DO-Dorstfeld: Fast 200 Nationalisten bei Demo gegen Polizeirazzien!

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Nach nur einem Tag Mobilisierungszeit, fanden sich bis zu 200 Nationalisten am Freitagabend (3. Mai 2019) zu einer Protestdemonstration auf dem Wilhelmplatz im Dorstfelder Stadtteilzentrum ein, die sich gegen die Polizeirazzien am Vortag richtete. Bei diesen willkürlichen Maßnahmen war u.a. die Wohnung des Bundesgeschäftsführers der Partei DIE RECHTE, Michael Brück, sowie die Bundesgeschäftsstelle der Partei durchsucht worden, in den Räumlichkeiten wurden sämtliche Parteiunterlagen des Bundesverbandes beschlagnahmt. Mit der zeitnahen Demonstration wurde ein deutliches Zeichen gegen den staatlichen Angriff gesetzt, der sich in der heißen Phase des Europawahlkampfes ereignete und offenbar – zumindest als Teilziel – verfolgt, den Einzug von Ursula Haverbeck ins Europaparlament zu verhindern. An der Versammlung beteiligten sich neben zahlreichen Dortmundern, darunter viele Anwohner aus Dorstfeld selber, Aktivisten aus anderen, nordrhein-westfälischen Städten, sowie eine Delegation aus Baden-Württemberg. Die hohe Beteiligung und der deutschlandweite Zuspuch, den die Dortmunder Aktivisten nach den Razzien erhielten, verdeutlicht, dass die nationale Solidarität stärker ist, als die Repressionen des Systems. Erfreulicherweise beteiligten sich auch Vertreter verschiedener Organisationen, neben dem Veranstalter, der Partei DIE RECHTE etwa Akteure von NPD und JN, an der Demonstration.

Vom Wilhelmplatz durch Unterdorstfeld

Um 19.30 Uhr begann die Versammlung mit einer Auftaktkundgebung auf dem Wilhelmplatz, bei der Michael Brück zunächst einen Überblick über die Geschehnisse im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen gab, ehe Sascha Krolzig das Wort ergriff und die Willkür, mit der die staatlichen Organe handelten, noch einmal verdeutlichten. Als Vertreter der NPD-Jugendorganisation JN sprach Christian Häger zu den Teilnehmern und verdeutlichte, dass nationale Solidarität organisationsübergreifend gezeigt und gelebt werden muss. Abgerundet wurde das ansprechende Rednerprogramm durch einen Beitrag des ehemaligen Dortmunder Feuerwehrchefs Klaus Schäfer, der gesundheitlich derzeit angeschlagen ist, es sich aber nach eigenen Worten nicht nehmen lassen wollte, auf die Straße zu gehen, nachdem er von dem neuen, ungeheurlichen Vorgehen der Polizei Dortmund Kenntnis erhalten hatte. Nach der Auftaktkundgebung setzte sich die Versammlung mit themenbezogenen Sprechchören, sowie moderierenden Lautsprecherdurchsagen über den Dorstfelder Hellweg, die Spichener Straße, Osningstraße, Bandelstraße und Wörthstraße in Bewegung. Immer wieder applaudierten oder grüßten Anwohner am Wegesrand den Demonstrationszug, der seinen Abschluss im Kreuzungsbereich Emscherstraße / Thusneldastraße, unmittelbar vor den jüngst durchsuchten Häusern, fand. Bei der Abschlusskundgebung sprach mit Sven Skoda auch der zweite Bundesvorsitzende der Partei DIE RECHTE, der an die Teilnehmer appellierte, staatliche Repressionsmaßnahmen kreativ zu beantworten und den Behörden die Arbeit größtmöglich zu erschweren. Die zahlreichen schwarz-weiß-roten Fahnen, sowie Plakate der Partei DIE RECHTE, die an Laternen befestigt waren, verschafften der Abschlusskundgebung eine besondere Kulisse, durch die untermauert wurde: Die nationale Opposition lässt sich aus Dorstfeld nicht vertreiben, ganz im Gegenteil.


Bei Ankunft der Antifaschisten (links im Bild) wurde es kurzzeitig hektisch


Die Auftaktkundgebung auf dem Wilhelmplatz war gut besucht


Auch die x-te Hausdurchsuchung sollte mit Humor genommen werden!


Auch der Bundesvorsitzende Sascha Krolzig ergriff das Wort


Organisationsübergreifende Solidarität: JN-Chef Christian Häger am Mikrofon


Der ehemalige Feuerwehrchef Klaus Schäfer ging trotz gesundheitlichen Beschwerden auf die Straße


