Nette: Polizei rückt an – Razzia in „Ibos“ Wettbüro! [ergänzt]

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Jahrelang konnte sich Ibrahim K., besser bekannt als „Ibo“, in Dortmund-Nette ungestört mit seiner türkischen Großfamilie entfalten und war sogar ein enger Verbündeter der lokalen SPD, wenn es um gemeinsame Anti-Rechts-Proteste ging. Erst, als in den vergangenen Monaten Belästigungen aus der Besucherschaft des Wettbüros gegenüber Anwohnern, auch SPD-Mitgliedern, zunahmen, sah sich die rote Partei genötigt, das Thema auf politischer Ebene anzusprechen und forderte Stadtverwaltung, sowie Polizei auf, anlässlich diverser ordnungs- und strafrechtliche Verdachtsmomente gegen „Ibo“ und sein Umfeld vorzugehen. Als auch noch ein Reporter des WDR im Rahmen von Recherchen – im Beisein der Polizei – bedrängt wurde (das „DortmundEcho“ berichtete), reichte es der Polizeiführung offenbar: Am Samstagabend (16. Juni 2018) rückten gegen 21 Uhr mehrere Polizeifahrzeug zu einem größeren Einsatz an, der offenbar „Ibo“ und seinem Wettbüro galt. Ziel der Staatsmacht war es augenscheinlich, der Wettbüro-Szene zu signalisieren, dass sie im Fokus der Behörden steht und jederzeit mit polizeilichen Maßnahmen rechnen muss. Sicherlich, das ist nur eine Bekämpfung der Symptome, welche in den Ghettos, die die SPD erst geschaffen hat, entstanden sind, aber immerhin ist es ein Ansatz, Angsträumen zu begegnen und das, was in den letzten Jahren versäumt wurde, nachzuholen: Ein konsequentes Vorgehen gegen die (überwiegend von Ausländern geprägte) Szene, die sich im Umfeld des Wettbüros an der Ecke Ammerstraße / Wodanstraße angesiedelt hat.

Die genauen Hintergründe der Razzia sind bisher unbekannt, weder die Lokalmedien, noch die Polizei haben sich bisher zu dem Vorgang geäußert. Sollten sich weitere Details ergeben oder die Polizei ihrer Informationspflicht gegenüber der Öffentlichkeit nachkommen, wird an dieser Stelle nachberichtet!

Ergänzung 18. Juni 2018, 17:30 Uhr:
Mittlerweile hat die Polizei eine Pressemitteilung veröffentlicht, in welcher auch die Kontrolle im Wettbüro von Ibrahim K. erwähnt wird. Gegen ihn läuft ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren, außerdem wurdne in seinem Wettbüro ein hoher, vierstelliger Bargeldbetrag sichergestellt und mehrere illegale Glücksspielautomaten gefunden.

Unter anderem nahmen die Beamten ein Wettbüro in Dortmund genauer unter die Lupe. Zunächst fiel den Einsatzkräften eine Rundumkamera auf, die offenkundig illegal den Großteil des öffentlichen Raumes vor dem Ladenlokal überwachte. Diese Kamera war wiederum mit einem Festplattenrekorder im Innenraum verbunden, auf denen die Bilder der Kamera abgespeichert wurden. Die Einsatzkräfte stellten den Rekorder sicher und erstatteten Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz. Die Beamten stellten einen vierstelligen Bargeldbetrag sicher, dessen Herkunft nicht eindeutig geklärt werden konnte. In einem Hinterraum dieses Wettbüros wurden zudem mehrere Geldspielautomaten beanstandet.

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18 Kommentare

  1. Wütender Mann on

    LIEBE MENGEDANER,
    Das stand bei den MENGEDANER auf Facebook
    GESTERN HABEN WIR VON IBRAHIM KOCAKAHYA EINE NACHRICHT ERHALTEN, MIT DER BITTE, SIE HIER ZU VERÖFFENTLICHEN. DAS MÖCHTEN WIR HIERMIT TUN:

    “Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

    mein Name ist Ibrahim Kocakahya. Ich möchte heute die Gelegenheit nutzen, auf die Video-Berichterstattung vom 13.06. von WDR Lokalzeit aus Dortmund Stellung zu nehmen und mit euch meinen Blickwinkel auf die Geschehnisse zu teilen.

