Weichgespülte Mogelpackung statt Alternative: Kreativer, rechter Protest gegen AfD-Parteitag in Dorstfeld!

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Am Samstag (16. Mai 2020) stellt die Dortmunder AfD ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 auf und führt im Anschluss gleich noch einen Kreisparteitag durch, als Versammlungsort ist eine Veranstaltungshalle in einem Dorstfelder Gewerbegebiet vorgesehen. Während die AfD auf Bundesebene derzeit dabei ist, patriotische und nationale Protagonisten aus der Partei zu drängen – nach Stefan Räpple folgt aktuell Andreas Kalbitz, der mit seinem Landesverband eines der besten Wahlergebnisse in der Parteigeschichte erzielte – gehört der Dortmunder Kreisverband ohnehin zu den unfähigsten Gliederungen der Partei. Politische Öffentlichkeitsarbeit ist kaum zu sehen und die Ratsarbeit der dreiköpfigen Fraktion beschränkt sich weitestgehend auf Anbiederung an die etablierten Parteien. In der Vergangenheit wurde nicht nur dem Bau von Asylheimen zugestimmtn, sondern sogar eine gemeinsame Resolution für weitere Asyleinwanderung mit SPD und Grünen eingebracht, vom Mittragen sozialen Kahlschlags oder der Schließung des Dorstfelder Westbades ganz zu schweigen. Dass die Dortmunder AfD trotzdem immer wieder rechts blinkt, aber eigentlich lieber weit links abbiegen möchte (immerhin hat der AfD-Bezirksvertreter in der Nordstadt sogar eine Resolution für das linksextreme Zentrum Black Pigeon mitgetragen), ist deshalb auch als gezielte Wählertäuschung auszulegen. Nicht umsonst haben in den letzten Jahren mehrere Führungsmitglieder den Kreisverband verlassen und sich teilweise der Partei DIE RECHTE, die in Dortmund wirkliche Oppositionsarbeit betreibt, die ihren Namen verdient, angeschlossen.

Der Aufstellungsparteitag zur Kommunalwahl bot deshalb eine perfekte Möglichkeit, die Basis der Partei, die weitaus patriotischer denkt, als ihre lokale Führung, mit dem Handeln ihrer Ratsfraktion zu konfrontieren – die Mitglieder haben es in der Hand, ob Heiner Garbe, Peter Bonhof, Andreas Urbanek und Co noch eine weitere Legislaturperiode Scheinopposition betreiben sollen. Am Samstagvormittag schmückten Aktivisten deshalb den Eingangsbereich der Veranstaltungsräumlichkeit mit zahlreichen DINA4-Zetteln, in denen die Mitglieder mit politischen Entscheidungen „ihrer“ Ratsfraktion konfrontiert wurden, die wohl den ein oder anderen überraschen dürften. Um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, Angaben nicht belegen zu können, wurden die entsprechenden Drucksachennummern der Ratsvorlagen gleich mit angegeben, so dass eine Überprüfung in kürzester Zeit möglich ist. Zudem wurde der Eingangsort mit einem spontan erstellten Banner „Keine Alternative für Dortmund, #ProKalbitz“ dekoriert, um auch noch einmal bildlich vor Augen zu führen, dass Distanzeritis und der Wunsch, beim Establishment mitspielen zu können, zwar Opportunisten Freude bereiten wird, mit patriotischer Politik aber wenig zu tun hat.

Im Kommunalwahlkampf wird sich die Dortmunder AfD an ihren Taten messen lassen müssen – die sprechen in Dortmund eine klare Sprache. Während Politiker wie Björn Höcke die AfD in Mitteldeutschland auch für Patrioten und teilweise sogar Nationalisten wählbar gemacht haben, ist die Partei in NRW (und speziell in Dortmund) nur eine „bessere CDU“. Und dagegen muss es natürlich deutlichen Widerspruch geben!

Übrigens, bevor allzu leicht empörte Zeitgenossen Antifa-Methoden wittern: Der Tagungsort wurde im Vorfeld weder öffentlich gemacht, noch fanden Beschädigungen in irgendeiner Form statt – alle Zettel und das Banner sind mit Kordel befestigt, so dass eine rückstandsfreie Entfernung mit wenigen Handgriffen möglich ist. Und die sind auch den Dortmunder AfD-Genossen (gegen die Bezeichnung „Kameraden“ wehrt sich die Ratsfraktion regelmäßig lautstark) zuzumuten…

Nachfolgend einige Bildimpressionen:

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14 Kommentare

  1. Pingback: Weichgespülte Mogelpackung statt Alternative: Kreativer, rechter Protest gegen AfD-Parteitag in Dorstfeld! – DIE RECHTE

    • Nationalbewußter Deutscher on

      Und exakt aus dem Grund sowie der Tatsache, daß der Düsseldorf-Mettmanner AfD-Vorsitzende Herbert Strotebeck, ein Flügelfeind und einer von der Liste der Schande (“Appell der 110”) unwählbar ist.
      Wen aber soll ich wählen bei der Kommunalwahl (komme aus Düsseldorf)? Eine so aktive Fraktion der Rechten oder halbwegs vergleichbare Parteien gibt es hier leider nicht.

