Oberbürgermeisterwahlkampf: „Ruhr Nachrichten“ mit absolut berechtigter Kritik am roten Dortmunder Filz

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Es kommt selten vor, dass auf dem „DortmundEcho“ das Dortmunder Lokalblatt „Ruhr Nachrichten“ gelobt wird. Doch RN-Redakteur Ulrich Breulmann hat am Dienstag (17. Dezember 2019) unter dem Titel „‘Wir wählen Westphal’: Wirtschafts-Initiative für den SPD-Kandidaten ist stillos – und schädlich“ einen Artikel veröffentlicht, der sich kritisch mit der Positionierung führender Dortmunder Gewerbetreibender für den SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Thomas Westphal auseinandersetzt. Dafür werden Breulmann und die RN in sozialen Netzwerken von aufgebrachten SPD-Anhängern angefeindet. Dabei wäre genau das Gegenteil angebracht: Lob für diese ehrlichen Worte!

Breulmann kritisiert Hinterzimmer-Politik der SPD

Kurzgefasst, kritisiert Breulmann, dass sich führende Unternehmer zu einem Zeitpunkt öffentlich auf die Seite von Thomas Westphal gestellt haben, in dem noch nicht einmal klar ist, wer für die anderen Parteien – neben der CDU, die mit Andreas Hollstein antreten wird, dürfte es mit den Grünen, deren Kandidatin nicht einmal bekannt ist, einen Dreikampf um den OB-Posten geben – antreten wird. Denn Westphal ist nicht einfach irgendein Bewerber, er ist Chef der Dortmunder Wirtschaftsförderung und hat schon heute beste Kontakte in die lokale Wirtschaft. Da liegt es also nahe, dass sich gewisse Kreise zukünftig gute Kontakte (und vielleicht auch lukrative Aufträge) sichern wollen, indem sie Westphal frühzeitig unterstützen und darauf setzen, dass einmal mehr ein SPD-Kandidat in Dortmund die Wahl gewinnt. Nur: Mit einr politischen Abwägung oder gar einem fairen Umgang mit anderen Mitbewerbern hat das wenig zu tun. Wenn Breulmann deshalb mit leicht spöttischem Unterton schlussfolgert “Auch wenn all seine Entscheidungen in seinem Hoheitsbereich sicherlich ohne Ansicht der Person nach Recht, Gesetz und nur zum Wohle der ganzen Stadt gefällt werden, kann es einem Firmenchef nicht schaden, den Chef der Wirtschaftsförderung wohlhwollend zu stimmen. Zum Beispiel, indem man ihn bei seiner OB-Kandidatur unterstützt mit einer Wählerinitiative. Schließlich kann man bestimmte Anliegen im Chef-Büro sehr schnell oder sehr bürokratisch behandeln“, trifft das den Nagel auf den Kopf. Und es gut, dass jemand diesen roten Filz in Dortmund so offen anspricht und kritisiert. Ganz unabhängig davon, für welche Inhalte Westphal eigentlich steht, denn gemessen an Merkel-Fan Hollstein und möglicherweise Daniela Schneckenburger als Grünen-Kandidaten, wird es nicht wenige, kritische Zeitgenossen geben, die den Verwaltungsfachmann Thomas Westphal in dieser Konstellation für das kleinere Übel halten werden.


Es könnte so leicht sein, den roten Filz zu beenden!

Übrigens: Neben Oberbürgermeister-Bewerbern von SPD, CDU und Grünen, hat auch DIE RECHTE bereits einen Kandidaten ins Rennen geschickt. Er wird zwar nicht von der Elite der Dortmunder Wirtschaft unterstützt, dafür aber von couragierten Volksgenossen, die ihn mit ehrenamtlichem Einsatz im Wahlkampf bekannt machen werden. Auch wenn Bernd Schreyner nur Außenseiter-Chancen haben dürfte, kann er möglicherweise die Wahl entscheiden – wenn CDU, Grüne und SPD allesamt knapp im Bereich von 22 bis 25 Prozent auseinander liegen, werden es möglicherweise die Prozente von Bernd Schreyner und der Partei DIE RECHTE sein, die das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen. Und wer sich zwischen dem etablierten Einheitsbrei nicht entscheiden kann, darf deshalb aus voller Überzeugung den Kandidaten der nationalen Opposition wählen!

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