NRW

Spannendes Schulungs- und Diskussionswochenende im Ruhrgebiet

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Vom 15. bis 17. März 2019 hatten sich Aktivisten der Partei DIE RECHTE im Rurhgebiet zu einem Schulungs- und Diskussionswochenende getroffen. Im Mittelpunkt stand jedoch nicht das gebetsmühlenartige Wiederholen von Parolen und Floskeln, sondern die (auch kritische) Auseinandersetzung mit politischen Positionen, sowie dem Agieren der nationalen Bewegung. Als Ergänzung zum politischen Alltag, bei dem oft die Zeit fehlt, tiefgründig auf Streitfragen und komplexe Themen einzugehen, war das Wochenende eine hervorragende Möglichkeit, den Diskurs zu stärken und dabei noch viel Zeit im Kreis der Gemeinschaft zu verbringen. Eine hervorragende Verpflegung, die in Eigenregie organisiert wurde, sowie ein Freizeitprogramm, rundeten die Veranstaltung ab.

Vorträge, Diskussionen und Arbeitsgruppen

„Nationaler Sozialismus und Islam“

Eröffnet wurde das Wochenende am Freitagabend (15. März 2019) mit einem Vortrag von Sven Skoda, der unter dem Titel „Nationaler Sozialismus und Islam“ stand und sich mit der Haltung gegenüber der Religion, die derzeit in Europa am meisten vordringt, beschäftigte. Sowohl im Vortrag, als auch in der anschließenden Diskussion, wurde betont, dass der Islamisierung Europas konsequent Einhalt geboten werden muss, gleichzeitig aber islamisch geprägte Völker in Afrika oder der arabischen Welt – dort, wo der Islam traditionell verwurzelt hat – keine Gegner eines souveränen Deutschlands sind. Im politischen Alltag fällt es jedoch schwer, diese Positionen differenziert zu betrachten, da der Islam häufig mit dem (z.T. sehr negativen) Verhalten entsprechender, ausländischer Personengruppen in Deutschland assoziiert wird und somit auch als Problem erscheinen mag, obwohl er allenfalls ein Symptom der Masseneinwanderung, die von den Herrschenden bekanntlich gezielt gesteuert wird und zu deren Verlierern sowohl die einheimische Bevölkerung, als die Einwanderer selbst zählen, ist.

„Du bist der Widerstand!“

Nach ausgiebigem Frühstück und dem Absingen des Deutschlandliedes, hielt Sascha Krolzig am Samstagvormittag (16. März 2019) einen Vortrag zum Thema „Du bist der Widerstand“, bei dem insbesondere die Auseinandersetzung mit der Verantwortung jedes Einzelnen für das Außenbild und Selbstverständnis der nationalen Bewegung behandelt wurde. Einen Schwerpunkt legte Krolzig dabei auf das Verhalten rechter Aktivisten in sozialen Netzwerken, wobei er vier „Problemtypen“ charakterisierte, welche die gegebenen Möglichkeiten nicht nur ungenutzt lassen, sondern dem nationalen Anliegen sogar eher schaden. So wirft etwa der „Schlechte-Nachrichten-Verbreiter“ den ganzen Tag mit Meldungen über schreckliche Straftaten um sich, unterlässt es aber, dabei in seinen eigenen Ergänzungen zu geteilten Beiträgen sinnvolle, politische Forderungen zu ergänzen und trägt somit letztlich nur zu einer Frustration und einem Gefühl der Hilflosigkeit bei, das angesichts ständiger Straftaten, häufig von Ausländern an Deutschen begangen, entsteht. Wenig besser ist dagegen der „Möchtegern-Militante-Verbalradikalist“, der ähnliche Meldungen verbreitet, versehen mit Aufrufen zur Gewalt oder Selbstjustiz, die letztendlich allenfalls Ermittlungsbehörden zu Aktivitäten veranlassen, der nationalen Sache aber sicherlich nicht dienlich sind. Etwas harmloser, dafür umso peinlicher, ist der „Satire-Nicht-Versteher“, der erkennbare Satiremeldungen für bare Münze nimmt und sich selbst, wie die gesamte Rechte, durch das Verbreiten solcher Meldungen blamiert. Ein weiteres Phänomen, das zumeist nach Demonstrationen auftritt, ist der „Miesmacher“, der selbst politisch allenfalls sporadisch aktiv ist, aber nach jeder politischen Aktion das „Haar in der Suppe“ sucht, um kleinere Kritikpunkte zu dramatisieren – ihm geht es nicht um die erwünschte und sinnvolle Aufbereitung von Aktionen, um sie zukünftig besser zu gestalten, sondern um das Aufwerten der eigenen Person durch Herabsetzung anderer Aktivitäten / Personenkreise. Alle vier Typen wurden mit entsprechenden Belegen verbildlicht und in der anschließenden Diskussion wurde thematisiert, wie stattdessen eine ordentliche, produktive Arbeit in sozialen Netzwerken aussehen sollte, die Menschen dazu animiert, sich der nationalen Bewegung anzuschließen und ein positives Lebensgefühl weckt – im Idealfall mit einer Portion Humor.

