Dorstfeld: 70 Anwohner und Aktivisten bei Mahnwache gegen Kinderschänder

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Es ist das Gesprächsthema Nummer 1 in Dorstfeld: Polizei und Presse wollten die Vergewaltigung eines 4-jährigen Mädchens, die sich am vergangenen Donnerstag (14. März 2019) zugetragen hat, verheimlichen. Dieses Vorhaben wurde durch die Partei DIE RECHTE, die bereits bei ähnlichen Fällen in der Vergangenheit den Fokus auf Kinderschänder gelenkt hatte, verhindert. Nachdem am Mittwoch bereits ein ausführlicher Artikel auf dem Nachrichtenportal des Dortmunder Kreisverbandes erschien, fand am Donnerstagabend (21. März 2019) eine Mahnwache statt, zu der sich 70 Teilnehmer, neben Aktivisten auch zahlreiche Dorstfelder Anwohner, einfanden – darunter auch mindestens ein Verwandter des betroffenen Mädchens. Sie protestierten gegen den Versuch einer Verheimlichung und machten gleichzeitig deutlich, dass Opferschutz immer vor Täterschutz gehören muss. Sobald der begründete Anfangsverdacht eines Kindesmissbrauches vorliegt, gehören die Taten medial aufbereitet, um potentielle, weitere Opfer warnen zu können. Bleibt dieser Schutz aus, könnten die Verdächtigen, die sich bis zu Beginn eines Prozesses möglicherweise Jahre auf freiem Fuß befinden, möglicherweise erneut Zugang zu kleinen Kindern erhalten. Ein unkalkulierbares Risiko, das offenbar bewusst von den Sicherheitsbehörden in Kauf genommen wird.

“Ruhr Nachrichten“ bemitleiden mutmaßlichen Kinderschänder

Trauriger Höhepunkt dieses Verhaltens: Die „Ruhr Nachrichten“ – in Person des Qualitätsjournalisten Peter Bandermann – empören sich darüber, dass Neonazis „Details aus der Ermittlungsakte“ eines verdächtigen Sexualstraftäters veröffentlicht hätten. Abgesehen davon, dass fälschlicherweise suggeriert wird, „Neonazis“ hätten Zugang auf Polizeiakten, ist diese Einschätzung des Herrn Bandermann gleich aus mehreren Blickwinkeln skandalös. So war es Peter Bandermann, der vor etwa zwei Wochen aus einem jungen, unpolitischen Sparkassen-Azubi einen „Neonazi-Kampfsportler“ machte und zum Frontalangriff auf die berufliche Karriere des Mannes überging. Ausgerechnet dieser Journalist redet plötzlich von einer Unschuldsvermutung, die bei dem ehemaligen Polizisten, gegen den jetzt in Dorstfeld ermittelt wird und gegen den ein konkreter Tatverdacht vorliegt, gelten würde – während beispielsweise bei der Festnahme des Dorstfelder Nationalisten Steven Feldmann seiner Feder zu entnehmen war, dass ein rechtsextremer Gewalttäter festgenommen worden sei. Die Unschuldsvermutung gilt offenbar bei Kinderschändern, nicht aber bei Neonazis. Eine bizarre Realitätsverdrehung.

Polizei versucht, Dorstfelder Bürger einzuschüchtern

Die Mahnwache verlief störungsfrei, wenngleich die Polizei im Vorfeld eine Auflage erlassen hatte, nach der die Nennung des verdächtigen Straftäters untersagt sei und auch Ausführungen, die Rückschlüsse auf die Identität des 75-Jährigen zulassen, zu unterbleiben haben. Weniger störungsfrei scheint jedoch der Umgang der Behörde mit Dorstfelder Bürgern zu sein, durch die Polizei gab es bereits mehrere Anquatschversuche im Umfeld der betroffenen Familie, bei denen offenbar versucht wird, herauszufinden, wer „den Neonazis die Information gegeben haben könnte“. Abgesehen davon, dass die Veröffentlichung von herausragenden Straftaten – zu denen ein Kindesmissbrauch wohl unstrittig gehört – nicht nur juristisch zulässig, sondern sogar eine der wichtigeren Aufgaben der freien Presse ist, stimmt jedes einzelne Wort der bisherigen Veröffentlichung, mittlerweile berichten sogar Medien wie der „Rundblick Unna“, welche über das DortmundEcho auf die Vorgänge aufmerksam geworden sind. Dass die Sicherheitsbehörden versuchen, Unbeteiligte – vor allem ohne Rechtsgrundlage – einzuschüchtern, statt sich auf die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Sexualstraftäter zu konzentrieren, zeigt, wo die Prioritäten dieser Institution liegen.


Ein Kamerateam des WDR (gegenüberliegende Straßenseite) war während der Aktion anwesend,
obwohl auch der GEZ-Sender die Taten bisher gänzlich verschweigt

Mit der kurzfristig organisierten Mahnwache, die mit etwa 70 Teilnehmern, die sich im Verlauf der Aktion eingefunden haben, gut besucht war, wurde der Fall in die Öffentlichkeit gerückt und die grundsätzliche Haltung von Polizei, sowie Medien angeprangert. In der nächsten Zeit gilt es, die weiteren Ermittlungen abzuwarten, den mutmaßlich anstehenden Gerichtsprozess zu begleiten und dafür zu sorgen, dass Kindesmissbrauch die öffentliche Aufmerksamkeit erhält, welche dieses Thema verdient hat. Jedes vergewaltigte Kind ist eines zuviel: Nur eine konsequente, öffentliche Aufarbeitung schützt nachhaltig!

