Volkstrauertag: Nationalisten trotzen politischer Hetze bei zentraler Gedenkveranstaltung

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Traditionell nehmen Aktivisten rund um die Partei DIE RECHTE am Volkstrauertag an der zentralen Gedenkveranstaltung der Stadt Dortmund teil, die auf dem Hauptfriedhof durchgeführt wird. In den vergangenen Jahren wurde das Gedenken zunehmend von politisch interessierter Seite vereinnahmt und die Erinnerung an die deutschen Opfer beider Weltkriege geriet schrittweise in den Hintergrund. Am 18. November 2018 erreichte diese Entwicklung einen neuen Tiefpunkt: Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Polizeipräsident Gregor Lange (SPD) hielten zwei politische Kampfreden gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, gingen mit kaum einem Wort auf die geschichtliche Bedeutung ein und nutzen die Bühne für tagespolitische Kritik an vermeintlichen Fehlentwicklungen, etwa der Rückbesinnung vieler Staaten auf die eigene, nationale Souveränität. Herangekarrt wurden vor allem Schulklassen, aber auch viele etablierte Politiker, sowie bekannte Vertreter von Stadt und Polizei. Dass sich die Veranstaltung zunehmend von einem Gedenken entfernt und stattdessen zu einer politischen Kundgebung wandelt, zeigte auch der Umstand, dass erstmalig die gehaltenen Reden von durch lautes Klatschen, das der Anhang von Sierau und Co von sich gab, unterbrochen wurden. Bezeichnenderweise fielen in dieses Klatschen, das etwa auf den Ausruf folgte, dass für „Rechte in diesem Land kein Platz“ sei auch ein leitender Polizeibeamter ein, der mehrmals rechtswidrige Maßnahmen gegen die DIE RECHTE veranlasst hat und regelmäßig bei Einsätzen, welche die Partei betreffen, die Verantwortung trägt, sowie die Leiterin der zentralen Verwaltungsabteilung der Polizei, die am laufenden Band mit willkürlichen Verboten und Auflagen in das Versammlungsrecht eingreift, vielfach gab es dafür schon deutliche Worte und empfindliche Worte von den Verwaltungsrichtern. Dass sich Polizisten, die zur Neutralität verpflichtet sind, in solcher Form öffentlich positionieren, ist bezeichnend, überrascht aber in Dortmund wenig – zur Sprache kommen wird es aber sicherlich, wenn der nächste Prozess gegen eine Polizeibehörde ansteht, die regelmäßig ihr eigenes Recht bricht, um Nationalisten einschränken zu wollen.


SPD-Oberbürgermeister Ullrich Sierau neben Stefan Mühlhofer

Würdiges Gedenken durch anwesende Nationalisten

Angesichts solcher, politischer Stimmungsmache, die am Volkstrauertag betrieben wird, ist es umso wichtiger, einen positiven Gegenpol zu setzen. Etwa 35 Nationalisten fanden sich deshalb unter den rund 200 Anwesenden ein, um eine würdige Niederlegung des mitgebrachten Gedenkkranzes, sowie der weißen Rosen, durchzuführen. Gerade dort, wo das Andenken an unsere Vorfahren mit Füßen getreten wird, muss für die Erinnerung eingetreten werden. Das Andenken zu bewahren, ist elementarer Bestandteil einer gesunden Erinnerungskultur – im Gegensatz zu den ständigen Beteuerungen der etablierten Politiker, dies stünde einer Versöhnung mit unseren europäischen Nachbarn im Wege, ist diese Erinnerungskultur von nicht zu unterschätzender Bedeutung für einen wirklichen, europäischen Frieden. Nur, wer das Leid, aber auch die Aufopferungsbereitschaft, der sich die Kriegsgenerationen hingegeben haben, vor Augen behält, weiß den Frieden zu schätzen und daran mitzuarbeiten. Jener Frieden, der durch volksfeindliche Politiker jedoch stärker gefährdet ist, als je zuvor – sowohl international, als auch im Inneren unseres Landes. Der Volkstrauertag ist deshalb Erinnerung und Mahnung zugleich und es ist erfreulich, dass der Tag in vielen Dortmunder Stadtteilen begangen wird. Die Teilnahme am städtischen Gedenken bleibt dabei ein zentraler Punkt, auch in Zukunft.


Würdiges Gedenken als Kontrast zu linker Umerziehung und Propaganda

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