Überfall auf Geldtransporter in Bodelschwingh: Prozess gegen osteuropäische Bande hat begonnen

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Es war einer der spektakulärsten Überfälle der letzten Jahre, als im Dezember 2015 ein Geldtransporter in Bodelschwingh unter Vorhalt einer Panzerfaust, die sich im Nachgang als Attrappe herausstellte, überfallen wurde. Während der Verdacht für die Tat, bei der ein großer Bargeldbetrag erbeutet wurde, zunächst auf ein angeblich noch immer untergetauchtes RAF-Trio fiel, ergaben polizeiliche Ermittlungen später, dass eine organisierte Bande aus dem Bergischen Land hinter den Taten steckt. Die Gruppe, die fünf Männer umfasst haben soll, steht im Verdacht, seit 1997 fünfzehn ähnliche Überfälle begangen zu haben, die Beute beträgt rund 5 Millionen Euro. Nachdem die Ermittler im September 2017 zuschlugen und die Bande, die ursprünglich aus Polen stammen soll, verhafteten, begann am Montag (11. Juni 2018) der Prozess vor dem Landgericht Hagen.

Anklage lautet auch auf versuchten Mord

Neben dem Vorwurf des schweren Raubes in 15 Fällen, müssen sich die Angeklagten auch wegen versuchten Mordes verantworten, sie sollen bei mehreren Raubüberfällen das Feuer auf begleitende Sicherheitsbeamte eröffnet haben, z.T. mit Sturmgewehren. Als Motiv der Serie gilt u.a. die Drogensucht des Hauptangeklagten, welche durch die Überfälle finanziert worden sei. Die Angeklagten, die heute zwischen 31 und 60 Jahren alt sind, gingen dabei immer identisch vor: Sie drängten die Geldtransporter mit gestohlenen Autos von der Straße ab bzw. brachten sie zum stehen, um die Fahrzeuge anschließend auszurauben.

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