Trotz Videoüberwachung: Zahl der Straftaten im Brückstraßenviertel weiter gestiegen

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Von Beginn an wurde die polizeiliche Videoüberwachung, die seit Dezember 2016 im Brückstraßenviertel aktiviert ist, kritisiert – statt Kriminalität konsequent zurückzudrängen, wurde einmal mehr Symbolpolitik betrieben. Und das auch noch ohne Erfolg: Während eine Verdrängung potentieller Tätergruppen in nicht-videoüberwachte Seitenstraßen ohnehin die Folge von einzelnen, bewachten Straßen und Plätzen ist, stiegen sogar im Bereich der Videoüberwachung die Straftaten an. 3,7 Prozent mehr Fälle habe die Polizei seither verzeichnet, weiß der Lokalsender „Radio 91.2“ zu berichten. Zwar seien Körperverletzungen – zumeist unter betrunkenem „Partyvolk“ – und Raubüberfälle (die sich wohl in die Seitenstraßen verlagert haben dürften) zurückgegangen, bei anderen Straftaten, u.a. Sexualdelikten, sei aber eine deutliche Zunahme zu verzeichnen. Wie sich diese Zahlen mit der angeblich gesteigerten Sicherheit in Einklang bringen lassen, bleibt ein Geheimnis der Dortmunder Polizei, zu dem sich die Behörde bisher noch nicht geäußert hat.

Bereits im Februar 2018 hatte das “DortmundEcho” über gestiegene Fallzahlen berichtet, die seinerzeit vor allem auf eine Häufung von Taschendiebstählen zurückzuführen waren. Offenbar bleibt die angestrebte Abschreckungswirkung durch Videoüberwachung bei kriminellen Kreisen gänzlich aus.

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1 Kommentar

  1. Stefan Stolze on

    Also hat der Präsident der USA Recht mit seiner Aussage ,das die BRiD Organe falsche Zahlen ausgegeben haben . Das wussten die Menschen vor Ort aber schon seit Lägerem .

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