Nicht kompatibel: Borussenfront und AfD-Karriere…

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Delmenhorst liegt rund 225 Kilometer von der schönen Westfalenmetropole Dortmund entfernt und auch dort gibt es natürlich Sympathisanten von Borussia Dortmund. Und nicht nur von Borussia, sondern auch von verschiedenen Fanclubs. Bis heute erfreut sich die Borussenfront, die es eigentlich gar nicht mehr gibt und die heute allerhöchsten gelegentlich dazu einlädt, in alten Erinnerungen zu schwelgen, großer Beliebtheit. Seine Sympathie zum Ausdruck brachte auch ein Anhänger von Atlas Delmenhorst, einem Fünftligisten, welcher in der ersten Runde des DFB-Pokals das „große Los“ gezogen hatte und auf den benachbarten Profiverein Werder Bremen traf. Bereits während des Spiels am 10. August 2019, das Delmenhorst im Übrigen erwartungsgemäß mit 1 zu 6 verlor, kam es zu Angriffsversuchen der linksextremen Bremer Fanszene auf die Gästeanhänger von Atlas Delmenhorst, denen vorgeworfen wurde, mit rechtsradikalem Gedankengut zu sympathisieren, es kam zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Antifa-Ultras und der Polizei, die weitreichende Ermittlungen nach sich ziehen. Doch diese Details wurden Ende September 2019 plötzlich zur Nebensache. Die Schlagzeilen bestimmte ein Mann namens Rainer Kutz, der in sozialen Medien Bilder veröffentlicht hatte, die ihn beim entsprechenden Spiel in einem Borussenfront-Pullover zeigten – pikanterweise ist der gute Mann für die AfD in den Delmenhorster Stadtrat eingezogen und so beganngen die üblichen Panikreflexe.

AfD drängt Stadtrat wegen falschem Pullover zum Austritt

Fast schon erwartungsgemäß, empörten sich die üblichen Blockparteien über „rechtsradikale Tendenzen“ (während linksextreme Betätigungen selbstredend toleriert werden). Doch nicht nur das Blockparteienkartell lief auf Hochtouren, auch die örtliche AfD übte großen Druck auf ihren eigenen Stadtrat aus, mit dem Ergebnis, dass dieser nach wenigen Tagen seinen Rücktritt erklärte. Gegen ihn wurde seitens der blauen Partei, der angeblichen Alternative, die in vielen Regionen jedoch selbst dringend einer Alternative bedarf, ein zweijähriges Wiedereintrittsverbot ausgesprochen. Offenbar werden mit Leichtigkeit eigene Mitglieder geopfert, sobald sie in den Fokus der Lügenpresse geraten – selbst, wenn es nur um einen Pullover mit einer unverfänglichen Aussage, der Sympathie zu einem nicht einmal mehr bestehenden Fußballfanclub der Borussia, geht.

Schade im Übrigen, dass Herr Lutz, wie der gute Mann heißt, sein Mandat niedergelegt hat: Wäre er zur radikalen Alternative, die in Dortmund im Übrigen ohnehin die einzige Alternative darstellt (und sicherlich auch nach Delmenhorst expandieren würde), gewechselt, hätte er seine Kleidung weiter tragen können und müsste sich nicht in Ausreden flüchten, er hätte einen falschen Pullover vom Stapel genommen, den ein Bekannter bei ihm vergessen hätte…

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den Telegram-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

3 Kommentare

  1. Nicht kompatibel !!!!!
    Dieses Zitat lässt sich auch auf andere Erscheinungen in unseren Land anwenden .

    Nicht kompatibel : Grüne im Parlament

    Nicht kompatibel : Eidbrüchige in Uniform

    Da gibt es noch mehr ,aber es wird jedem selber klar sein was geht und was,in naher Zukunft,nicht mehr geht .

  2. Die Bremer Antifa. Ich kann mich noch erinnern, wie in der BVB Stadionzeitung die Antifaschistische Fahne im Bremer Gästeblock unseres Westfalenstadion als toll gegen Rechts gefeiert wurde.
    Ja, der Fatzke und der kapitalistisch geführte Verein haben sich die Antifaschistische Aktion auf ihre Fahne geschrieben.

Hinterlassen Sie einen Kommentar