Für 12 Millionen: Stadtrat soll „Neubau“ des Westbades in Wischlingen beschließen

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Es ist ein groteskes Schauspiel, das die Dortmunder Stadtführung abzog: Zunächst wurde das alte Westbad am Kortental, eines der beliebtesten Schwimmbäder im Dortmunder Westen, als marode eingestuft und die Sanierungskosten von etwa 3 bis 4 Millionen Euro als unrentabel eingestuft. Anschließend wurde ein Neubau im Revierpark Wischlingen vorgeschlagen, gegen den es breite Proteste – die auch von der Partei DIE RECHTE mitgetragen wurden – gab. Insbesondere die SPD um ihren Dorstfelder Abgeordneten Hans-Peter Balzer, der zufälligerweise auch im Aufsichtsrat des Revierparks sitzt, zeigte sich dabei als entschiedener Westbad-Gegner. Letztendlich besiegelten vor ziemlich genau zwei Jahren SPD, CDU, FDP und AfD im Dortmunder Stadtrat gemeinsam das Aus des Westbades. Lediglich Linkspartei, Grüne und die Ratsgruppe NPD / DIE RECHTE stimmten gegen die weitere Einsparung an städtischer Infrastruktur. Während bis heute unklar ist, was aus der Fläche am Kortental werden soll, gibt es jedoch mittlerweile Spekulationen über einen lukrativen Verkauf durch die Stadt Dortmund, was den tatsächlichen Hintergrund der Verlegung begründen konnte. Es ist vergleichsweise untypisch, trotz zehntausenden Unterschriften, die couragierte Bürger für den Erhalt sammelten, die Schließung um jeden Preis – und mit vielfach höheren Kosten – durchzusetzen.

Stadtrat soll Neubau absegnen

Tatsächlich liegt der kalkulierte Wert für den Neubau des Westbades als Teil des Revierparks Wischlingen um ein Vielfaches höher: Für über 12,3 Millionen Euro soll der Neubau bei der nächsten Ratssitzung am 4. Juli 2019 beschlossen werden, eine Zustimmung der Westbad-Zerstörer von SPD, CDU, FDP und AfD gilt als sicher. Genau diese Parteien werden dann aber auch begründen müssen, weshalb die Preise für städtische Schwimmbäder steigen, während die Nutzung des Bades etwa durch Schulklassen und Vereine durch die Verlegung überwiegend erschwert wird. Selbstredend wird die Ratsgruppe NPD / DIE RECHTE erneut für den Standort am Kortental eintreten und diese Position auch deutlich machen, entsprechende Informationen und Anträge folgen zeitnah, wie ein Sprecher der Gruppe gegenüber dem „DortmundEcho“ mitteilte.

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1 Kommentar

  1. Meine Meinung:

    Wichlingen war bereits kurz vor dem Konkurs. Immer wieder hat die Stadt Dortmund “ausgeholfen”. Da muss jemand bei der Stadt Dortmund recht viel Sympathie für das Bad haben.

    Bekannt ist auch, dass es vermehrt Beschwerden gegen das Personal dieses Bades gibt. Bürger haben sich über äußerst unfreundliches Personal beschwert und mitgeteilt, dass sie dieses Bad nicht mehr besuchen. Kann man im Internet finden.

    Das scheint den Betreiber sonst wo lang zu gehen; immerhin gibt es ja einen zahlungskräftigen Unterstützer.

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