  2. Man merkt, dass sich in der AfD bereits viele Maulwürfe breitgemacht haben und Meuthen im BaehRD-Mainstream angekommen ist – der SPIEGEL hat ihn gestern geradezu lieblich dargestellt.
    Nun ist es endgültig offenkundig, dass die AfD keine wählbare Partei für Nationalisten ist. Und zukünftig werden sich auch mehr und mehr Cuckservative auf die Seite der Weichspül-Partei AfD schlagen.

  3. Stefan Stolze on

    Geht das auch bei den abseitigen Perversen von der Grünen Konspiration ? Oder noch besser bei den Erscheinungen der Antifa ! Die viel verachtete Jutta S hat doch seinerzeizt auch das gleiche getan .

  4. Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit on

    Das ist eine der besten Aktionen! Ich hoffe, daß möglichst viele AfD-Mitglieder diese Zettel gelesen haben und diese nicht vorher entfernt wurden. Ansonsten können die Mitglieder alles hier beim DortmundEcho nachlesen. Die Armen 😉 kriegen es jetzt von links UND rechts! Ich denke, damit haben sie nicht gerechnet.

    Herr Garbe und Herr Bonhof verhalten sich auch innerhalb der Partei überheblich.

    Afd = KfD oder kAfD
    Keine Alternative für Deutschland / Dortmund

  5. Düsseldorfer on

    Mit dem Ausschluß von Andreas Kalbitz hat sich die Meuthen-Truppe für die Wahl disqualifiziert. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß die fette Made im Brüsseler Speck, die zuvor aus dem von ihm ruinierten Landesverband Baden-Württemberg und all der PAV nach Brüssel geflüchtet ist, aus dem Fleisch herausgeschnitten wird, damit er sich wieder wie Lucke seine Brötchen als Professor verdient? Wir werden es sehen. Bis dahin (ich gehe davon aus, daß so schnell nichts passiert) stellt sich für mich die Frage, was man in Düsseldorf wählen kann.

    • Der Witz an sich ist, dass Andreas Kalbitz eins der besten Wahlergebnisse für die AfD geholt hat (ähnlich wie Höcke). Die Meuthen-Truppe in NRW und BW ist hingegen durch unterdurchschnittliche Wahlergebnisse aufgefallen.

      • Die guten volksnahen die gute Wahlergebnisse holen, wollen sie loswerden. Da gibt es wohl einige in der AfD, die wollen daraus eine FDP 2.0 oder CDU 2.0 machen so bei 3% Wahlergebnis im Durchschnitt.

        #ProKalbitz

        • Die wollen keine zweite FDP daraus machen, sondern die Republikaner 2.0. Die haben sich auch so lange von allem möglichen “distanziert”, bis sie von keinem mehr gewählt wurden.
          Übrigens: Der Bundesvorstand hat es bis heute nicht für nötig gehalten, uns Mitglieder über den Beschluss zum Rauswurf von Andreas Kalbitz, immerhin erfolgreicher Landesvorsitzender und Mitglied des Bundesvorstands, zu informieren․

          • Peter, setzt den Meuthen ab. Sonderparteitag und weg mit dieser VS-Marionette.

            Mitgliederparteitag wie 2015, als Lucke in die Wüste geschickt wurde.

            Und jagt alle von dannen, die den Verräterbeschluß mitgestimmt haben, die Namen sind ja bekannt. Und diese unsägliche von Strolch muß weg

            Oder Björn Höcke, Andreas Kalbitz, Andre Poggenburg, Stefan Räpple und Frau von Wittgenstein machen eine neue Partei auf und lassen die West-AfD verdient untergehen.

        • Konsul H-Mann on

          Keine Maulwürfe. Die AfD wurde von neoliberalen Systemlingen u. enttäuschten Ex-CDUlern/FDPlern gegründet. Zu Beginn war die AfD eine unbedeutende Anti-€uropartei. Bis einige Strategen die Massenmigration 2015 thematisierten. Die parallel stattfindende negative Werbung aus den Medien führte zum Erstarken der AfD.
          Nicht Wenige behaupten, dass dies eine gewollte Folge war, um den Widerstand und einen wahrscheinlichen Stimmenzugewinn für die NPD und Co., in systemtreue Bahnen zu lenken.

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