Zweiter Verhandlungstag gegen Lütgendortmunder Kinderschänder

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Am Mittwoch (29. August 2018) wurde der Prozess gegen einen 70-jährigen Kinderschänder fortgesetzt, der im Stadtteil Lütgendortmund wohnt und sich aktuell wegen mehrere Sexübergriffe vor dem Landgericht verantworten muss (das „DortmundEcho“ berichtete). Beim zweiten Verhandlungstag wurde u.a. die Stieftochter des Angeklagten Norbert V., der sich am ersten Verhandlungstag teilgeständig zeigte, aber behauptete, ein 13-jähriges Kind hätte ihn zu seinen perversen Taten verführt, vernommen. Die Stieftochter, die seit dem Jahr 2000 in Deutschland lebt und – wie die Ehefrau des Angeklagten – aus Thailand stammt, zeigte sich vergleichsweise wortkarg, würdige den Angeklagten keines Blickes und betonte, nicht häufig mit dem Mann, der immerhin im gleichen Haushalt lebt, zu kommunizieren, zu den einzelnen Sexübergriffen könne sie keine Angaben machen. Ergiebiger war dagegen die Vernehmung eines weiteren Mädchens, dass sich im Tatzeitraum, dem Sommer 2015, ebenfalls öfter in bei V. aufgehalten hatte und zu einem damaligen Mädchentrio gehörte, das oft zusammen verweilte. Auch sie gab an, dass es Übergriffe von V. gegeben hat (die nicht Gegenstand des aktuellen Prozesses sind), neben eindeutigen Anspielungen musste sie unsittliche Berührungen über sich ergehen lassen. Der Angeklagte zeigt sich auch am zweiten Verhandlungstag uneinsichtig und behauptete, das Opfer hätte sich mit der damaligen Freundin, zu der seit mehreren Jahren kein Kontakt besteht, abgesprochen, um ihn zu belasten. Ebenso, wie bereits am ersten Verhandlungstag, machte der vorsitzende Richter der Jugendschutzkammer deutlich, dass der Angeklagte durch sein Verhalten und seine dreisten Unterstellungen, er wäre durch das Mädchen verführt worden, seine Position nicht verbessern wird.


Langfristiges Ziel nationaler Politik:
Die Wiedereinführung der Todesstrafe für Sexverbrecher

Zu hoffen bleibt, dass die Freiheitsstrafe der ersten Instanz, gerade einmal 2 Jahre und 3 Monate Gefängnis, massiv nach oben korrigiert wird – bereits die schwere der Taten wäre ausreichend, von dem Verhalten vor Gericht ganz abgesehen. Fortgesetzt wird der Prozess am kommenden Mittwoch (5. September 2018) um 9.15 Uhr, erneut in Saal 24 des Landgerichtes, vernommen wird u.a. ein Gutachter. Der Prozess ist öffentlich, Pressevertreter der Leitmedien haben sich jedoch bisher nicht blicken lassen und erachten es nicht als notwendig, über den Verhandlungsverlauf zu berichten.

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1 Kommentar

  1. Wie ich so unter der Hand höre, findet man die schlimmsten Kinderschänder auch in höchsten Kreisen….
    Einige die sich für die Aufdeckung von Kinderschändern in hohen Kreisen eingesetzt haben, sind kurz danach jeweils verstorben.

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