Abteilung Pressehetze: Amüsanter WDR-Bericht mit angeblichem „Aussteiger“

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Die Presse braucht wieder einmal Schlagzeilen und fokussiert sich derzeit auf DIE RECHTE in Dortmund. Der „Westdeutsche Rundfunk (WDR)“ will dabei in seinem Sendungsformat “Westpol” ein Interview mit einem angeblichen Aussteiger geführt haben, der dem Sender bestätigt, dass die Partei ein gesundes Innenleben führt, gesetzestreu wie andere Parteien agiert und durchaus aktionistisch-provokant Auftritt. Eigentlich nichts Schlimmes, doch beim Lesen des Artikels drängen sich Zweifel auf, ob es dieses Gespräch überhaupt gegeben hat oder der Sender ein bisschen nachgeholfen hat, um eine reißerische Schlagzeile zu provozieren. Immerhin: Auch der DIE RECHTE – Bundesvorsitzende Michael Brück kommt kurz zu Wort und erklärt die Ablehnung des bestehenden Parteiensystems der BRD, wenngleich ein etwa zehnminütiges Interview, das am Rande der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag (27. September 2018) bei einem Infostand am Friedensplatz geführt wurde, auf etwa zwanzig Sekunden geschnitten wurde.


Der Fernseher lügt! (Und zwar beim WDR nicht gerade selten!)

“Pro Chemnitz“ als Filiale von DIE RECHTE?!

Nicht nur die frei erfundene Behauptung, bei Parteitreffen von DIE RECHTE würden Witze über das mögliche Inbrandsetzen politischer Gegner gemacht (DIE RECHTE distanziert sich explizit von Brandstiftungen jeglicher Art), könnte jedoch für den WDR noch juristische Folgen haben, auch bei der Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“ dürfte sich die Begeisterung in Grenzen halten, von dem – offenbar nicht sehr sachkundigen – „Aussteiger“ zu einer Filiale der Partei DIE RECHTE in Chemnitz erklärt worden sein. Tatsächlich mag es sicherlich Überschneidungen beim Einsatz für eine sichere und lebenswerte Heimat geben, es ist aber nicht einmal ansatzweise erkennbar, woher solche Fantasien von Filialgründungen und ähnlichem stammen. Selbstredend pflegen Aktivisten verschiedenster, politischer Strömungen aus Chemnitz seit vielen Jahren gute Kontakte nach Dortmund, aber der angeblich kundige Aussteiger hat offenbar in den Medien einmal den Begriff „Pro Chemnitz“ aufgeschnappt und sich die nächste Story zusammengesponnen. Das ist sicherlich kein Qualitätsmerkmal für die Systemmedien, aber das ist auch nur allzu bekannt.

Der “Westpol”-Beitrag kann im Übrigen hier eingesehen werden.

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10 Kommentare

  1. Kontakt zu diesem Rechtsextremismus-Experten Dierk Borstel:

    https://www.fh-dortmund.de/de/fb/8/personen/lehr/borstel/index.php

    Vielen Dank für Ihr Interesse. Diese Homepage befindet sich noch im Aufbau und wird in Kürze fertiggestellt. Sie erreichen mich unter der genannten Kontaktadresse, per Mail unter: [email protected] oder auch mobil unter Tel. 0177-6778939. Meine Sprechstunden sind in der Vorlesungszeit am Montag zwischen 14.00 und 15.00 Uhr bzw. nach Vereinbarung. In der vorlesungsfreien Zeit vergebe ich Termine nach Vereinbarung.

  2. 1.Wieso sitzt man da mit Kapuze und lässt die Stimme bearbeiten, wenn man bereits als Aussteiger bedroht wird?

    2.,,Die AG West sind die noch Radikaleren”- Radikaler als das, was er DR vorwirft zu sein?
    Das Zitat liest man immer wieder von AUßENSTEHENDEN ohne Durchblick.

