Von der Graffitiwand vor die Moscheen: Der blinde Aktionismus der Dortmunder Polizei

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Nun, dass die Polizei ihren Präsenzeinsatz vor der Dorstfelder Graffitiwand nach knapp drei Wochen beendet hat, ist sicherlich positiv und auf den breiten Druck zurückzuführen, der ihr entgegenwehrte. Doch getreu ihrem Motto „Blinder Aktionismus vor nachhaltiger Arbeit“, gibt es seit Wochenbeginn eine neue Baustelle – dieses Mal auf der ganz anderen Seite des politischen Extremismus, nämlich als direkter Beteiligter des Konfliktes zwischen Türken und Kurden, der längst auf deutschem Boden ausgetragen wird. In der Nacht auf Montag (21. Oktober 2019) wurde eine Moschee im Dortmunder Stadtteil Eving angegriffen (das “DortmundEcho“ berichtete), nach bisherigen Ermittlungen wird ein Bezug zum völkerrechtswidrigen, türkischen Einmarsch in Nordsyrien vermutet, der sich insbesondere gegen kurdische YPG-Terroristen richtet. Die angegriffene Moschee soll zu DITIB, bekanntlich aus der Türkei gesteuert, gehören, als Angreifer werden Kurden vermutet, der Staatsschutz möchte den Vorfall mit einer Ermittlungskommission aufklären, die – so betont Polizeipräsident Gregor Lange (SPD) mehrfach – personalintensiv sei. Und obwohl es für Lange schwierig ist, sich in einem Konflikt zwischen Türken und Kurden zu positionieren, schaut er kurzfristig in der Moschee vorbei, zeigt sich tief betroffen und lässt am Dienstag (22. Oktober 2019) eine weitere Pressemitteilung seiner Behörde herausgeben, in der starke Polizeipräsenzmaßnahmen im Umfeld von „muslimischen Gemeinden“ angekündigt werden. Was nicht in der Pressemitteilung steht, aber zwischen den Zeilen herausgelesen werden kann: Diese Präsenzmaßnahmen dürften sich freilich nur auf die türkischen, AKP-nahen Moscheen und Gebetsvereine beschränken, denn andere Moscheen sind wohl kaum bei einem türkisch-kurdischen Konflikt gefährdet. Aber Lange vermeidet es sogar, den Konflikt zu benennen und suggeriert, es bestünde eine generelle Gefahr für islamische Gotteshäuser in Dortmund. So will der Politiker, der es irgendwie zum Polizeipräsidenten geschafft hat, sogar aus einem fremdvölkischen Konflikt, der auf deutschen Boden importiert wurde, politisches Kapital schlagen. Wenn sich Polizisten künftig ihre Schichten vor Moscheen um die Ohren schlagen, ist das nicht viel besser, als vor einer Graffitiwand zu stehen – die Polizei sollte den Schutz aller Dortmunder gewährleisten und dient sicherlich nicht als privater Objektschutz. Aber in einer Behörde, bei der es mehr um PR, als um nachhaltige Konzepte geht, dürften diese Stimmen ungehört verhallen. Letztendlich bleibt der Dortmunder Polizei als Teil des BRD-Systems (und Lange als Teil seiner SPD) nichts anderes übrig, als die Konsequenzen aus Multikulti und imperialistischer Kriegstreiberei zu spüren – dazu gehört eben auch der importierte Konflikt zwischen Türken und Kurden, der in verschiedenen Konstellationen und im Hinblick auf verschiedene Gebiete regelmäßig aufflammt. Sich über diese jahrzehntelange Entwicklung im Jahr 2019 aufzuregen, ist scheinheilig und zeigt eine gewisse Doppelmoral.

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9 Kommentare

  1. °°KlarText°° on

    Äber mehr Polizeipräsenz werden sich die “Menschen mit Migrationshintergrund” dort in den sozialen Brennpunkten, in denen ihre Moscheen meist stehen, aber freuen. Kriminell ist ja niemand bei denen, so dass davon aus zu gehen ist, dass die Beamten mit offenen Armen oder gar türkischem Tee, empfangen werden.
    Wobei diese “Koalition” ja fast schon denkbar wäre. Schließlich weisen beide Personengruppen einige Gemeinsamkeiten auf: Sie werden beispielsweise gern vom System als Handlanger gegen national-denkende Menschen mißbraucht, vorzugsweise für gewalttätige Angriffe.
    Außerdem sind beide fester, wichtiger, ja eher schon staatstragender Bestandteil der aktuellen Verhältniße in diesem Land.

    Weltpolitisch bleibt fragend fest zu stellen, dass Lange sicher nicht ohne vorherige Strategieanfrage bei seinen Mentoren solche Positionierungen vor nimmt. Sollte das Konzept der Bundesregierung also “pro Ergogan” ausfallen?

  2. Unsere Islahmen müssen eben davor geschützt werden, sich gegenseitig selbst auszulöschen. Sonst wird nichts mit der 3. Armee im bevorstehenden Bürgerkrieg!

    • Beim Bürgerkrieg heißt es Deutschland gegen Nazis.

      Sollte es zum Bürgerkrieg kommen wird er kurz und blutig. Mit ein paar Rassisten werden wir sehr schnell fertig und danach ist Deutschland sauber.

  3. Unser demokratischer Polizeipräsident Gregor Lange von der SPD sagte außerdem:

    “Zudem sind die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten in besonderem Maße sensibilisiert worden und werden mit besonderer Wachsamkeit die Moscheen in Dortmund und Lünen im Blick behalten. Auch die Bezirksbeamten werden hier in der nächsten Zeit einen Schwerpunkt ihrer Arbeit setzen.”

    Da die Kriminalität in Dortmund bekanntlich stark rückläufig ist, ist es nur verständlich das die Dortmunder Polizei in Zukunft den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf das Bewachen von Moscheen legt!

  4. Aktuell brebbelt die Journaille von Frieden in der Region wo die BRiD Gäste herkommen . Nun dann wünsche ich mal eine gute Heimreise . Denn ein jeder dieser Angehörige beschnittener Populationen kann nun mit seinem richtigen Namen wieder in das Land einreisen aus dem diese Leute unter falschen Namen nach Deutschland gekommen sind . Der Messer Jocken aus Münschen hat das auch so gemacht . Wir erinnern uns ! Nur nicht die Polit Bagage !

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