Freiheit für Steven: 170 Teilnehmer bei kurzfristiger Demonstration durch Dortmund-Marten!

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Bis zu 170 Teilnehmer, sowohl nationale Aktivisten, als auch politisch unorganisierte Freunde von Steven, fanden sich am Freitagabend (30. November 2018) nach gerade einmal eintägiger Mobilisierungszeit zu einer Demonstration in Marten ein, um seine sofortige Freilassung zu fordern. Steven wurde am Donnerstagmorgen bei einer Razzia, welche u.a. das von Nationalisten bewohnte Haus in der Emscherstraße 2 betraf, festgenommen und befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft, ihm wurde vorgeworfen, den Stadtteil Marten in „Angst und Schrecken“ versetzt zu haben, als Beleg dient beispielsweise das angebliche Zeigen eines Hitlergrußes oder das vorgeworfene Bepöbeln linker Demonstranten. Auch Polizeipräsident Gregor Lange (SPD) äußerte sich zu der Festnahme, Journalisten von „Ruhr Nachrichten“ und dem WDR wurden sogar mitgebracht, um die Polizeiaktion medienwirksam in Szene zu rücken. Es ist unverkennbar, dass mit der Festnahme eines jungen Nationalisten von wirklichen Problemen in unserer Stadt, beispielsweise realen Angsträumen in den Multikulti-Vierteln oder von einer konstant hohen Kriminalitätsrate, abgelenkt werden soll. Grund genug, dieser Gesinnungsverfolgung entgegenzutreten und deutlich zu machen, dass einer betroffen ist, aber sich die Polizeiaktion stellvertretend gegen die gesamte, nationale Bewegung richtet.

Störungsfreier Demonstrationszug durch den Martener Ortskern

Ab 19.30 Uhr sammelten sich die Teilnehmer am S-Bahnhof Marten-Süd, um sich anschließend als Demonstrationszug durch den Ortskern des westlichen Dortmunder Stadtteils in Bewegung zu setzen. Während sich gerade einmal 30 Gegendemonstranten, fast ausnahmslos aus den Reihen der SPD, als Vertreter der – vermeintlich – wehrhaften Zivilgesellschaft eingefunden hatten, war das einzige Hindernis der Demonstration eine Baustelle, die auf der Wegstrecke lag und deshalb einen kleinen Umweg verursachte. Ansonsten verlief die Versammlung ohne Komplikationen. Bei der Zwischenkundgebung, die auf Höhe der Straße „In der Meile“ stattfand, ergriff der Düsseldorfer Aktivist Sven Skoda das Wort, der fast zwei Jahre im Rahmen der Ermittlungen gegen das sogenannte „Aktionsbüro Mittelrhein (ABM)“ in Untersuchungshaft gesessen hatte, mittlerweile sind sämtliche Anklagevorwürfe in einem seit 2012 dauernden Prozess zusammengebrochen. Skoda machte deutlich, dass es selbstverständlich ist, für die Freilassung von Steven auf die Straße zu gehen und attackierte die Gesinnungsjustiz der Bundesrepublik mit scharfen Worten. Während der Zwischenkundgebung äußerte ein (augenscheinlich) aus dem arabischen Raum stammender Mann, er kenne Steven vom Sehen her und wolle ein paar Sätze sagen, denn er könne sich nicht vorstellen, dass dieser nette Mann Angst und Schrecken in Marten verbreitet hätte. Michael Brück als Versammlungsleiter erklärte, dass wir als Nationalisten die multikulturelle Gesellschaft selbstverständlich ablehnen und für eine Rückführung der in Deutschland lebenden Ausländer eintreten, dieses Problem aber nicht auf den einzelnen Ausländer als Person projizieren, weshalb es begrüßenswert sei, dass auch ein Ausländer aus Marten den Mut fasst, der Pressehetze entgegenzuwirken. In einigen Sätzen teilte der Mann, der erklärte, aus dem Irak zu stammen, schließlich mit, dass Steven in Marten sehr bekannt sei und niemand Angst vor ihm hätte, auch er habe ihn bei Begegnungen stets als höflich und zuvorkommend erlebt. Solche Worte, auch noch von einem Ausländer vorgetragen, wollen die Medienvertreter freilich nicht hören, denn in ihrer Phantasiedarstellung ist das Leben in Marten schließlich von Angst und Schrecken geprägt. Komischerweise können selbst Ausländer, die ja durch das medial vermittelte Bild vermeintlich als „Hauptgegner“ von „Nazis“ gelten, nichts davon bestätigen. Nach der Zwischenkundgebung wurde die Demonstration zum Ausgangsort fortgesetzt, wobei immer wieder themenbezogene Parolen wie „Feldmann freilassen!“ oder „Freiheit für alle Nationalisten“ skandiert wurden, ehe die Versammlung mit einem abschließenden Aufruf, Solidarität nicht nur einmal zu zeigen, sondern in Form von kontinuierlicher Unterstützung beizubehalten, beendet wurde.


Der Demonstrationszug in der Walbertstraße


Bei der Zwischenkundgebung ergriff Sven Skoda das Wort


Das letzte Aufgebot: Dortmunds “Zivilgesellschaft” mit maximal 30 Gegendemonstranten

Schreibt Steven, unterstützt Steven!

Steven befindet sich derzeit in der Justizvollzugsanstalt Dortmund in Untersuchungshaft. Er darf Post empfanden, allerdings wird diese von einem Richter zuvor gelesen. Schreibt ihm, jeder Brief und jede Postkarte machen in diesen dunklen Zeiten Mut.

Die Adresse von Steven lautet:
Steven Feldmann
JVA Dortmund
Lübecker Str. 21
44135 Dortmund

Es gilt auch in Zukunft, Zeichen der Solidarität zu setzen und das Kommende (zunächst die Haftprüfung, im Frühjahr 2019 vermutlich den Gerichtsprozess) zu begleiten. Zeigt deshalb auch beim nächsten Termin, dass nicht nach einigen Tagen sprichwörtlich „Gras über die Sache gewachsen“ ist, sondern Solidarität und Widerstand dauerhaft gelebt werden. Stoppt die Verfolgung von Nationalisten, Freiheit für Feldmann!

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den Telegram-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

Antwort auf Anonymous Kommentar abbrechen