Angekündigter AfD-Redner bei Demo von DIE RECHTE sorgt für Panik bei spießbürgerlicher AfD-Ratsfraktion

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Am Freitagabend (21. Dezember 2018) demonstriert DIE RECHTE gegen Polizeischikanen und Repressionen im Kampf gegen die „nationale Opposition“. Auch die AfD, die von den Medien wahlweise als „rechts“ oder „rechtsextrem“ bezeichnet wird, hat mit Anfeindungen und – z.T. auch staatlichen – Repressionen zu kämpfen. Es ist deshalb erfreulich, dass sich ein prominentes Mitglied des Dortmunder Kreisverbandes als Redner auf der Rechten-Demonstration bereiterklärt hat. Auch wenn es sicherlich große Unterschiede zwischen AfD und der Partei DIE RECHTE gibt, sollte doch gerade beim Einsatz für Meinungsfreiheit Konsens bestehen. Doch statt sich über diesen Schulterschluss zu freuen, verfällt die Clique um die AfD-Ratsfraktion, die als besonders bürgerlich, angepasst und CDU-nah gilt, weshalb sie auch parteiintern alles andere als umstritten ist, in Panik. Unmittelbar nach der Ankündigung, dass ein AfD-Redner bei DIE RECHTE auftreten wird, erklärte etwa Matthias Helferich, mittlerweile ideologischer Kopf des Dortmunder Kreisverbandes, eine Kooperation mit der Partei DIE RECHTE sei unvereinbar und jeder, der sich nicht daran halte, müsse mit innerparteilichen Konsequenzen rechnen. Offenbar ist die Freiheit des einzelnen AfD-Mitgliedes, politische Versammlungen zu unterstützen, die es für sinnvoll hält, nicht allzu ausgeprägt, zumal Helferich und seinen Genossen (Partei-)Kameraden der Inhalt der Rede noch nicht einmal bekannt ist. Aber, davon ist auszugehen, sie werden sicherlich gespannt zuhören, was bei der Zwischenkundgebung vor der JVA Dortmund zum Besten gegeben wird.


Screenshot des Facebook-Beitrages von Matthias Helferich

Die panische Reaktion zeigt jedoch, dass die AfD keine Alternative für Dortmund ist: Auf Bundesebene mag sie zweifelsfrei eine Türöffner-Funktion haben, durch ihre inkompetente Führung ist sie auf lokaler Ebene jedoch Teil des Problems und nicht von den übrigen Blockparteien zu unterscheiden, was auch das Stimmverhalten im Hinblick auf den Evinger Doppelmoscheebau gezeigt hat, bei dem die Ratsfraktion einen Antrag von DIE RECHTE, der unter dem Titel „Es gibt kein Grundrecht auf den Bau einer Großmoschee“ stand, ablehnte. Wie die AfD mit dem Schulterschluss umgeht, den zwar Teiles des Vorstandes nicht möchten, breite Schichten der Dortmunder AfD-Basis, die sich seit Längerem in kameradschaftlichem Austausch mit Akteuren der radikalen Rechten befinden, aber durchaus begrüßen, wird sich zeigen.

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6 Kommentare

  1. ich schrieb es bereits mehrmals und wiederhole es trotzdem.
    Die AfD ist nur (noch) eine weitere Partei im Sumpf der Parteienlandschaft die unser Vaterland &Volk hinrichten wird! Ihr geht es einzig und allein um ein Mitregieren, ganz egal wie! Sie verhält sich dabei möglichst immer angepasster. Die paar “Querschläger” sind nur für das gemeine Volk gedacht, damit selbiges “Ruhe” gibt, also bezogen auf unerwünschte Äußerungen des ein oder anderen AfD-Mitglied..
    Natürlich muss ich auch immer weider anmerken, dass der Druck der anderen Parteien enorm ist, was die AfD “darf” und was Political Correctness angeht! Sonst wird es der AfD ganz schnell wie der NPD ergehen!

  2. Die AfD ist an sich eine gute Sache. Wenn die Partei sich öffentlich nicht von der Partei Die Rechte distanzieren würde, würde sie von Ihrer Wirksamkeit und ihrem parlamentarischen Einfluss, über den ich ehrlich gesagt noch ganz froh bin, schnell zu einer NPD 2.0 werden, die es bundesweit leider nie wirklich geschafft hat, etwas bewegen zu können. Die war und ist vielen aus der Mitte halt einfach zu NS-nah gewesen. Ich sehe die AfD auch als Dosenöffner und ja, manche Kreisverbände sind unerträglich, wenn sie ein linkes Zentrum befürworten, aber die haben teilweise verdammt gute Leute.

  3. Am Ende ist es womöglich Herr Helferich der seinen Hut nehmen kann 😉
    Macht ja nix, der wechselt dann vielleicht einfach zur CDU oder zu den Grünen und gut ist.

  4. Also das klingt für mich so : Die Mirischmiris dürfen alles machen,aber Menschen dürfen nicht alles sagen ! Traurig wie abseitig manche geworden sind . Aber wenigstens habe ich noch die Hoffnung auf eine Zukunft in der ich von A nach B gehen kann ohne Zwangsbescneidung . Es sollen ja noch Wahlen kommen , und dann werden wir sehen wie die Menschen denken ,es sei denn es kommt zu neuen Unterschlagungen der Wahlkommission .

  5. °°KlarText°° on

    Da drängen sich mir unweigerlich die Zeilen auf:
    “In einer Welt in der ein Schwur nichts mehr Wert ist,
    kommen Leute wie du in so Positionen, wo sie sonst niemals wären!”

    Hoffentlich sieht das auf Bundesebene besser aus.

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