    Vorneweg: Ich bin geboren und aufgewachsen im Ruhrpott und seit meiner Kindheit in Dortmund Mengede zu Hause.

    2009 habe ich das Wettbüro an der Ecke Wodanstraße-Ammerstraße übernommen. Dieser Laden ist Schmelztigel der Integration in Dortmund Mengede. Wisst ihr auch warum? Weil hier Deutsche, Türken, Polen, Russen und alle weiteren Bewohner Mengedes zu Bundesliga, Champions League, Europa- und Weltmeisterschaften und viele weitere sportlichen Ereignisse zusammenkommen und gemeinsame Zeit verbringen. Seither ist hier noch nie etwas negatives vorgefallen.

    An dem besagten Tag, als WDR Dortmund hier war, hat nicht das Kamerateam, haben nicht Passanten, sondern ICH habe die Polizei gerufen. Der Grund dafür ist simpel: Meine Kundschaft hat sich in seiner Privatsphäre gestört gefühlt.

    Vor Anfang waren sie auf eine populistische und verzerrte Darstellung hinaus, sodass am Ende ein aus dem Zusammenhang gerissener Beitrag entstanden ist. Sehr bedauerlich.

    Nun möchte im Einzelnen auf die Vorwürfe gegen mich eingehen:

    – Vorwurf 1: Meine Kunden würden querbeet an der Kreuzung Ammerstraße-Wodanstraße parken. Also Leute, an dieser Kreuzung gibt es folgende Lokalitäten: einen Arzt, einen Friseur, einen Schuster, eine Apotheke, einen Kindergarten, eine Bank, eine Kneipe, einen Physiotherapeuten, eine Schneiderei und zwei Bushaltestellen. Schlichtweg: Diese Krezung ist sehr sehr belebt. Worauf ich hinaus will ist: Findet ihr es nicht auch unfair, dass all diese Falschparker auf mich reduziert werden? Jeder ist doch für sein eigenes Falschparken selbst verantwortlich.

    – Vorwurf 2: Ich würde den Passanten gegenüber aggressiv auftreten. In der Vergangenheit habe ich regelämßig Falschparker auf ihr Falschparken hingewiesen. Wieso? Weil mir dafür die Quittung ausgestellt wird. Daraufhin sind schon mehrfach Diskussionen entstanden, bei denen ich dann als Buhmann abgestempelt wurde. Von nun an werde ich mich in die Parksituation an unserer Kreuzung nicht mehr einmischen und möchte die Stadt Dortmund einladen, hier mit dem Ordnungsamt für Recht und Ordnung zu sorgen. Jeder Parksünder soll für seine eigenen Fehler selbst gerade stehen.

    – Vorwurf 3: Es würden so viele Leute vor dem Laden rumstehen. Also: Seit Mai 2013 herrscht in ganz NRW in Lokalen generelles Rauchverbot. Das bedeutet, dass meine Gäste nicht im Laden rauchen dürfen und deshalb vor die Tür gehen. So wie in allen anderen Läden NRWs.

    – Vorwurf 4: Kameras an meinem Laden. Ja, es stimmt, dass ich Kameras angebracht habe – wie jeder andere Laden und Hausbesitzer in Mengede auch, AUFGRUND der katastrophal hohen Einbruchstatistik in unserer Stadt. Undzwar, nachdem bereits mehrfach in meinem Laden eingebrochen wurde, habe ich die Entscheidung gefasst, Kameras anbringen zu lassen. Erst kürzlich hat sogar eine Brandstiftung im Hof am Schuppen stattgefunden. Diese Kameras filmen ausschließlich meinen Ladenbereich; zudem ist das Filmen beschildert, so wie gesetzlich vorgeschrieben. Wir erinnern uns alle an die Einbruchswelle vergangenen Sommers u.a. am Erdbeerfeld – den Hausbesitzern dort ist es gestattet Kameras anbringen zu lassen und mir etwa nicht?

    – Vorwürfe von Bezirksbürgermeister Willi Tölch: Abgesehen von seinen Schilderungen, muss ich feststellen: Ich habe Herrn Tölch noch nie in meinem Leben gesehen, geschweige denn gesprochen. Es muss ein Missverständnis vorliegen, das ich gerne zu bereinigen bereit bin.

    Solltet ihr weitere Kommentare oder Anregungen mir gegenüber haben, freue ich mich, wenn ihr sie mit mir hier teilt.

