Nordstadt: Zahlreiche Verstöße bei polizeilichen Kontrolleinsätzen

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Regelmäßig führt die Dortmunder Polizei im Rahmen von Symptombekämpfung größere Einsätze in der Nordstadt los, die sich überwiegend gegen Drogendealer, aber auch gelegentlich gegen Straßenräuber und andere Straftäter richten, die überführt werden können. Diese Einsätze sind zweifelsfrei wichtig, bleiben aber wirkungslos, da eine politische Begleitung, etwa durch konsequente Abschiebungen krimineller Ausländer, die den überwiegenden Teil der „polizeilichen Kundschaft“ im Dortmunder Norden bilden, ausbleiben.

Auch am Montag (19. August 2019) hat die Dortmunder Polizei einen solchen Einsatz gezogen und zieht nun Bilanz. Aber lest selbst:

Bei erneuten Schwerpunktkontrollen in der Dortmunder Nordstadt hat die Polizei am Montag (19.8.) mehrere verdächtige Personen überprüft. Ein Angestellter einer Gaststätte musste Drogen und viel Bargeld abgeben.

Der Mann reagierte nervös, als er um 18.45 Uhr vor einer Bar an der Feldherrnstraße die Polizei erblickte. Schnell übergab er einer gleichaltrigen Frau ein Bündel mit Geldscheinen. Polizisten erkannten die eilige Übergabe, durchsuchten ihn, die Frau, Taschen und einen Pkw. Insgesamt 7980 Euro und Marihuana kamen zum Vorschein. Der Angestellte der Bar ist seit langem schon als Drogenhändler und Geldwäscher bekannt.

Die Herkunft des Geldes konnte er nicht nachweisen. Da der Verdacht bestand, dass der Betrag durch den Verkauf von Drogen erwirtschaftet worden ist, wurde die “präventive Gewinnabschöpfung” angewendet – der Mann musste das Geld abgeben. Grundlage für diese Beschlagnahmung ist das nordrhein-westfälische Polizeigesetz (§ 43).
Bei dem Schwerpunkteinsatz überprüfte die Polizei insgesamt 48 Personen.

Darunter auch einen 48-jährigen Radfahrer am Nordmarkt. Als dieser um 15.15 Uhr eine Polizeistreife erblickte, wechselte er die Fahrtrichtung und trat kräftig in die Pedalen. Dabei ließ er eine Plastiktüte fallen. Das Streifenteam konnte den Radfahrer stoppen und die vermutlich mit Kokain gefüllte Tüte sichern. Da sich der Mann nicht ausweisen konnte, wurde seine Identität auf der Wache festgestellt. Dort erhielt er einen Platzverweis für die Nordstadt. Die Tüte mit dem weißen Pulver musste er abgeben.

Bei den Kontrollen mit Schwerpunkten im Keuning-Park, am Nordmarkt und auf der Münsterstraße sind drei Personen aufgefallen, die gegen Bereichsbetretungsverbote für die Nordstadt verstoßen oder sich nicht an räumliche Beschränkungen ihrer Ausländerbehörde gehalten haben. Sie wurden anzeigt und aufgefordert, Dortmund umgehend zu verlassen. Teilweise wurden bei ihnen Drogen entdeckt und sichergestellt.

Ein Einsatz führte auch in die Stubengasse in der City. Dort wollte sich eine überprüfte Person nicht ausweisen. Der Mann reagierte aggressiv und handgreiflich. Er erhielt eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Die Polizei plant bereits die nächsten Schwerpunktkontrollen. Straftäter müssen jederzeit mit Kontrollen und Sanktionen rechnen.

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2 Kommentare

  1. Na, wirkungslos nicht ganz. Drogengelder in der Größenordnung wie oben beschrieben zu beschlagnahmen und noch mitgeführte Drogen, dürften schon ein Erfolg sein. Dieser Dealer dürfte Probleme mit seinem “Lieferanten” bekommen. Geld weg bedeutet, keine neuen Drogen. Und sollte der Dealer auf “Kombi” bestellt haben, dürfte auch das zu Problemen führen.
    Richtig ist, dass sich auf kurz oder lang an den Drogenverkäufen nichts ändern wird, da die Täter selten einen Grund für eine Abschiebung liefern. In einem Land in dem die Täter Verfolgung und Gefahr ausgesetzt sind, darf nicht abgeschoben werden. Die gefertigten Strafanzeigen der Polizei laufen häufig ins Leere. Beschuldigte die angeklagt werden sind häufig nicht mehr zu finden, da u. a. keine ladungsfähigen Anschriften vorhanden sind.
    Selten werden diese Täter zur Festnahme ausgeschrieben, wenn sie für die Justiz nicht zu finden sind.
    Und das wissen diese Kriminellen genau!

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