Vergleichsweise objektive Reportage über DIE RECHTE Dortmund in der Spiegel-Druckausgabe

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In Zeiten einseitiger Medienberichterstattung, die sich in Dortmund insbesondere an der gleichgeschalteten Lokalpresse mit ihren diffamierenden Beiträgen zeigt, sind diejenigen Presseberichte hervorzuheben, die zumindest ansatzweise versuchen, Objektivität zu suggerieren. Erstaunlicherweise ist es ausgerechnet dem Spiegel gelungen, einen fast neutralen Bericht über die Aktivitäten der Partei DIE RECHTE in Dortmund im Allgemeinen, sowie im Stadtteil Dorstfeld im Speziellen, zu veröffentlichen. Der Artikel ist online für Nutzer von “Spiegel Plus” abrufbar und befindet sich in der aktuellen Druckausgabe, die seit Samstag (23. Februar 2019) erhältlich ist. Entgegen der ursprünglichen Haltung, Vertretern von Massenmedien in aller Regel keine Interviews zu geben, haben sich die beiden DIE RECHTE – Politiker Michael Brück und Sascha Krolzig mehrmals mit dem Journalisten Uwe Buse getroffen, woraus eine Dokumentation geworden ist, die es dem Spiegel einerseits ermöglicht, einen umfassenden Bericht zu erstatten, der nicht nur Anti-Rechts-Aktivisten und Polizeipräsident Gregor Lange zu Wort kommen lässt, sondern auch die nationale Gegenseite, andererseits aber auch für DIE RECHTE eine große Werbeplattform bietet, immerhin liegt die Reichweite des Spiegels bei etwa 5 Millionen Menschen, alleine die Auflage (die allerdings seit einiger Zeit im Sinken ist) liegt bei etwa 710.000. Eine gute Möglichkeit, den diffamierenden Beiträgen der lokalen Nachrichtenportale, etwa den „Ruhr Nachrichten“, dem WDR oder „Radio 91.2“, etwas entgegenzusetzen. Herausgekommen ist ein Bericht, der sicherlich alles andere als freundlich gegenüber der nationalen Opposition geschrieben ist, aber doch deutlich vermittelt, dass die Dortmunder Neonazis keine entmenschlichten Nazimonster sind, sondern „Typen wie Du und ich“, um es umgangssprachlich auszudrücken. Auch die bewusst gestreuten Hysterie, die etwa nach der Demonstration am 21. September 2018 in Dortmund-Marten zu verzeichnen war, bei der eine angeblich antisemtische Parole skandiert worden war, wird in dem Artikel kritisch behandelt. Das Fazit, Dortmund – und speziell Dorstfeld – müsse wohl auch in Zukunft mit seinen Nazis weiter leben, wird wohl nicht jedem Linksextremisten schmecken, ist aber eine Tatsache: Weder eine politische Einstellung lässt sich verbieten, noch kann mit rechtsstaatlichen Mitteln legal agierenden Aktivisten vorgeschrieben werden, in welchem Viertel sie ihre politische Arbeit betreiben.

Übrigens: Der relativ neutral geschriebene Artikel des Spiegels stößt nicht überall auf Anklang, in den Twittter-Kommentarspalten toben Dortmunder Lokaljournalisten (und solche, die vorgeben, Journalisten zu sein) bereits und zeigen sich sichtlich verärgert, dass in diesem Fall dem lokalen Medienkartell das Meinungsmonopol entglitten ist.

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