    Im Großen und Ganzen glaube ich, dass hier eine Menge Ungereimtheiten vorliegen. Wie auch Herr Tölch sagt, ist es wichtig, dass wir uns in unserem Stadtteil sicher fühlen können und keiner Angst haben muss.

    Selbstverständlich liegt mir auch viel daran, dass wir in einem harmonischen Miteinander in Mengede leben können.

    Zu diesem Anlass möchte ich den offenen Dialog suchen und einen Rahmen schaffen, ohne Druck oder Sonstiges, hier mit allen ins Gespräch zu gehen. Ganz konkret:

    Ich lade die gesamte Bezirksvertretung, meine Nachbarn sowie alle interessierten Mitbürger (auch den WDR, MENGEDE:InTakt, Ruhr Nachrichten Dortmund, Dortmund – Meine Stadt, Polizei NRW Dortmund usw.) zu einem Grillabend und Austausch ein:

    Wann? Samstag, 30. Juni 2018, 16 Uhr

    Wo? Wodanstraße 23

    Mitzubringen? Aufgeschlossenheit und gute Laune. Für leibliches Wohl und Trank und Trunk ist gesorgt.

    Alles hat auch etwas Gutes. So auch hoffentlich dieses Ereignis, das uns den Anstoß dazu gibt, in den Dialog zu treten. Ich reiche meine Hand und freue mich, wenn so viele Leute wie möglich sie entgegen nehmen und kommen.

    Mit herzlichen Grüßen

    Ibrahim Kocakahya

    Ein Kind des Stadteils”
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    • Dortmund braucht keine Wettbüros.

      “Ich bin geboren und aufgewachsen im Ruhrpott”

      Preisfrage: Wer sagt so etwas und warum, mit welchem Zweck?

      Damit ist der Fall für mich schon erledigt. Gute Heimreise.

      Wir brauchen unser Land für uns selbst. Daran hängt alles.

  2. °°KlarText°°° on

    Oh, da fürchtet jemand um seine Geschäfte im und um das Wettbüro, so scheint mir. Polizei und Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sind für gewisse Geschäftszweige nicht gerade förderlich. Da lohnt sich die Investition in ein bisschen Grillgut (natürlich nur Lamm, halal !) und Getränke.
    Mengede hat die Schnauze voll von so Klientel, wie das deines Wettbüros.

  3. Stefan Stolze on

    Grosses Lob an das Dortmundecho !!!!

    Auf jeden Fall ist es bemerkenswert schön,das jeder und auch die andere Seite ,Darstellungen bekannt geben können . Dies ist nicht in jedem Medium möglich !

  4. Pingback: Wappenstreit, Israel-Reise, Wettbüro in Nette – drei weitere Anfragen zu Julisitzung eingereicht – Gruppe NPD / DIE RECHTE

  5. Noch nicht perönlich gesprochen?
    Bereinigen?
    Ach so,-‘Ich weiß jetzt,wo dein Haus wohnt’.
    Na dann wird das bestimmt die letzte öffentliche Beschwerde über diesen Zockertempel gewesen sein.

  6. Pingback: Julisitzung: Anfragen zur Israel-Reise, “Ibos” Wettbüro und dem Wappenstreit eingereicht – DIE RECHTE

  7. Jetzt haltet mal bitte den Ball flach! Zu Wettbüros kann man stehen wie man will, aber das Wetten boomt nun mal seit Jahren, auch dank Olli und Co. Ob online oder live vor Ort, die Zocker lieben es. Und das Wetten hat ja grundsätzlich nichts Verwerfliches…..es macht vielen Spaß und erhöht die Spannung am Sportgeschehen!
    Ich wohne als “Deutscher” mit meiner deutschen (blond) Lebensgefährtin seit mehr als 2 Jahren in unmittelbarer Nähe dieses Wettbüros. Weder mir noch meiner Lebensgefährin ist hier etwas Negatives aufgefallen, auch fühlen wir uns hier in keinster Weise unsicher oder gar bedroht!
    Da wir und vielleicht auch andere aus der Nachbarschaft Herrn Kocakahja persönlich nicht kennen, finden wir die Einladung zum Grillen und Gespräch eine Superidee!