Aktivisten aus verschiedenen Städten unterstützen die Protestaktion


Auch der Kreisverband Rhein-Erft war mit einem eigenen Banner vertreten


Die “Aktionsgruppe Dortmund-West” beteiligte sich ebenfalls an der Demonstration


Der Aufzug erreicht die Emscherstraße


Empfangen von schwarz-weiß-roten Fahnen


Panorama-Ansicht der Abschlusskundgebung


Mit Sven Skoda sprach auch der zweite Bundesvorsitzende von DIE RECHTE


In der Thusneldastraße 3 stößt die 110 eher auf Ablehnung…

“Das sind alles nur Kinder“

Zu einer Gegendemonstration hatte im Übrigen das linke Bündnis „BlockaDo“ aufgerufen, das kurzfristig von den Grünen, dem DGB und den staatlich geförderten „Quartiersdemokraten“ unterstützt wurde. Eingefunden hatten sich letztendlich gerade einmal 60 Teilnehmer (die Polizei berichtet ihrerseits bereits leicht geschönt von 100 Gegendemonstranten, BlockaDo selbst halluziniert 200 Teilnehmer herbei), die bereits während des Demonstrationszuges der Rechten den Stadtteil Dorstfeld wieder verließen, Dorstfelder Bürger selbst waren offenbar beim Gegenprotest nicht vertreten. Amüsanterweise reiste eine größere Gruppe Antifaschisten zunächst unbegleitet von der Polizei an, die jedoch sehr schnell anwesend war, als sich einige Nationalisten schnelleren Schrittes näherten – in diesem Zusammenhang funkte ein Hundertschaftspolizist bei der Begutachtung des linken Klientels an seine Kollegen den Satz „Das sind alles nur Kinder“ durch, der bezeichnend für den Zustand der Dortmunder Antifa-Szene ist.

Mit der lautstarken und öffentlichkeitswirksamen Demonstration durch Dorstfeld, die wohl kaum einem Anwohner entgangen sein dürfte, wurde zeitnah auf die staatliche Schikane reagiert. Nicht wenige Teilnehmer sahen in der Repression einen zusätzlichen Motivationsschub für den Europawahlkampf und / oder einen Anlass, angesichts des offen gezeigten Rechtsbruchs wieder selbst auf die Straße zu gehen. Statt sich einschüchtern zu lassen, geht die nationale Opposition auch aus diesen Razzien gestärkt hervor. Der Fokus im dauerhaften Kampf gegen Repressionen wird in den nächsten Tagen auf der juristischen Aufarbeitung der Vorgänge liegen, insbesondere im Hinblick auf die unverzügliche Herausgabe der sichergestellten Parteiunterlagen, doch auch die politische Aufklärung ist längst nicht abgeschlossen. Und mit dem 25. Mai 2019 steht der nächste Pflichttermin bereits vor der Tür, bei dem die Aufarbeitung der Razzien des 2. Mai 2019 sicherlich ebenfalls eine Rolle spielen wird. Keine Repression bleibt unbeantwortet und keine Schikane ohne Folgen!

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6 Kommentare

  1. Pingback: DO-Dorstfeld: Fast 200 Nationalisten bei Demo gegen Polizeirazzien! | Die Rechte – Landesverband Baden-Württemberg

  2. Erich Manstein on

    „Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
    in keiner Not uns trennen und Gefahr.
    Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
    eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
    Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
    und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.“
    — Schillers Rütli-Schwur im Drama Wilhelm Tell (1804) —

  3. OT, aber auch ganz interessant:

    http://www.pi-news.net/2019/05/dortmund-eltern-meiden-stadtgymnasium-staerker-denn-je/

    Geht es um die Zukunft der eigenen Kinder, wissen Mütter und Väter sehr wohl „mit Füßen abzustimmen“. Ein Zeichen der Ehrlichkeit vieler Eltern ist daher der erneute Anmeldeschwund am Dortmunder Stadtgymnasium – jener islamophilen Problemschule, über die PI-NEWS in diesem Jahrzent wohl häufiger als über jede andere aufgeklärt hat.

    Der vom Schulleiter Bernhard Koolen wegen dieser Berichte ausgerufene „Nazi“-Alarm hat auch in der jüngsten, gerade abgelaufenen Anmeldephase deutsche Eltern massiv abgeschreckt: Während fast alle anderen Dortmunder Gymnasien diesmal steigende Anmeldezahlen verzeichnen und meist sogar mehr neue fünfte Klassen als zuvor einrichten müssen, gibt es am einst so angesehenen Stadtgymnasium – wieder einmal – eine Eingangsklasse weniger als zuvor, berichten die Ruhr-Nachrichten.

    Sogar der eigentlich „stramm-linke“ Nordstadtblogger ist ehrlich genug, die noch wenigen verbliebenen deutschen Eltern dieser Schule kritisch zu Wort kommen zu lassen. Der Blogger berichtet wörtlich:

    „Im Gespräch von nordstadtblogger.de mit einigen Eltern und einem Podiumsteilnehmer traten Schatten in der Retrospektive auf. Dass etwa eine umfassende Liberalität von Aweimer angezweifelt wurde. Dass weiter deutschen Mitschülern gerne auch mal bei Problemen der Begriff „Nazi“ als Schimpfwort entgegenschallt, wie eine Mutter sich bedauernd äußerte.“

    So ist es nun mal, wenn sich ein Gymnasium als „Schule ohne Rassismus“ profilieren will.

    🙂

  4. Pingback: 25. Mai in Dortmund: Europäische Aktivisten kommen zur Demo, Anreisetreffpunkte stehen fest! – DIE RECHTE

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