„Rechtsruck ohne die radikale Rechte?!“

Der zweite Vortrag wurde am Samstagmittag von Michael Brück gehalten und stand unter der Überschrift „Rechtsruck ohne die radikale Rechte?! Analyse und Perspektiven im Jahr 2019“. Brück skizzierte dabei die Entwicklung „rechts der CDU“, die sich in den letzten Jahren vollzogen hat und die zu einem starken Anstieg von Protestbewegungen führte, die z.T. bereits wieder merklich abgeschwächt sind, z.T. aber auch erfolgreich weiter große Personenkreise erreichen. An verschiedenen Beispielen wurde aufgezeigt, wie sich der gesellschaftliche Diskurs „nach rechts“ verschoben hat – so sind Begriffe wie „Bahnhofsklatscher“ und „Kuscheltierwerfer“ mittlerweile allgemeine Synonme für linksextreme Migrationsbefürworter und die Öffnung der Grenzen wird von großen Teilen der Gesellschaft, ebenso, wie die gescheiterte Migrationspolitik, als Fehler empfunden. Gleichzeitig ist es der radikalen Rechten aber allenfalls regional gelungen, ihre Strukturen auszubauen und Bürger in größerem Umfang zu mobilisieren. Im Vortrag und der Diskussion wurde auch die Bedeutung der neurechten Opposition – insbesondere AfD und IB – thematisiert, wobei beide Gruppen momentan ihren Zenit erreicht zu haben scheinen und abzuwarten ist, in welche Richtung sich die Entwicklung nach einem relativ konstanten Aufstieg der letzten Jahre fortsetzt. Letztendlich muss die nationale Bewegung sich aber in erster Linie auf die eigenen Inhalte, die sie quasi der geöffneten Tür als nächste Stufe hinterherschiebt, konzentrieren und selbstbewusster Auftreten, gleichzeitig jedoch andere, rechte Strömungen nicht als Feind begreifen. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, gute Aktionen werden bestenfalls mit eigenen, guten Aktionen im Rahmen eines konstruktiven Wettstreites beantwortet und jede Energie, die auf ein gegeneinander zielt, ist verschwendet. Vielmehr muss sich die radikale Rechte in ihre Situation im Jahr 2019 einfügen, ihre Stärken (u.a. Kontinuität und ein Mobilisierungspotenzial, was in der Regel dauerhaft abrufbar ist, während die neue Rechte von emotionaler Mobilisierung nach bestimmten Ereignissen lebt) nutzen, um ihren Platz im „rechten Mosaik“ zu verfestigen bzw. wieder auszubauen.

Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenfeldern

Dass innerhalb der radikalen Rechten, die als einzige Oppositionsbewegung konsequent ihre Meinung vertritt und sich nicht auf taktisch motivierte Relativierungen, den Verzicht eigener Positionen und ein Anfreunden mit dem bestehenden System einlässt, Veränderungen notwendig sind, ist unbestritten. Diese jedoch auszuarbeiten und umzusetzen, bedarf viel Arbeit. Einen kleinen Beitrag dazu leisteten insgesamt sechs Arbeitsgruppen, in denen am Samstagnachmittag über mehrere Stunden hinweg zu verschiedenen Themenfeldern diskutiert wurde. Eine Gruppe französischer Kameraden, die sich dem Schulungs- und Diskussionswochenende angeschlossen hatte, arbeitete dabei einen Vortrag über die Perspektiven eines freien Europas aus. Die übrigen Arbeitsgruppen standen unter den Arbeitstiteln „Ist das System oder der Ausländer / der Islam unser Feind?“, „Auf welchen Wegen lassen sich weitere Aktivisten gewinnen?“, „Mit welchen kreativen und / oder neuen Aktionen kann Öffentlichkeit geschaffen werden“, „Wie ist das Verhältnis zur AfD, wie zur Identitären Bewegung?“ und „Welches Erscheinungsbild und Verhalten erwarten wir auf Versammlungen?“. Jede Gruppenarbeit wurde im Anschluss von den Mitwirkenden vorgestellt und z.T. intensiv diskutiert, es wurde deutlich, dass es bei vielen Themenbereichen notwendig ist, über Standpunkte zu streiten und sich mitunter auch selbstkritisch zu hinterfragen.

„Verhalten in sozialen Netzwerken“

Während der Samstagabend durch ein Freizeitprogramm – unter anderem einer von Sascha Krolzig geführten und moderierten Wanderung über geschichtlich bedeutsamen Boden unserer Heimat – gestaltet wurde, stand am Sonntagvormittag ein weiterer Vortrag mit anschließender Diskussion auf dem Programm. Sven Skoda sprach über die Bedeutung des Verhaltens in sozialen Netzwerken. Zwar wurde das Thema auch im Vortrag von Sascha Krolzig bereit behandelt, Skoda legte jedoch seinen Schwerpunkt einerseits auf die „Datenkraken“, welche die meisten Applikationen (Apps) auf Mobiltelefonen darstellen, um gleichzeitig auszuführen, welche Möglichkeiten die sozialen Netzwerke bieten – es müsse aber jeder bewusst sein, welche Daten er selbst durch die Nutzung preisgibt. Im zweiten Teil seines Vortrages zeigte Skoda konkret auf, welche Formen der Informationsweitergabe in sozialen Netzwerken einen hohen, politischen Nutzen haben und verdeutlichte dies an Beispielen, wie sich mit „Schwarmeffekten“ Themen in die Öffentlichkeit bringen lassen, die ansonsten gänzlich verschwiegen würden. Auch diesem Vortrag folgte eine angeregte Diskussion, ehe die Teilnehmer des Wochenendes ein Schlussfazit zogen und insbesondere Christoph Drewer, der das Seminar stellvertretend für das Referat Bildung innerhalb der Partei DIE RECHTE organisiert hatte, sowie seinen Helfern für die gelungene Durchführung dankten.


Eine gesunde Diskussionskultur stand im Mittelpunkt des Wochenende

Das Wochenende hat für alle Teilnehmer viel „Input“ gebracht, den es in der tagespolitischen Arbeit anzuwenden und weiterzuverbreiten gilt. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass in den eigenen Reihen viel mehr diskutiert werden muss, jedoch auf einer konstruktiven Ebene, die immer das Ziel verfolgen muss, besser zu werden. Es wird daher wohl nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein!

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