    • Nachbar vom Nachbar on

      Genau Ball flach halten. Ebenfalls zu der Masseneinwanderung kann man stehen wie man will, aber die Einwanderung boomt nun mal seit Jahren, auch dank Merkel und Co. Ob durch legaler oder illegaler Migration, diejenigen die Asylhelfer von Beruf sind, lieben es. Und das Sozialsystem zu nutzen, auch wenn man es nicht benötigt, hat ja grundsätzlich nichts Verwerfliches….es macht vielen Spaß und erhöht die Spannung und freie Zeit im Schatzsucherleben!
      Ich wohne als ehemaliger Deutscher mit meiner afrikanischen (blond gefärbt) Lebensgefährtin seit mehr als 2 Tagen in unmittelbarer Nähe dieses Büros des Glückes und der Glückseligkeit. Weder mir als Dauerzocker noch meiner Lebensgefährtin mit ADHS ist hier etwas Negatives aufgefallen, auch fühlen wir uns hier in keinster Weise unsicher oder bedroht, wenn wir mit unseren sieben Leibwächtern (finanziert vom Staat wegen Traumatisierung) auf die Straße gehen!
      Da wir immer gerne andere Menschen kennen lernen, die etwas zu verschenken haben, finden wir die Einladung gratis zu futtern und noch ein paar Tragetaschen mit Lebensmittel für zuhause zu füllen, eine Superidee!

  8. Ich würde mal sagen: Note 6, Thema verfehlt!
    Aber das kennt man ja! Jede Kommentarmöglichkeit wird dazu genutzt auf die Flüchtlinge/Asylpolitk aufmerksam zu machen, auch wenn es mit dem eigentlichen Thema nur ansatzweise zu tun hat. Gutes Beispiel ist aktuell auch die Diskussion um Özil/Gündogan.
    Ich gehe bestimmt nicht mit Scheuklappen durch die Welt, aber das Wettbüro in Nette hat definitiv nichts mit unserer Flüchtlingspolitik zu tun!

    • NACHBAR VOM NACHBAR on

      Da kann ich nur zustimmen. Ausländer die in Deutschland leben haben mit Migration überhaupt nichts zu tun.

      “Jede Kommentarmöglichkeit wird dazu genutzt auf die Flüchtlinge/Asylpolitk aufmerksam zu machen,!”

      Pfui! Es ist wirklich eine Riesensauerei, daß wir nicht mehr bestimmen können, worüber sich die Menschen unterhalten. Da müssen dringend neue Gesetze her, damit die Menschen sich nur noch über das unterhalten, was wir vorgeben. So kann es wirklich nicht weiter gehen. Am Ende unterhalten sich die Menschen gar noch über das Geldsystem, wer das Geldschöpfungsmonopol hat usw. Denkt denn keiner an die notleidenden Banker?

      Aber Herr Nachbar, übrigens, der Einzige der hier bisher von Flüchtlingen geschrieben hat sind Sie selbst! Warum nutzen Sie die Kommentarmöglichkeit hier, um auf Flüchtlinge aufmerksam zu machen? Das ganze hat doch mit Flüchtlingen nichts zu tun? Oder sind Flüchtlinge vor kurzem in das Wettbüro geflüchtet, weil es nebenan einen Wasserrohrbruch gab oder dergleichen? Ich als ihr Nachbar habe davon nichts mitbekommen.

      Deswegen sage ich mal: Note 6, Thema verfehlt!

      “aber das Wettbüro in Nette hat definitiv nichts mit unserer Flüchtlingspolitik zu tun!”
      Natürlich nicht. Wer hat hier anderes behauptet? Selbst der Inhaber vom Wettbüro ist doch kein Flüchtling und ich habe dort noch keine Flüchtlinge ein oder ausgehen sehen.
      Dazu möchte ich noch anmerken lieber Nachbar, ich persönlich betreibe keine Flüchtlingspolitik, insofern ist es da unzutreffend von “unsere” zu schreiben. Ich habe meine afrikanische Lebensgefährtin auch nicht als Flüchtling bei mir aufgenommen. Haben Sie Ihre Lebensgefährtin als Flüchtling bei sich aufgenommen?

      Ps. Ich finde es übrigens gut, daß Sie die Haarfarbe ihrer Lebensgefährtin erwähnen, auch wenn es mit dem Wettbüro in Nette definitiv nichts zu tun hat. Meine Freundin ist nun zum 12 mal schwanger, ich hoffe weiterhin auf Ihr Verständnis diesbezüglich. Auf gute Nachbarschaft weiterhin.

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