Landgericht: Prozess gegen somalischen Piraten hat begonnen!

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Dortmund hat seinen ersten Piratenprozess. Nein, keine Sorge, angeklagt ist kein Funktionär der marginalisierten Splitterpartei (und auch nicht der ehemalige Pirat Robert Rutkowski), es geht stattdessen um „echte“ Piraterie. Mit Schiffen, auf dem Meer. Angeklagt ist ein 41-jähriger Mann, Mohamed S., dem vorgeworfen wird, an einer Schiffsentführung beteiligt gewesen sein. Die Anklage ließt sich, wie aus einem Actionfilm: Bereits im Mai 2013 soll demnach ein Öltanker südöstlich des Oman von somalischen Piraten angegriffen worden sein, die mit Schnellboten auf den Tanker zurasten und mit AK47-Sturmgewehren das Feuer eröffneten. Anschließend nahmen sie die Besatzung des Tankers über 10 Monate (!) als Geiseln und verbrachten das Schiff an die somalische Küste – nachdem sie die Erschießung der Geiseln androhten, floß seitens der Reederei eine Lösegeld von 13 Millionen Dollar.

Angeklagter kam als Asylbewerber nach Deutschland

Bei dem Angeklagten, der sich seit Mittwoch (5. Juni 2019 vor dem Landgericht verantworten muss, soll es sich seinerzeit um ein Mitglied der Piratenbande gehandelt haben, er habe zudem später als Koch für die Versorgung der Gefangenen Verantwortung getragen und einen unbekannten Anteil am Lösegeld erhalten. Er reiste im Jahr 2014, kurz nach seiner Tätigkeit als Pirat, als Asylbewerber nach Deutschland ein und wurde Ende 2018 festgenommen, nachdem er von einem ehemaligen Piratenkumpanen in einem anderen Verfahren belastet wurde – seither sitzt Mohamed S. in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen ihn ist bereits bis Mitte Juli 2019 terminiert, weitere Prozesstage könnten folgen – bei einer Verurteilung drohen S. wegen erpresserischen Menschenraubes bis zu zehn Jahre Haft. Und theoretisch auch nach Verbüßung der Strafe eine Abschiebung in die Heimat, aber Abschiebungen werden ohnehin in den seltensten Fällen umgesetzt.


Immer wieder kommt es am Horn von Afrika zu Attacken neumodischer Piraten

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1 Kommentar

  1. Ja, diese Piraten kriegen bei uns auch die “volle Härte des BRD-Rechtsstaates zu spüren”. Der angeklagte Somalier in Hamburg hat sofort Asyl beantragt und wird uns nach dem Kuschelurteil wohl bis zu seinem Lebensende erhalten bleiben.
    Das Piraterithema wird bei uns medial ausgeblendet. Etliche Opfer wurden allergrausamst ermordet und die überlebenden haben schwere psychische Folgen davongetragen.
    Seitens der wenigen Täterländer wird nix aktiv gegen solch eine Piratieriebedrohung der internationalen Schiffahrt unternommen. Die Reedereien schützen sich zunehmend durch bezahltes bewaffnetes Sicherheitsunternehmenspersonal an Bord, auf den besonders gefährdeten internationalen Seestrecken sind internationale Militärboote im Einsatz.
    Internationale Seegerichte bzw. dt. Strafgerichte sind sicherlich die falschen Institutionen zur Piraterieverfolgung.
    Der Pirate gehört vor ein somalisches Gericht gestellt und dort nach Schariarecht zum Tod verurteilt. Solch eine gerechte Strafverfolgung muß endlich gegen die Piratenunterstützerstaaten wie beispielsweise Somalia durchgesetzt werden.
    Der Fall ist ein interessantes Agitationsfutter für die Partei “Die Rechte” als Prozeßbeobachter. WIR “Nazis” instrumentalisiren angeblich doch sonst jeden Furz Gut, dann bringen wir das doch mal als Kurzreportage über in Dortmund tagtaglich herumlungernde Invasoren, die sich unter den Einwanderern befinden, an den öffentlichen Plätzen in der Innenstadt die auf eine günstige Gelegenheit zur kriminellen Selbstbereicherung lauern. Na, wer handelt denn da mit Drogen und raubt dt. Omas aus? Aus welcher afrikanischen Ecke diese potentiellen Täter stammen kann man dabei vernachlässigen, bei uns dt. Nationalisten unterscheiden die BRD-Medien auchg nix!

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