Er hofft auf ein noch milderes Urteil: Prozessauftakt gegen frechen Kinderschänder beim Landgericht Dortmund

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Lediglich 2 Jahre und 3 Monate Haft erhielt der 70-jährige Norbert V. im Mai 2017 beim Dortmunder Amtsgericht, dass ihn für schuldig befand, ein Kind aus der Nachbarschaft sexuell missbraucht zu haben, sowohl vor, als auch nach dem vierzehnten Lebensjahr. Besonders perfide: V. baute eine Drohkulisse gegenüber dem Mädchen aus und nutzte die Unerfahrenheit aus, um seine sexuellen Triebe durchzusetzen. Statt sich mit dem Urteil, das aus seiner Sicht durchaus glimpflich ist, abzufinden, hat V. Berufung eingelegt und hofft vor dem Landgericht offenbar auf eine Bewährungsstrafe – immerhin hat auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt und fordert genau das Gegenteil, die Strafverfolgungsbehörde möchte eine deutlich höhere Freiheitsstrafe erreichen. Am ersten Prozesstag vor dem Landgericht ging es am Donnerstag (23. August 2018) ordentlich zur Sache: Durch seine dreiste Art und fortwährende Lügen, die in Schuldzuweisungen gegenüber dem Missbrauchsopfer gipfelten, brachte der Angeklagte V. den erfahrenen Richter der Jugendschutzkammer zum ausrasten, sogar eine kurze Verhandlungspause war nötig. Seine Ausgangslage dürfte V. damit nicht verbessert haben und sein Ziel, Bewährung zu erhalten, ist glücklicherweise in weite Ferne gerückt, doch auch eine Strafe im Bereich von mehreren Jahren erscheint kaum angemessen, wenn berücksichtigt wird, welch schwere Taten begangen wurden, die eine Kindheit zerstörten. Noch heute, zweieinhalb Jahre später, befindet sich das mittlerweile 17-jährige Mädchen in psychologischer Behandlung.

Angeklagter bot 20 Euro für Entjungferung an

Doch der Reihe nach: Der Angeklagte Norbert V. lebt in einer Wohnsiedlung unweit der Provinzialstraße in Lütgendortmund und stellt im Sommer 2015 unter einem Vorwand telefonischen Kontakt zu einem damals 13-jährigen Mädchen aus der Nachbarschaft her. In den folgenden Tagen besucht das Mädchen – gemeinsam mit zwei Freundinnen – den Angeklagten mehrfach, dieser backt offenbar Kuchen und fährt das Trio abends zu MC Donalds. Als eine der 13-Jährigen alleine mit dem Angeklagten ist, kommt es auf dem Dachboden des Hauses kurz vor dem 14. Geburtstag zum ersten Missbrauch, in den darauffolgenden Wochen droht der Angeklagte, den Eltern des Mädchens mitzuteilen, was sie zusammen täten und nutzte die Einschüchterungswirkung für weitere Übergriffe. Besonders dreist: Er bot dem Mädchen an, 20 Euro für eine Entjungferung zu zahlen, das Mädchen lehnte jedoch ab.

Norbert V. fordert Analverkehr als „Heilmittel“

Als sich das Mädchen, das auch nach Auffassung einer Gutachterin die sexuelle Dimension der damaligen Taten nicht überschauen konnte, einer Mitschülerin anvertraut, ermutigt sie die Freundin, weiteren Übergriffen von V. eine Abfuhrt zu erteilen. Als Norbert V. die 13-Jährige, die zu diesem Zeitpunkt gerade vom Fußballtraining kam, beim nächsten Kontakt am Hintern begrapschen will, tritt sie ihm mit den Stollen in den Genitalbereich und entfernt sich.Wenige Tage später meldet sich V. jedoch und teilt dem Mädchen mit, sein Arzt habe ihm gesagt, die Familie des Opfers müsse die Behandlungskosten tragen, wenn sie ihm nicht helfen würde, die Verletzung im Genitalbereich durch Analverkehr zu heilen. Aus Angst, Ärger in ihrem Elternhaus zu verursachen, willigt das Mädchen ein und führt unter starken Schmerzen zweifachen Analverkehr mit dem Angeklagten durch, ehe sie sich endlich ihren Eltern anvertraut, die unverzüglich die Polizei kontaktieren.

Familie zog als Reaktion auf die Übergriffe fort

Zwischen dem Bekanntwerden der Übergriffe und der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht liegen mittlerweile rund zweieinhalb Jahre, in denen V. weiter auf freiem Fuß geblieben ist. Zweieinhalb Jahre, in denen sich das Mädchen in psychologische Betreuung begeben hat, die Familie ist aus der Nachbarschaft verzogen, der Peiniger konnte sogar von seinem Fenster in die Wohnung des Opfers schauen. Während in diesem Fall die juristische Aufarbeitung immerhin die Zielgerade erreicht hat, könnte es noch mehr Opfer geben: Im Rahmen der Vernehmung des missbrauchten Mädchens stellte sich heraus, dass auch eine Freundin sexuell belästigt wurde, sie soll an einem der nächsten Verhandlungstage zeugenschaftlich vernommen werden.

