren wie der “Volkslehrer” oder Herr Hafenmayer usw.
    Es ist traurig, dass es durch die uns beherrschende Polit-Verbrecher-Bande mit ihren willfährigen Vollstreckern zu derart abartigen Zuständen in unserem Lande gekommen ist, wo diese Menschen FÜR ihr Vaterland und das (oft elende) Volk einstehen.
    WER ZENSIERT HAT ANGST VOR DER WAHRHEIT.
    Die BRD, ist nach China, Weißrußland, Nordkorea und kleineren Bananendiktaturen, im Kreis der Staaten angekommen, in denen politische- kulturelle- ideologische Zensur, Staatsdoktrin sind und der Meinungsfaschismus staatlich kontrolliert wird.

  3. Müssten die Grünen nicht eigentlich ebenso für die Abschaffung vom Volksverhetzungsparagraphen sein?
    Schließlich hat der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, kürzlich kundgetan, daß es seiner Meinung nach, ein Volk angeblich gar nicht geben würde. Wenn es jedoch kein Volk gibt, so kann es demnach gar keine Volksverhetzung geben. Wenn die Grünen wirklich selbst das glauben, was sie den Menschen erzählen, so müssten sie vehement dafür einstehen, daß der Zensurparagraf 130 StGB abgeschafft wird. Tun sie dies jedoch nicht, ist dies ein Eingeständnis, daß sie ihre Verlautbarungen selbst gar nicht glauben.

    Wie auf dem vierten Bild wieder einmal zu erkennen ist, steht die Polizei mit dem Rücken zu den Rechten. Die Polizisten wissen schon sehr genau, von welcher Seite sie Angriffe zu erwarten hat.

  4. Übrigens in Polen gibt es inzwischen ein Gesetz, daß diejenigen bestraft, die dem polnischen Volk oder dem polnischen Staat eine Mitverantwortung an damaligen Geschehnissen zuschreibt.
    Das ist schon interessant, da dies ja praktisch das genaue Gegenteil von dem § 130 der BRD ist.

    Ursprünglich war meines Wissen in Polen geplant, ein Gesetz zu erlassen ganz ähnlich dem § 130 der BRD. Offensichtlich war man sich in Polen jedoch der Tragweite bewusst, daß so ein Gesetz beispielsweise dazu dienen kann, die Massenmigration nach Polen zu rechtfertigen und Kritik daran abzuwürgen. Also hat man kurzerhand ein Gesetz mit gegenteiligem Inhalt erlassen. Insofern haben die Polen jetzt gute Chance nicht ausgetauscht zu werden.

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