Verdrängte Realität: Noch immer etwa 120 Prostituierte rund um den Nordmarkt „aktiv“

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Seit der Schließung des Straßenstriches an der Ravensberger Straße hat sich die Prostitution in die benachbarten Wohngebiete rund um den Nordmarkt verlagert. Die überwiegend drogensüchtigten Frauen bieten ihre Dienste dabei nahezu überall im offenen Raum an, während die Stadtverwaltung mit Durchfahrtsverbotszohnen versucht, den Freiersuchverkehr zu verdrängen. Knapp ein Jahrzehnt nach der Schließung ist klar: Die Prostitution bleibt der Nordstadt erhalte, die Abwanderung in die Wohngebiete war nicht temporär, sondern dauerhaft. Aktuell berichtet der „Westdeutsche Rundfunk (WDR)“, dass rund 120 Frauen in dem Viertel aktiv sind. Zwar waren es 2011 auf dem „regulären“ Straßenstrich noch 700, nachdem die Zahl der illegalen Prostituierten in den vergangenen Jahren nach städtischen Informationen angeblich zurückgegangen sei, sprechen die neuen Zahlen der Mitternachtsmission eine andere Sprache. Tatsächlich sind diverse Begleiterscheinungen mit der Straßenprostitution verbunden, etwa Drogenbeschaffungskriminalität, Auseinandersetzungen zwischen den – zumeist aus dem südosteuropäischen oder arabischen Raum stammenden – Zuhältern oder schlichtweg ein subjektives Unsicherheitsgefühl für alle, die zwangsläufig die Bereiche am Nordmarkt passieren müssen. Als ineffektiv haben sich in der Vergangenheit die städtischen und polizeilichen Verdrängungsversuche gezeigt, die bei der drogensüchtigen Szene überwiegend ohne Resonanz bleiben.

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1 Kommentar

  1. °°KlarText°° on

    Jeder Dortmunder kann dich bestimmt daran erinnern wie peinlich sich die Stadtführung feiern lassen hat, als der angebliche Erfolg gegen die offene Drogenszene am und um den Nordmarkt den Medien präsentiert wurde. Die Wahrheit könnte jeder sehen der 250 Meter weiter lief. Rund um die Brunnenstraße hatte die größte Drogenszene in Nrw ihren neuen Anlaufpunkt gefunden.

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