Vom Täter zum Opfer: Realitätsverdrehung des Angeklagten

Und der Angeklagte Norbert V.? Der räumt zwar einen einmaligen, sexuellen Kontakt ein, den jedoch das 13-jährige Mädchen provoziert hätte, er wäre lediglich Opfer der gesamten Situation gewesen. Als ihn der vorsitzende Richter harsch anfährt und darauf hinweist, dass er in Nebensätzen seiner Aussage – offenbart unbewusst – die weiteren Übergriffe, die auch Gegenstand der erstinstanzlichen Verurteilung gewesen sind, eingeräumt hat, wirkt V. Unsicher. Auch sein Vorhalt, das missbrauchte Mädchen hätte es „faustdick hinter den Ohren“ und habe sich mit ihren Freundinnen gegen ihn verschworen, sorgt für eine wütende Nachfrage des Gerichtes, ob die eingeschüchterte, junge Dame, die ihre Eltern sogar bat, auf eine Anzeige gegen V. zu verzichten, so wirken würde, als hätte sie die Vorwürfe konstruiert, zumal keinerlei Motiv dafür erkennbar wäre, von dem eindeutigen, psychologischen Gutachten, welches ebenfalls Gegenstand des Prozesses ist, ganz abgesehen.


Eine konsequente Forderung: Todesstrafe für Kinderschänder!

Einmal mehr schockiert ein Vergewaltigungsprozess Dortmund und es ist erschrecken zu sehen, dass keine Vertreter größerer, lokaler Medien anwesend gewesen sind. Offenbar wird – gerade im Bereich von Sexualdelikten – verschwiegen, was in unserer Stadt passiert. Im konkreten Fall ist dies nicht nur fahrlässig, sondern eine indirekte Gefährdung der Bevölkerung: Norbert V. hat sich seine Opfer nicht in einem begrenzten, familiären Umfeld gesucht, sondern in seiner Nachbarschaft. Und es ist nicht davon auszugehen, dass der Mann, der bis jetzt keine Reue zeigt, eine solche Tat in Zukunft erneut begehen könnte. Erfreulich wäre deshalb, wenn solche Prozesse die notwendige Aufmerksamkeit erhalten und der Informationsanspruch gegenüber der Bevölkerung auch durch die Leitmedien – und nicht nur durch alternative Nachrichtenkanäle – erfüllt wird.

Fortgesetzt wird der Prozess, der zunächst auf fünf Verhandlungstage bis Ende September 2018 angesetzt ist, am kommenden Mittwoch (29. August 2018) um 9:15 Uhr in Saal 24 des Landgerichts.

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2 Kommentare

  1. Erich Manstein on

    ich kann es nicht mehr ertragen, was in diesem Irrenhaus alles möglich ist.
    Doch was wollen wir? Diese Po-Litiker haben Menschen aus diesem Land bewusst gewählt!
    Weiß noch jemand, was die GRÜNEN einst durchsetzen wollten?
    Na, aus dem Kurzzeitgedächtnis schon “gelöscht” ??? Hier bitte zur Erinnerung:
    Artikel aus “Berliner Zeitung” vom 12.08.2013
    https://www.berliner-zeitung.de/paedophilie-forscher–gruene-wollten-sex-mit-kindern-legalisieren–3792714

    Pädophilie Forscher: Grüne wollten Sex mit Kindern legalisieren
    Vollständig vorliegen wird die Studie erst 2014, doch schon die ersten Ergebnisse sind für die Grünen alles andere als angenehm. Die Partei selbst hatte die Erforschung ihrer „pädophilen Vergangenheit“ in Auftrag gegeben. Erste Ergebnisse liegen nun vor. Sie belegen, dass die Grünen den Jahren von 1980 bis 1989 nicht nur mit der Forderung pädophiler Gruppierungen sympathisierten, sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern zu legalisieren, sondern sie Anfang der 80er Jahre offensiv propagierten.
    Seit zwei Monaten erforscht das Göttinger Institut für Demokratieforschung „Umfang, Kontext und Auswirkungen pädophiler Forderungen in den Milieus der Neuen Sozialen Bewegung sowie der Grünen“. Der Institutsleiter, Franz Walter, und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Stephan Klecha haben in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen Artikel publiziert. Die Grünen selbst hatten Walters Institut um die Erforschung des Einflusses pädophiler Gruppen auf die Partei gebeten
    .So findet sich schon im ersten Grundsatzprogramm der Grünen aus dem Jahr 1980 die Forderung, pädophile Handlungen zu legalisieren. Die einschlägigen Paragraphen 174 und 176 des Strafgesetzbuches sollten nach den Forderungen der Grünen so gefasst werden, „dass nur Anwendung oder Androhung von Gewalt oder Missbrauch eines Abhängigkeitsverhältnisses bei sexuellen Handlungen unter Strafe zu stellen sind“.

    Dagegen hatte der Gesetzgeber sexuelle Handlungen an Kindern unter 14 Jahren insgesamt und Jugendlichen unter 16 Jahren, die dem Täter zur Erziehung, Ausbildung oder Betreuung anvertraut waren, generell unter Strafe gestellt, um der besonderen Schutzbedürftigkeit von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden.

    „Den Grünen war diese besondere Schutzbedürftigkeit einerlei“, schreiben Walter und Klecha. „Sie wollten angeblich einvernehmlichen Geschlechtsverkehr etwa von Betreuern, Lehrern oder Erziehern mit ihren schutzbefohlenen Minderjährigen oder von Erwachsenen mit Kindern kaum noch Grenzen setzen“, schreiben Walter und Klecha. Allerdings verweisen sie auch auf die Vorläufer dieses Engagements….

    für den ganzen Artikel einfach den Link oben anklicken. .

  2. Die Kaltblütigkeit des Täters macht es notwendig, diesen in Sicherungsverwahrung (ohne Hafterleichterung) zu bringen. Der Mann ist gefährlich und schreckt auch in der Zukunft nicht davor zurück, Kinder zu missbrauchen.
    Die Vergangenheit hat gezeigt, dass solche Menschen nicht zu heilen sind.

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