Abteilung Märchenstunde: Arbeitslosenquote in Dortmund angeblicher unter 10 Prozent

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9,9 Prozent (rund 31.300 Personen) beträgt die Arbeitslosenquote in Dortmund im November 2019 – titelt zumindest der Lokalsender „Radio 91.2“ unter Berufung auf das lokale Arbeitsamt. Diese Zahlen mögen formal stimmen, tatsächlich werden jedoch systematisch defacto arbeitslose Personen, die sich etwa in Maßnahmen befinden, aus diesen Statistiken ebenso ausgegliedert, wie Aufstocker und andere Sozialleistungsbezieher. Aussagekräftiger als diese Beschönigung der traurigen Realität dürfte dagegen eine andere Zahl sein: Rund 100.000 Dortmunder beziehen staatliche Sozialleistungen und sind somit auf die Sozialsysteme angewiesen, rund jeder 6. Bürger der Stadt, vom Neugeborenen bis zum Greis. Und diese Zahl verdeutlicht auch, warum es notwendig ist, die soziale Spaltung in unserer Stadt zu überwinden, abgeschriebenen Vierteln endlich zu helfen und dafür einzutreten, Arbeitsplätze zu schaffen, bei denen durch eine gerechte Entlohnung (ohne die Ausbeutungsformen der heutigen, kapitalistischen Gesellschaft) ein anständiges Leben möglich ist, das ohne staatliche Almosen auskommt und mit dem die eigene Familie versorgt werden kann. Statistiken zu schönen oder weniger „vorzeigbare“ Zahlen zu verschweigen, hilft dabei niemandem!

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3 Kommentare

  1. Für eine Verbesserung der Lebensbedingungen bedarf es auch einer Abkehr von dem privaten Schuldgeldsystem und Installierung eines staatlichen, deutschen Geldsystems mit eigener Landeswährung, welches dem Volk dient.
    Die EZB ist eine Zentralbank mit einem privaten Eigentümer, völlig unabhängig von politischer Kontrolle.
    Nicht mal die Deutsche Mark war so eine staatliche Währung. Die ersten DMark-Scheine kamen mit dem Schiff vom Kriegsgegner.
    Aber davon reden Demokraten nie, weil sie dem privaten Eigentümer des Geldsystems dienen.

  2. Hermann the German on

    Das mit der Beschönigung der Statistik durch Maßnahmen ist doch nichts Neues und schon längst Gang und Gebe. Man muss sich aber auch nicht wundern, dass so viele Menschen von Sozialleistungen abhängig sind.

    RTLII und Konsorten versuchen uns das Bild des faulen, am Fliesentisch sitzenden Assi-HatzIV-Empfängers zu suggerieren. Tatsächlich finden viele Einser-Abiturienten, Uni-Absolventen ect keine anständigen Jobs mehr.
    Kein Wunder, bei Personalreferenten, die Leute U25 mit Ü5Jahren Berufserfahrung suchen und bloß keine dreimonatige Lücke im Lebenslauf haben dürfen.

    Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun!

    Irgendwann fangen junge Menschen dann in der Tat mal an, diese von Menschenhand gemachte Legebatterie zu hinterfragen.

    • Angeblich haben wir ja einen Fachkräftemangel.
      Gleichzeitig werden aber überall deutsche echte Fachkräfte entlassen.
      Deutsche Angestellte sollen augenscheinlich durch ausländische Menschen auf dem Arbeitsmarkt ausgetauscht werden. Der Afrika-Beschluss der EU wird das noch weiter befördern.

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