Südländer gehen aufeinander los: Erneute Gewalteskalation am Bahnhof Hörde

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Der Hörder Bahnhof kommt nicht zur Ruhe – erneut hat es eine gewaltsame Auseinandersetzung gegeben: Wie die Polizei mitteilt, trug sich der Vorfall zunächst in einer U-Bahn der Linie 41 Richtung Hörde zu. Demnach erreichte die Bahn den Haltepunkt Hörder Bahnhof gegen 19.16 Uhr, wo bereits eine siebenköpfige Personengruppe junger Männer wartete und auffällig zwischen den Gleisen hin und her lief. Als sich die Türen der U-Bahn öffneten, gab es zunächst eine verbale Auseinandersetzung zwischen den sieben Personen, sowie zwei Fahrgästen der Bahn, auf die augenscheinlich erwartet wurde, um ihnen eine „Abreibung“ zu erteilen. Im weiteren Verlauf wurde ein Gegenstand in die Bahn geworfen, es gab einen lauten Knall, sofort waren starke Reizungen in den Augen und im Gesicht zu spüren, später stellten Polizeibeamte zudem Blutspuren fest. Sowohl die siebenköpfige Personengruppe, als auch die zwei Fahrgäste der Bahn, flüchteten noch vor dem Eintreffen der Polizei.

Alle Beteiligten offenbar fremdvölkischer Herkunft

Nach Polizeiangaben soll die siebenköpfige Personengruppe aus jungen Männern und Jugendlichen im Alter von etwa 16 Jahren bestanden haben, einer der Beteiligten soll demnach 1,80 m groß sein, trug kurze, dunkle, gelockte und an den Seiten ausrasierte Haare, er sei vermutlich marokkanischer Herkunft. Den Mann, von dem die Blutspuren stammen könnten und der zu den beiden angegriffenen Personen gehört, beschreibt ein Zeuge als etwa 20 Jahre alt, er trug ein weißes T-Shirt und könnte türkischer Herkunft sein. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und wird vermutlich zunächst einmal die Kameraüberwachung des U-Bahnhofes Hörde auswerten.


Die Auseinandersetzung ereignete sich unterirdisch

Große Worte von Ullrich Sierau blieben ohne Folgen

Nach dem tragischen Tod einer 15-Jährigen im Februar 2018, die aus nichtigem Anlass von einer 16-jährigen Bekannten auf einem Parkdeck am Hörder Bahnhof erstochen wurde, hatte sich Dortmunds SPD-Oberbürgermeister Ullrich Sierau zu Wort gemeldet und Maßnahmen zur Deeskalation rund um den Bahnhof angekündigt, ohne dabei allzu konkret zu werden. Als erste Reaktion wurde seinerzeit angeordnet, das Parkdeck, an dem die Tat geschah, täglich ab 24 Uhr zu schließen – die Messerstecherei erfolgte jedoch um 22.40 Uhr, weshalb bereits deutlich wird, dass es sich sowohl beim Vorpreschen von Sierau, als auch den „Sofortmaßnahmen“ der Verantwortlichen rund um den Hörder Bahnhof, um blinden, ziellosen Aktionismus gehandelt hat. Bezeichnenderweise dauerte es anschließend auch lediglich einen Monat, bis es am Hörder Bahnhof zum nächsten Verbrechen kam, bei dem ein Messer eingesetzt wurde. Und mittlerweile eskalieren sogar U-Bahnfahrten und entwickeln sich für die Mitreisenden, welche durch die Reizgase verletzt worden sind, zu einem Risiko. Solche Zustände wollen Lokalpolitik, Stadtverwaltung und Polizei jedoch nicht sehen, schließlich passen sie nicht in das Bild des aufstrebenden, bunten und fröhlichen Dortmunds, das regelmäßig nach Außen suggeriert wird. Die Realität kennen nur diejenigen, die tagtäglich die Zustände in unserer Stadt mit ansehen müssen.

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