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4 Kommentare

  1. Meine Meinung:

    Das die Polizei diesen Vorfall verbergen möchte ist die übliche Strategie dieser und an Frechheit kaum zu überbieten. Wir lassen unsere Kinder draußen spielen ohne zu wissen, dass in der Nähe ein päd. Straftäter herum läuft.
    Der Täter wird geschützt, dass ist meiner Meinung nach in Ordnung; ansonsten gebe es Bürger, die den Straftäter schwer körperlich verletzten oder schlimmeres mit ihm anstellen.
    Eines sollte allerdings unbedingt beachtet werden. Solche päd. Straftäter müssen ohne wenn und aber, sofort auf Dauer weggeschlossen werden. Sollte sich bereits im Ermittlungsverfahren der Verdacht erhärten, muss der Täter umgehend in U-Haft.
    Die Vergangenheit hat gezeigt, dass solche Straftäter nicht geheilt werden können. Auch Medikamente haben da keinen dauerhafte Wirkung. Diese Menschen sind krank.

  2. Erich Manstein on

    bzgl. der immer wieder angemahnten Meinungsfreiheit in der Merkelschen Diktatur, hier ein weiterer Artikel dazu:

    Merkel gestern in ihrer Rede vor dem Bundestag : “Europa ist ein Hort der Demokratie und der Menschenrechte. Europa ist ein Ort, an dem Minderheiten vor Verfolgung geschützt werden. Wo man die Freiheit hat, zu sagen, zu schreiben und zu glauben, was man für richtig hält.”“ Vorsorglich fügte sie hinzu: “Natürlich im Rahmen unserer rechtlichen Ordnung.” Und genau diese sog. rechtliche Ordnung ahndet das freie, wahre Wort mit bis zu lebenslänglicher Kerkerhaft und entrechtet die Einheimischen gegenüber den Fremden.

    Prof. Uwe Volkmann verlangt für Merkel folgerichtig die Abschaffung aller Reste von freier Meinungsäußerung. Er meinte, daß man zu Beginn der BRD noch kontroverse Meinungen zulassen konnte, um den Deutschen Demokratie zum einmaligen Einführungspreis anzubieten. Heute jedoch müsse das Aufwachen der Bevölkerung mit einer Neujustierung der Gesetze verhindert werden. Volkmann: “Es deutet sich eine tiefere Veränderung der politischen Kultur an. Das Recht ist in dieser Lage aufgefordert, selbst wieder stärker Grenzen zu ziehen, deutlich zu machen, was nicht geht?”
    Tatsachen seien nicht vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt, wenn sie der System-Meinung widersprächen, das seien für “die Demokratie” unrichtige Behauptungen. Das Grundrecht müsse erneut nachjustiert werden: “Tatsachenbehauptungen fallen dann aus dem Schutzbereich heraus, wenn sie unrichtig sind. Der verfassungsrechtliche Schutz der freien Rede muß neu justiert werden.” (FAZ, 14.03.2019, S, 7)

  3. Der WDR war wieder live dabei? Mmmh sie sind ja auch Mißbrauchsexperten.
    Und Herr Bandermann hat sich mit seinem Artikel ein richtiges Eigentor geschossen. Bei vielen Frauen, und die kommen nicht aus der sogenannten rechtsextremen Szene, ist er unten durch. Aber vielleicht bekommt er ja sein Fleißkärtchen beim EKD im Juni überreicht. Es kommt halt immer auf die Opfer an, gelle?

  4. Hermann the German on

    Herr Bandermann ist ein wahnsinnig schlechter und ermittlungsfauler Journalist. Es ist offensichtlich, dass er nicht selbst recherchiert, sondern von der Afa170 mit Informationen versorgt wird.

    Indizen dafür sind unter anderem der Fall des Sparkassen-Kampfsportlers, der wahrscheinlich lediglich eine sportliche Herausforderung suchte und von Linksextremisten selbstverständlich als Rechtsextremist bezeichnet wird, weil er eben beim Kampf der Nibelungen teilgenommen hat. Da hat aus Sicht der Afa170 natürlich ein Herr Bandermann eine nützliche Reichweite. Es ist quasi zwischen beiden eine Symbiose.

    Deutlicher wird das Zusammenwirken am Artikel über Steven F. (Anmerkung: im Bandermann-Artikel Mitglied der ,,Aktionsgruppe Rechts”). Um die Afa170 ein wenig durch die Stadt fahren zu lassen, wurde diese zeitweise über ihre Nazis-Melden-Seite mit vollkommen schwachsinnigen Infos, wie fiktiven Namen, Adressen und Gruppenzusammensetzungen versorgt. Ein paar Wochen später war Steven F. laut Bandermann plötzlich Mitglied einer solchen nicht existierenden Gruppe. Reiner Zufall oder kennt man sich evtl sogar persönlich aus dem Nordpol?

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