Wie sich die Dortmunder Polizei und die Systempresse mit einer Holocaust-Gedenkstele blamieren

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Montagnachmittag herrscht Aufregung im Polizeipräsidium: Irgendjemand hat neben der Mehmet-Kubasik-Mahntafel aus Ziegelsteinen eine Art Schornstein errichtet, auf dem die Zahl „6 Millionen“, sowie der Spruch „Jedem das Seine“ angebracht worden sind, dazu gelbe Farbe auf dieser merkwürdigen Konstruktion. „Das müssen Rechte sein, Alarmstufe braun!“, denkt sich wahrscheinlich sofort die Einsatzleitung der Polizei, immer von der Panik getrieben, im „Kampf gegen Rechts“ bloß keinen Fehler zu machen. Sofort rückt die Kripo aus und nimmt die Spurensicherung direkt mit, Bilder im Internet zeigen, wie u.a. Abstriche der Skulptur genommen werden. Gleichzeitig wird die mediale Propaganda in Gang gebracht. „Endlich, es gibt wieder was über Rechte“ zu berichten. Und während die „Ruhr Nachrichten“ nocht rätseln, was überhaupt die Aussage dieser Skulptur sein soll, dreht der „Westdeutsche Rundfunk“, unsere gebührenfinanzierte Presse, richtig auf: „Bezüge zum Nationalsozialistischen Untergrund?“ titelt der WDR. Und statt einmal ihren Job richtig zu machen, ging es wieder nur um eine reißerische Schlagzeile, die mit der Realität nämlich überhaupt nichts zu tun hat.

Linke Künstlergruppe starteten Aktion vor über einer Woche in Köln

Eine einzige Recherche hätte ergeben, dass es bereits vom 30. Januar 2020 einen Bericht des „Kölner Stadtanzeigers“ gab, der mit dem Titel „’Jedem das Seine’: Gedenk-Stelen für NS-Opfer sorgen für Irritationen in Köln“ überschrieben war. Aus diesem Artikel geht hervor, dass am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, entsprechende Skulpturen in Köln, Hagen und Dortmund aufgestellt worden sind. „Auf den Stelen waren orangefarbene Zettel abgelegt, auf denen erst der Gedenk-Charakter der Aktion zu erkennen war. Unter anderem stand dort ‘Das Geschehene darf niemals vergessen werden’“, heißt es im entsprechenden Artikel. Nun mag sich gestritten werden, ob diese künstlerische Aktion für einen Außenstehenden erkennbar ist, aber so ist das halt mit der Kunst. Eines aber ist diese Skulptur, die über eine Woche an der Mallinckrodtstraße stand, ohne, dass jemand Anstoß daran genommen hat, sicherlich aber nicht: In irgendeiner Form rechts oder gar rechtsextrem motiviert. Dumm gelaufen, liefe Pressehetzer. Aber sicherlich gibt es bald den nächsten Grund, in oberflächlicher Art zu hetzen, zu unterstellen und zu diffamieren.

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