Die Aktionsgruppe Dortmund-West gibt ihre Auflösung bekannt

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Acht Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 2012, gibt die „Aktionsgruppe Dortmund-West“; die vor allem in den nord-westlichen Stadtbezirken Mengede und Kirchlinde aktiv gewesen ist und durchaus ein reges, aktionistisches Level an den Tag legte, ihre Auflösung bekannt. In ihrer Erklärung, die auf der Facebook-Seite der Gruppe zu finden ist, teilt die AG DO-West, wie die Gruppe abgekürzt hieß, mit, dass im Laufe der Zeit ein Umwandlungsprozess eingesetzt hätte, wodurch die Gruppe in ihrer Ursprungsbesetzung und den ursprünglichen Zielen überholt sei. Freuen solle sich der politische Gegner dennoch nicht, denn die Personen würden nicht verschwinden und sicherlich auch in Zukunft im politischen Widerstand auftauchen.

Mit ihrer Auflösung treibt die Aktionsgruppe Dortmund-West einen politischen Wandlungsprozess an: „Stillstand ist Rückschritt“, gilt auch in der Politik. Manchmal braucht es Veränderungen, um eingestaubte Pfade und Rituale zu verlassen, um neue Impulse zu setzen. Und somit ist jedes Ende immer auch der Anfang irgendeiner neuen Entwicklung. In der politischen Landschaft Dortmunds darf zumindest mit Spannung erwartet werden, was in nächster Zeit passiert.

Nachfolgend die Auflösungserklärung der AG DO-West im Wortlaut:

BEKANNTGABE DER OFFIZIELLEN AUFLÖSUNG UNSERER AKTIONSGRUPPE DORTMUND-WEST!

Ganze acht Jahre ist es her, als in einer Kneipe in einem Dortmunder Vorort einige junge und unerfahrene Nationalisten zusammenkamen und auf der Suche nach einer politischen Heimat waren. Eine politische Heimat für Aktivisten, die sich parteifrei und unabhängig verorteten und die sie in der Gründung unserer Aktionsgruppe Dortmund-West fanden. Diese Gruppe pflegte fortan vor allem einen jugendlichen Habitus. Unsere Gruppe konnte im Laufe ihres Bestehens sicherlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten den ein oder anderen politischen Nadelstich in Dortmund gegen die demokratische und volksfeindliche Politikerkaste setzen. Diese Arbeit sorgte auch hin und wieder für einen medialen Aufschrei innerhalb der lokalen und teils sogar überregionalen Presse -und Politiklandschaft. Hierauf darf man durchaus stolz sein!

Doch eine Organisation darf nie zum Selbstzweck werden!

Im Laufe der acht Jahre haben sich Aktivisten von uns stetig politisch, strategisch und organisatorisch weiterentwickelt. Man wurde älter – und ja, auch das gehört zur Wahrheit dazu, der ein oder andere hat sich in das vermeintlich angenehmere bürgerliche oder familiäre Leben zurückgezogen, doch auch genauso gewann man neue Mitstreiter dazu.

Kurzum: Die Zusammensetzung unserer Aktivsten und durchaus auch die angeschnittenen Entwicklungen haben die eigentliche Philosophie der Gruppe überholt.

Politisch überzeugte Aktivposten unseres Zusammenschlusses werden zukünftig sicherlich neue Wege finden, um den Kampf um Deutschlands Zukunft anderweitig fortzuführen. In welcher Konstellation und unter welchem Deckmantel dies eventuell geschieht, das wird die nächste Zeit zeigen. Unterm Strich sollte dies allerdings den Denunzianten der antifaschistischen Strukturen, der schlagzeilgeilen Presselandschaft sowie der Spürnasen des Staatsapparates einige Arbeit bescheren!

Fest steht jedoch eins – Ein Kapitel geht zu Ende: Die Aktionsgruppe Dortmund-West nimmt deshalb hiermit Abschied, bedankt sich bei seinen Unterstützern aus der Vergangenheit und gibt offiziell seine Auflösung bekannt!


Aktivisten der AG DO-West bei einer Demonstration in Dortmund

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4 Kommentare

  1. Gebt den Kampf nicht auf und schließt euch anderen Gruppen an oder gründet neue!
    Danke für Euren Jahrelangen Einsatz! Der Hoffentlich noch lange nicht vorbei ist!

  2. Spekuliert wird aktuell viel. Ob es nach Bochum oder Castrop-Rauxel geht, ob Mitglieder zuletzt vereinzelt mit roten Afa-Strukturen sympathisiert haben (was mit Dortmunder Afas immerhin nicht kompatibel wäre) oder ob es in Do eine neue Gruppe geben wird? Letztgenanntes glaube ich eher nicht. Wieso dann die Auflösung? Zweitgenanntes wohl auch unwahrscheinlich…ich bin gespannt!

  3. Stefan Stolze on

    Immer hin hat diese Menschnrechtsgruppe den Schreiberlingen ,besonders die Sorte linker Stinker , viel Stoff zum Nachdenken gebracht ! HIHI od die Journaille nun traurig ist,weil es weniger zum lestern gibt ?

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