    3.Die von euch aufgegriffene Sache mit Chemnitz…

    Also sollte der Typ wirklich mal bei euch gesessen haben (Ausschlussverfahren könnte den Kreis verengen), war das nicht grad die hellste Kerze auf der Torte!

  3. Die weitaus meisten sogenannten Aussteiger sind im eigentlichem Sinne nie richtig eingestiegen. Entweder sind es von vornherein VS-Leute oder es handelt sich um Wichtigtuer und “Möchtegern-Nazis”, die sich gerne mit fremden Federn schmücken und das Mundwerk weit aufreißen, ohne entsprechende Taten folgen zu lassen. Das sind dann auch die allerersten, die, wenn es anfängt strenger zu werden, wieder in den Schoss des Systems zurückkehren. Der Herr Giese hat dazu ein Stück geschrieben, die solchem Personal die Maske vom Gesicht entfernt. Und da hat er völlig recht.

    • In der Aktuellen Kamera hieß es, die Gruppe habe Anschläge auf „Journalisten und politisch Andersdenkende“ schon für den 3.Oktober geplant und „sich für diesen Zweck um Schusswaffen bemüht“.

      Aha, Anschläge für Übermorgen geplant, aber Waffen Fehlanzeige? Und Munition? Holen sie dann an der Tankstelle auf dem Weg? Das Üble an diesem Regime ist auch, dass seine Propaganda so bodenlos dämlich ist, dass es schon schmerzt. Und natürlich musste es was mit Chemnitz zu tun haben, logisch.

      Es stimmt:

      „Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen. Wir können sie aber dazu bringen, immer dreister zu lügen.“

      • Das habe ich mir auch gedacht. Die hätten angeblich Anschläge am 03. Oktober geplant, aber am 1. Oktober hatten sie noch nicht mal eine Schusswaffe. Für wie blöd halten die uns eigentlich?

        Was sie angeblich genau für den 3. Oktober geplant hätten, weiß das System selber nicht. Dazu muss man sich beim System wohl erst noch ein neues Lügenmärchen ausdenken…

    • Immerhin hatten die rechten Terroristen ein umfangreiches Waffenarsenal (z.B. Schlagstöcke und ein Luftgewehr). Es ist unserem tüchtigen Verfassungsschutz zu verdanken, dass der Umsturz am Tag der Einheit von Migranten und schon länger hier Lebenden nicht durchgeführt werden konnte!

    • Und die Lügenpresse dazu:

      https://rp-online.de/politik/deutschland/wie-in-chemnitz-rechtsextremer-terror-ist-auch-in-nrw-moeglich_aid-33440517

      „Was in Chemnitz passiert ist, ist auch in Dortmund möglich“

      Wieder Sachsen. Wieder Chemnitz. Der aktuelle Fall verleitet dazu, den Rechtsextremismus als ein ostdeutsches Problem anzusehen. Dabei ist die Szene auch in NRW äußerst präsent. „Was in Chemnitz passiert ist, ist auch in Dortmund möglich“, sagt der Publizist und Rechtsextremismusexperte Volkmar Wölk. Insbesondere der Stadtteil Dorstfeld gilt als Kerngebiet der rechtsextremistischen Szene in NRW, viele aktive Kader leben dort. Ihr Selbstbewusstsein wurde Ende September deutlich. Rund 100 Neonazis zogen nach Polizeiangaben durch die Straßen Dortmunds. Dabei skandierte die Menge Sprüche wie „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit“, „Polizei, Demokratie, ihr brecht unsere Ketten nie“ und „Nationaler Sozialismus jetzt“.

      Wo kommen auf einmal die ganze Rechtsextremismusexperten wie Volkmar Wölk her ?

  4. @Mitesser
    Die linken,die so stinken,nebst Mieischiris sind hoeher bewaffnet.Da wundert es mich ,das Organe nicht das machen was die sollten.

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