Landgericht: Großer Andrang bei Berufungsprozess gegen Nationalisten

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Vor dem Dortmunder Landgericht fand am Donnerstag (23. Juli 2020) ein Berufungsprozess gegen die Nationalisten Sascha Krolzig und Matthias Drewer statt – letzterer befindet sich wegen der angeklagten Körperverletzung, für die er vom Amtsgericht Dortmund (unter Berücksichtigung einer weiteren Verurteilung) zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt wurde, seit Oktober 2019 in Untersuchungshaft. Krolzig dagegen, dem die Staatsanwaltschaft eine „psychische Unterstützung“ zur Körperverletzung vorwirft (seinerzeit wurde eine Person des linken Spektrums in Dorstfeld mit Pfefferspray besprüht und leicht verletzt, eine ärztliche Versorgung wurde sogar abgelehnt), sprach das Amtsgericht frei – gegen dieses Urteil legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein, während die Verteidigung von Drewer versucht, das überzogene Strafmaß von zwei Jahren zu reduzieren.

Unter dem Eindruck der Corona-Einschränkungen, wurde die Zahl der Zuschauerplätze im Sitzungssaal auf gerade einmal 6 Stück reduziert, die sich auf 3 Anhänger der linken Szene, sowie 3 Vertreter der Partei DIE RECHTE aufteilten. Eigentlich wollten deutlich mehr Zuschauer die Verhandlung verfolgen, so dass es im Eingangsbereich des Gerichtes (einmal mehr über den „Sicherheits-Eingang“ an der Hamburger Straße) zu einer kleineren Rangelei kam, ehe der Einlass von den Justizwachtmeistern geregelt wurde.

Vernommen wurden am ersten Verhandlungstag fünf Zeugen, neben dem geschädigten Linken und seiner Begleitung drei Polizisten. Die vorsitzende Richterin hatte zu Verhandlungsbeginn eine Einigung angestrebt, die jedoch an der Blockadehaltung der Staatsanwaltschaft scheiterte, so dass eine langwierige Beweisaufnahme notwendig wird. Nachdem es über den Tag hinweg zu verschiedenen Verzögerungen kam, wurde der Prozess vertagt, die Fortsetzung folgt am 12. August 2020 um 10.00 Uhr, mutmaßlich erneut in Saal 24 mit gerade einmal 6 Zuschauern und einem deutlich höheren Andrang. Vielleicht gelingt es bis dahin, die Sitzverteilung im eigentlich äußerst geräumigen Saal besser zu organisieren, so dass zumindest eine gewisse Öffentlichkeit der Verhandlung hergestellt wird.

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4 Kommentare

  1. Stefan Stolze on

    Was eigentlich die linksradikale Antifa Aktivistin bekommen als sie eine Betonplatte auf einen Polizisten geworfen hat ? Oder ist die Justiz immer noch den linken,die so stinken,hörig ? Opfer von linken Straftaten werden ja verurteilt wie seinerzeit der Arbeiter der vom Struck angegriffen wurde und dafür noch seine berufliche Existens verlor !

  2. “wegen der angeklagten Körperverletzung, für die er vom Amtsgericht Dortmund (unter Berücksichtigung einer weiteren Verurteilung) zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt wurde, seit Oktober 2019 in Untersuchungshaft.”

    “Bielefeld (WB). Intensivtäter Eduard T. (18) – der Bielefelder soll fünf Wochen nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft am 30. April einen 17-Jährigen erstochen haben – musste auf freien Fuß gesetzt werden. Das behauptet zumindest das Amtsgericht Bielefeld am Mittwoch in einer zweiten Stellungnahme.”

    Der “Rechtsstaat” BRD greift offensichtlich nur dann hart durch, wenn dessen Führer und Lakaien einen Nachteil erleiden…

  3. Stefan Stolze on

    @ Johanna

    Ja ist unverständlich , als ob die Politik von Anderen angewiesen ist gegen die eigenen Bürger zu handeln .

  4. Pingback: Dortmund Urteil im Berufungsprozess: Freispruch für Sascha Krolzig, Strafreduzierung für Matthias Drewer – DIE RECHTE

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